Archiv des Autors: Barbara Rosenthal

Uns Hätz schleiht för Hanau un Halle

Selbst der Dom weinte. Das fröhliche Karnevalstreiben im Rheinland stand in diesem Jahr im Schatten der Anschläge. Wir setzen weiter auf Vielfalt, Zusammenhalt, Achtung voreinander und streiten jederzeit für unsere demokratischen Grundwerte.

Karneval im mibeg-Institut

 

Die Pflege trifft sich vom 12. bis 14. März in Berlin: Deutscher Pflegetag 2020

»Bereits heute gibt es rund drei Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland – und es werden immer mehr. Die Betreuung und die Frage der Finanzierung des Pflegesystems sind große Aufgaben für Politik und Gesellschaft. Wir informieren Sie über die Entwicklungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte. Was ist der Gesellschaft die Pflege in Zukunft wert?«

Zahlreiche Referentinnen und Referenten gestalten den Deutschen Pflegetag vom 12. bis 14. März 2020 in Berlin. Das Format hat sich längst zum Renner entwickelt, an dem Pflegefachkräfte ihr wichtigstes Get Together haben. Es referieren u.a. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Bevollmächtigte für die Pflege der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, und die Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Irene Maier. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Update 5. März 2020: Die Veranstalter des Deutschen Pflegetags haben den Kongress aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Verbreitung des Coronavirus auf November 2020 am selben Ort verschoben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Andreas Westerfellhaus: »Personaluntergrenzen können nur eine Zwischenlösung sein«

f&w 2/2020Aus aktuellem Anlass hat der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, der Zeitschrift f&w 2/2020 ein Interview gegeben. Pflegepersonalbedarfsbemessung ist derzeit das aktuelle Thema im Krankenhausmanagement, Vorschläge, entsprechende Instrumente der Bemessung zu entwickeln, werden von unterschiedlichster Seite an die Poliotik herangetragen.

»Auf Dauer ist eine Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus der einzig richtige Weg. Die Pflegepersonaluntergrenzen können nur eine Zwischenlösung sein. Denn durch sie wird nur eine Untergrenze definiert, unterhalb derer die Personalausstattung die Patientensicherheit nicht mehr gewährleisten kann. Wir brauchen ein Instrument, das den tatsächlichen Bedarf an Pflegepersonal ermittelt. Denn nur so kann auch eine bedarfsgerechte Pflege erfolgen.«

Weniger deutsche Ärztinnen und Ärzte gehen beruflich ins Ausland

Eine aktuelle Antwort der Bundesregierung (vgl. BT Drs. 19/17060) zeigt auf, dass die Zahl der abgewanderten Ärztinnen und Ärzte seit dem Jahr 2008 kontinuierlich rückläufig ist. Verzeichnet die Statistik für das Jahr 2008 noch die Zahl 3.065 Ärztinnen und Ärzten, die sich zu einer Berufstätigkeit im Ausland entschlossen haben, so verließen 2018 nur 1.941 Mediziner das Land.

Von diesen 1.941 Ärzten verfügten 1.101 über die deutsche Staatsangehörigkeit, das heißt, dass gut die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte, die Deutschland verlassen, um ihre Berufstätigkeit woanders auszuüben, nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Die zehn häufigsten Länder, in die die ausländischen Ärzte abgewandert sind, sind Bulgarien, Spanien, Niederlande, Tschechische Republik, Rumänien, USA, Polen, Griechenland, Schweiz und Österreich.

Die zehn häufigsten Länder, in die deutsche Ärztinnen und Ärzte abwanderten, sind Italien, Kanada, Niederlande, Schweden, Spanien, Frankreich, Großbritannien, USA, Österreich und die Schweiz. Mit 476 Ärztinnen und Ärzte, die 2018 in die Schweiz gewechselt sind, steht dieses Land dabei an der Spitze.

Vgl. dazu auch den Artikel »Die Schweiz ist ein schönes Land.«.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Klinikum Leverkusen

Nicht zum ersten Mal nahm der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an einer Gesprächsrunde mit Mitarbeitern des Klinikums Leverkusen teil, am 17. Februar 2020 war er wiederum zu Gast. Neben ernsthaften Diskussionen zur Gesundheitspolitik – die den Großteil des Treffens ausmachten – gab es auch einen Fun Fact, der sicher so nur im Rheinland, und auch dann nur an Karneval denkbar ist. Der Ärztliche Direktor und Chefarzt PD Dr. med. Jürgen Zumbé, nicht nur ausgewiesener medizinischer Experte für Urologie, sondern auch als »Roter Funk« Kenner und Förderer des rheinischen Frohsinns, verlieh dem Minister den Karnevalsorden der KG Klinikum. Der Minister pointierte sofort: »Wir Münsterländer sind ja die Brasilianer unter den Westfalen.«

In seinem Gespräch mit den Klinikmitarbeitern sprach Jens Spahn zu Personaluntergrenzen und einem leergefegten Arbeitsmarkt, in dem insbesondere Fachkräfte im Gesundheitswesen fehlen. Er stellte seine Maßnahmen vor, mit denen Pflegekräfte zurück in den Beruf kommen sollen. Weitere wichtige Themen waren die Digitalisierung der Medizin, darunter Telemedizin und Online-Sprechstunden, sowie die Neuordnung der Krankenhauslandschaft mit dem Fokus auf bedarfsgerechten Strukturen.

Der Ärztliche Direktor Dr. Jürgen Zumbé moderierte die Diskussion des Ministers mit zahlreichen Krankenhausmitarbeitern. Dr. Jürgen Zumbé engagiert sich für die rasche und qualitativ hochwertige Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte in den Arbeitsmarkt und ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed.