Anerkennung: #ZusammengegenCorona

Frauen entwickeln die Covid-19-Impfstoffe: Sarah Gilbert, Özlem Türeci, Katalin Karikó, Kathrin Jansen, Kizzmekia Corbett

Sarah Gilbert, Özlem Türeci, Katalin Karikó, Kathrin Jansen, Kizzmekia Corbett

V.l.n.r.: Sarah Gilbert, Özlem Türeci, Katalin Karikó, Kathrin Jansen, Kizzmekia Corbett; © The Jenner Institute; Wikipedia, released by Biontech; Wikipedia; Pfizer; Wikipidia

Die Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie wurden maßgeblich von Frauen entwickelt. Einige dieser Wissenschaftlerinnen wurden nun für ihre wegweisende Arbeit geehrt.

So wird Sarah Gilbert, der federführenden Entwicklerin des AstraZeneca-Impfstoffs, für ihren Beitrag zum Allgemeinwohl die Albert-Medaille der britischen Royal Society of Arts verliehen. Gilbert forscht seit 1994 an der Universität Oxford und leitete das Entwicklungsteam hinter dem Oxford- / AstraZeneca-Vakzin.

Der deutschen Ärztin, Forscherin und Unternehmerin Dr. Özlem Türeci, einer der Gründer:innen und medizinische Geschäftsführerin von Biontech, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verleihen. Türeci, die u.a. einen großen Forschungsschwerpunkt in der Entwicklung von Krebsimmuntherapien hat, gilt als der führende medizinische Kopf hinter dem Biontech-Impfstoff.

Senior Vice President von Biontech ist Katalin Karikó, PhD. Die in den USA lebende Biologin hat sich besondere Verdienste bei der Entwicklung der mRNA-Technologien erworben, die die Grundlage für Impfstoffe gegen Covid-19 und für Medikamente gegen Krebs, Schlaganfälle oder Zystische Fibrose bilden. Neben ihrer Tätigkeit bei Biontech ist Karikó Adjunct Associate Professor an der University of Pennsylvania.

Kathrin Jansen, PhD, ist Senior Vice President und Head of Vaccine Research and Development beim Pharmakonzern Pfizer und Mitglied des Worldwide Research and Development Leadership Teams. Während der Covid-19-Pandemie beaufsichtigte Jansen die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer. Sie untersuchte vier potenzielle Kandidaten, bevor sie sich mit Biontech zusammenschloss, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den Impfstoff mit dem höchsten Potenzial zu identifizieren.

Die Immunologin Kizzmekia Shanta Corbett, PhD, hat entscheidend den Covid-19-Impfstoff von Moderna mitentwickelt. Sie wurde 2014 an das führende US-Impfstoff-Forschungszentrum Vaccine Research Center (VRC) des National Institute of Allergy and Infectious Diseases berufen. Dort leitet sie das Coronavirus-Team. Sie war Teil des Teams, das dabei half, die Struktur des SARS-CoV-2-Spike-Proteins zu entschlüsseln. Seit der Zulassung des Impfstoffs von Moderna wirbt Corbett intensiv vor allem in Gemeinden mit einem hohen Anteil an Menschen afroamerikanischer Herkunft, die von der Pandemie In den USA besonders betroffen sind.

Info-Videos rund um den mRNA-Impfstoff mit Prof. Dr. med. Stefan Reuter

Eine vorbildliche Initiative hat die Stadt Leverkusen in Kooperation mit dem Klinikum Leverkusen zur Impfkampagne gestartet. In einer Reihe von Videos informiert Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Direktor der Klinik für Innere Medizin, Infektiologie, Pneumologie und Osteologie des Klinikums Leverkusen, ausführlich und sehr verständlich über Funktionsweise und Wirkung des Impfstoffs.

Der erfahrende Internist und Infektiologe beantwortet häufig gestellte Fragen in Zusammenhang mit der Impfung, zum Beispiel, ob auch von COVID-19 genesene sowie sehr alte oder schwer erkrankte Menschen geimpft werden sollten.

Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Leiter der Infektionsmedizin im Klinikum Leverkusen; © Stadt Leverkusen

Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Leiter der Infektionsmedizin im Klinikum Leverkusen; © Stadt Leverkusen

Die FAQ-Seiten der Stadt Leverkusen mit den Erklärvideos von Prof. Dr. Reuter sind hier abrufbar.

Prof. Dr. med. Stefan Reuter ist Absolvent des mibeg-Instituts.

#YesToNoCovid: Podcast zur Strategie mit Uwe Janssens, Melanie Brinkmann und Michael Hallek

Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen haben ein Positionspapier zur #NoCovid-Strategie entworfen, das sich von den sonstigen Empfehlungen durch »Expertenräte« der Politikberatung durch hohe Sachkompetenz abhebt.

In dem Video »No-Covid-Strategie Webcast« stellen Prof. Dr. Uwe Janssens, St. Antonius Hospital Eschweiler, Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig und Prof. Dr. Michael Hallek, Uniklinik Köln, die Strategie vor.

No-COVID Strategie: Webcast mit Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Prof. Dr. Uwe Janssens und Prof. Dr. Michael Hallek

Andreas Westerfellhaus: Ermutigender Appell an alle Pflegekräfte, sich impfen zu lassen

»Zur Klarstellung vorneweg: Wenn ich mit dem Impfen an der Reihe bin, werde ich mich natürlich impfen lassen. Ich lebe in einem Mehrgenerationenhaus und möchte alle Menschen, eben auch meine hochbetagte Mutter, schützen. Klar ist doch: Je mehr Menschen geimpft werden, desto weniger Wirte findet das Virus. Und umso schwerer sind die Bedingungen für die Ausbreitung des Virus.

Und ich bin mir sicher, dass diese Einsicht auch die meisten Pflegekräfte haben und sich impfen lassen. Denn das Impfen ist die einzige Chance auf ein schnelles Ende der Pandemie und damit der beste Schutz der pflegebedürftigen Menschen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt. Und wir haben richtigerweise festgelegt, dass eben ältere Menschen und Menschen, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit Kontakt zu besonders durch Covid-19 gefährdeten Personen haben, zuerst geimpft werden. Ich appelliere als Pflegebevollmächtigter daher an alle Pflegekräfte sich impfen zu lassen.

Sorgen, dass das beschleunigte Zulassungsverfahren nicht so sicher sei, sind unbegründet. Hier muss sicher noch mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden. Denn es sollte jeder wissen, dass das beschleunigte Zulassungsverfahren eben nicht zu verwechseln ist mit dem Notfall-Zulassungsverfahren, das in einigen anderen Staaten durchgeführt worden ist. Bevor der Impfstoff in der EU bzw. in Deutschland die Marktzulassung erhalten hat, musste er sicher, wirksam und gut erprobt sein. Das wurde mit der Zulassung nachgewiesen. Gute Informationen findet man dazu zum Beispiel auf der Seite des Robert Koch-Instituts oder bei www.zusammengegencorona.de, einer Seite des Gesundheitsministeriums.«

Andreas Westerfellhaus ist der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, war lange Jahre selbst als Intensivkrankenpfleger engagiert und setzt sich für die Rechte von Pflegekräften ein. Sein Appell findet sich auf www.pflegebevollmaechtigter.de und in der Rheinischen Post.

This post is also available in English.

 

Andreas Westerfellhaus: Encouraging appeal to all nurses to get vaccinated

„To clarify at the outset: when it is my turn to be vaccinated, I will of course get vaccinated. I live in a multigeneration home and want to protect everyone, including my elderly mother. One thing is clear: the more people are vaccinated, the fewer hosts the virus finds. And the more difficult the conditions for the virus to spread.

And, I am sure that most caregivers also have this insight and get vaccinated. Because vaccination is the only chance to a quick end of the pandemic and thus the best protection for people in need of care. Based on current knowledge, about 95 out of every 100 vaccinated people are protected from disease. Moreover, we have rightly stipulated that the elderly as well as people who have contact to others who are particularly at risk from Covid-19 due to their occupation should be vaccinated first. As the Federal Government’s Caregiver Representative, I thus appeal to all caregivers to get vaccinated.

Concerns that the accelerated approval process is not as safe are unfounded. Certainly, more educational work needs to be done here. Everyone should know that the accelerated approval procedure should not be confused with the emergency approval procedure that has been carried out in some other countries. Before the vaccine was approved for marketing in the EU or Germany, it had to be safe, effective and well-tested. This was established with the approval. Good information on this can be found, for example, on the website of the Robert Koch Institute or at www.zusammengegencorona.de, a site of the German Federal Ministry of Health.“

Andreas Westerfellhaus is the Federal Government’s Caregiver Representative, was himself engaged as an intensive care nurse for many years, and is an advocate for the rights of nurses. His appeal can be found on www.pflegebevollmaechtigter.de and in the Rheinische Post.

Die deutschsprachige Version des Appells finden Sie hier.