Archiv der Kategorie: Lexikon Anerkennung in Deutschland

In Eight Months Straight to the German Medical License

All’s well that ends well: that was the motto for the physician who came to Germany from a Non-EU country to complete his specialist training in internal medicine.

The start was anything but easy. To obtain a visa, apply for the German medical license, and achieve the necessary German and medical language proficiency, he relied on a recruitment agency that cost him almost his entire fortune. He paid over 20,000 € for this assistance and the promise that he would definitely pass the medical language test in Germany. Unfortunately, this was not the case.

He was lucky after all. He contacted the German Employment Agency (“Agentur für Arbeit”), which drew his attention to the seminar “Qualifizierung für Klinik and Praxis” of the mibeg-Institut. After a short forerun, he was admitted to the seminar.

He took part in an information seminar of the mibeg-Institut on February 5, 2019 and once again received a detailed consultation regarding the recognition of foreign medical degrees. He was admitted to the seminar “Qualifizierung für Klinik and Praxis” and started on March 11, 2019. On August 15, 2019, he passed the medical language test conducted by the State Chambers of Physicians (“Landesärztekammer”) and successfully graduated from the seminar on September 27, 2019.

Shortly after the seminar the medical knowledge test was scheduled, which he successfully passed on November 6, 2019 at the University Hospital Münster. As one of six examinees he was the only graduate of our institute, and unfortunately also the only one who passed successfully.

Now he has several options to choose from to start his specialist training as an internist in a rural region in the Rhineland. Yesterday we were able to talk to our happy graduate and congratulate him sincerely for managing everything so well and so quickly despite the difficult start. His gratitude also goes to his job agency, which supported him so well and made it possible for him to participate in the seminar through public funding.

We publish the story of this physician also because it seems essential to draw attention to the increasing negative practice of recruitment agencies, dubious course providers and so-called recognition assistants, who are primarily interested in collecting high fees. For applicants from abroad it is often difficult to see whether they have a serious offer coming up or not. We always point to anerkennung-in-deutschland.de or make-it-in-germany.com. However, among the providers, who charge extremely high fees for language courses abroad or for support regarding the recognition, are also some that have been active in Germany for quite some time and are listed on various public websites. Simple and clear execution of the application process by the competent registration authority is the only reliable way to contain this business practices.

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Kammerwahlen: Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen wählen ihr Parlament

Der Arztberuf in Deutschland ist ein freier Beruf, und die Ärzteschaft verwaltet sich selbst, das heißt, die Ärzteschaft bildet über die Kammerversammlung ein »Parlament«. In dieses Parlament werden Delegierte entsendet, die von allen Ärztinnen und Ärzten, die einer Kammer angehören, gewählt werden können. Die so gewählten ärztlichen Vertreter bestimmen mit ihren Entscheidungen den gesundheitspolitischen Kurs ihrer Ärztekammer. Wer in Deutschland als Arzt zugelassen ist, gehört verpflichtend einer Ärztekammer an.

Welche Aufgaben die ärztliche Selbstverwaltung hat, welche Entscheidungen durch die Ärztekammern und durch die kassenärztlichen Vereinigungen auf den Weg gebracht werden, lernen aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte in den Kursen des mibeg-Instituts Medizin. Alle sind aufgefordert, sich entsprechend zu informieren und zu engagieren, nicht nur, was die Landes- und Bundespolitik aus Sicht der ärztlichen Selbstverwaltung anbelangt, sondern auch konkret vor Ort in den Kreisstellen der Ärztekammern.

Die offiziellen Mitteilungsblätter der Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungen informieren ausführlich zum Thema. Vom 24. Mai bis zum 28. Juni sind die aktuellen Kammerwahlen 2019 in Nordrhein anberaumt, vom 9. September bis 9. Oktober 2019 findet die Wahl in Westfalen-Lippe statt.

Mehr als 5.000 ärztliche Fachsprachprüfungen in Westfalen-Lippe durchgeführt

Anfang 2014 hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe ärztliche Fachsprachprüfungen eingerichtet und seitdem kontinuierlich durchgeführt, um aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit zu bieten, ihre medizinischen Fachsprachkenntnisse darzulegen. Das erfolgreiche Prüfungsszenario umfasst sowohl mündliche als auch schriftliche Kommunikationsanteile und berücksichtigt das Gespräch mit dem Patienten gleichermaßen wie mit dem ärztlichen Fachkollegen.

Bis Anfang Juni 2019 sind seitdem 5.137 ärztliche Fachsprachprüfungen durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt worden. Dies berichtete Jürgen Herdt, Stabsstelle für Planung und Entwicklung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, kürzlich in einem Expertenseminar zum Approbationsrecht des mibeg-Instituts Medizin. Die Ärztekammer verfügt damit bei  Fachsprachenprüfungen über einen sehr großen Erfahrungsschatz. Die ärztliche Fachsprachprüfung in Nordrhein-Westfalen – in diesem Bundesland werden die Prüfungen von zwei Landesärztekammern abgenommen – gilt als etabliert, unabhängig und fachlich adäquat.

Durch die abnehmende Zahl der Krankenhäuser und die hohen Leistungsanforderungen der verbleibenden Kliniken entwickelt sich bei der Stellensuche die erfolgreich abgelegte Fachsprachprüfung vor einer anspruchsvollen Prüfungskommission zunehmend zum Bewerbungsvorteil: Es mehren sich Rückmeldungen, dass in Vorstellungsgesprächen gezielt gefragt wird: »In welchem Bundesland haben Sie Ihre Approbation erworben, und wo haben Sie Ihre Fachsprachprüfung abgelegt?«

»Homeoffice ist ausgeschlossen«: Arbeitsagenturen fordern hochwertigen Unterricht

Uns erreichen zahlreiche Anfragen, ob unsere Seminare tatsächlich im Institut oder in Kliniken stattfinden, ob man mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen in einem Seminarraum lernt und ob die Dozentinnen und Dozenten für jedes einzelne Fachgebiet tatsächlich den Unterricht vor Ort halten. Ja, selbstverständlich!

Die Interessenten berichten uns, teilweise sehr erzürnt und erbost, dass sie negative Erfahrungen gemacht hätten bei Bildungsanbietern, die ihnen »Präsenzunterricht« versprochen hätten, aber de facto rein virtuellen Unterricht, also E-Learning, Blended Learning, Homeoffice etc. durchführen würden. Und dies bis zu zehn Stunden pro Tag über viele Seminarmonate, finanziert über öffentliche Förderung.

Ganz grundsätzlich gilt: EDV-unterstützte Seminararbeit ist sinnvoll und hilfreich, es gibt hervorragende digitale Kommunikationsformen, E-Learning, videounterstütztes Lernen und Webinare. Um eine gute virtuelle Lernform anzubieten, ist ein entsprechender Aufwand notwendig, damit etwa für anderthalb Stunden eine gute Lehr-/Lernsituation geschaffen wird. Allein über YouTube sind zahlreiche gute Beispiele verfügbar.

Offenbar, das zeigt uns die Kritik, geht es hier nicht um solche aufwendigen und guten Lernformen, sondern es geht vielmehr darum, dass der Teilnehmer acht oder zehn Stunden am Tag von zu Hause oder in einem EDV-Raum beim Bildungsanbieter einem virtuell zugeschalteten Dozenten zuhören soll, der in eine Webkamera spricht und dass er über diese Lernform vorher nicht genügend aufgeklärt worden ist. Weiterlesen

Attaining the German medical licence (»Approbation«) for foreign physicians

Attaining the German medical licence (»Approbation«) for foreign physiciansThe mibeg-Institut Medizin has developed an overview of the approach by foreign physicians to gain the german medical license (»Approbation«). You can download a copy here or ask for a poster size print by e-Mail.

Das mibeg-Institut Medizin hat, unterstützt durch juristische Expertise, ein Poster erstellt, das aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten den Weg zur Approbation aufzeigt. Zahlreiche Arbeits- und Anerkennungsberater haben es seit Anfang 2017 angefordert und nutzen es. Das Plakat ist aktuell wieder verfügbar und kann kostenfrei in A1 und A4 von Arbeitsberater/innen und Anerkennungsberater/innen sowie von Krankenhäusern angefordert werden. Eine kurze E-Mail genügt.

Das Poster ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar, die Übersetzung in weitere Sprachen ist in Vorbereitung.