Archiv der Kategorie: News

Lückenfüller Leiharbeit: Fluch oder Segen?

Der 25. Springer Kongress Pflege stellt das Thema Leiharbeit in der Pflege in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie die Politik reagiert und wie Arbeitgeber gefordert sind.

Die Tendenz zur Leiharbeit in der Pflege soll gestoppt werden. 2020 tritt ein Gesetz in Kraft, das die Refinanzierung von Zeitarbeit begrenzt. Das Land Berlin strebt 2020 sogar ein Verbot der Leiharbeit an. »Die Kosten für Leiharbeitnehmer sind wesentlich höher als für das Stammpersonal, die Versorgungsqualität dagegen verschlechtert sich durch Leiharbeit«, betont Sabrina Roßius, Leiterin der Intensivstation am Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe in Berlin. »Die berufliche Qualifikation der Leasingkräfte ist nicht immer transparent, und jedes Mal müssen sie neu eingearbeitet werden.« Auch Roßius und ihr Arbeitgeber befürworten das geplante Verbot, das von Pflegeverbänden und großen Kliniken der Region mitgetragen wird. Pflegedirektoren, Stationsleitungen, Mitarbeiter und Juristen diskutieren auf dem Kongress Pflege 2020 gleich in mehreren Veranstaltungen Vor- und Nachteile von Zeitarbeit, teilt der Springer Kongress mit.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung hier.

Pflege- und Ärztenotstand: Bessere Versorgung durch mehr Gesetze? 18. Kölner Sozialrechtstag

18. Kölner SozialrechtstagDie Kölner Sozialrechtstage der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln sind mittlerweile eine Institution. Der 18. Kölner Sozialrechtstag hat sich den Pflege- und Ärztenotstand zum Thema gesetzt und fragt: »Bessere Versorgung durch mehr Gesetze?« Die Veranstaltung findet am 5. März 2020 in der Universität zu Köln statt.

Unter der Tagungsleitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis, Universität zu Köln, und Rechtsanwalt Dr. Horst Bartels, Justitiar der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, referieren u.a. Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, Prof. Dr. Constanze Janda, Speyer, Prof. Dr. Martin Franzen, München, Prof. Dr. Raimund Waltermann und Prof. Dr. Stefan Greiner, Bonn. Für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales referiert LMR Dr. Frank Stollmann, für die Kassenärztliche Bundesvereinigung Dr. Andreas Gassen, und für die Deutschen Krankenhausgesellschaft der Präsident Dr. Gerald Gaß.

 

Jubiläum: 90. Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis für Ärztinnen und Ärzte

90. Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis des mibeg-Instituts Medizin

90. Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis

Wir feiern in Köln gern die Feste, wie sie fallen, und heute gab es dazu einen ganz besonderen Anlass. Heute startete das 90. Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis in Köln, mit dem sich aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auf ihre berufliche Anerkennung und ihre Integration in den deutschen Klinikarbeitsmarkt vorbereiten. Seminarleiterin Carina Schmidt freute sich über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Staffelstab aufnehmen und sicher genauso erfolgreich das Ziel erreichen werden wie die vielen Absolventen zuvor.

Die Teilnehmer wurden sehr herzlich von Institutsleiterin Barbara Rosenthal begrüßt, die auch das Foto machte. Barbara Rosenthal hat gemeinsam mit der Ärztekammer Nordrhein 1989 das Seminarkonzept entwickelt, das seitdem ununterbrochen in Köln realisiert wird. Zahlreiche vergleichbare Projekte hat das mibeg-Institut auch in Berlin, in Tübingen und in Aachen durchgeführt.

Das Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis führt die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte in das hiesige Gesundheitswesen ein, verdeutlicht das Berufsbild des Arztes in Deutschland, informiert über wichtige Berufsgrundlagen und Institutionen, von den Ärztekammern bis hin zu den Berufsverbänden und wissenschaftlichen Fachgesellschaften, qualifiziert im Bereich der medizinischen Fachsprache für Diagnostik und Therapie und vermittelt mit erfahrenen ärztlichen Dozentinnen und Dozenten wesentliche medizinische Fachinhalte, die sowohl auf die mittlerweile notwendige Prüfung im Bereich der Fachsprache und im Bereich des medizinischen Wissens (sog. Kenntnisprüfung) abzielen. Weiterlesen →

Menschenrechte in der Stadt: Veranstaltung von Amnesty International und der Stadt Köln

5.Kölner MenschenrechtsforumZu einer besonderen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, laden Amnesty International und die Stadt Köln ein. Das 5. Menschenrechtsforum unter dem Titel »Menschenrechte in der Stadt« findet am Donnerstag, 12. Dezember 2019, 19 Uhr im Forum Volkshochschule im Museum am Neumarkt statt. Gäste aus Städten, die sich zu »Menschenrechtsstädten« erklärt haben, referieren. Dazu gehören Shams Asadi aus Wien, Michele Grigolo aus Nottingham, Helga Riedl aus Nürnberg, Hans Sakkers aus Utrecht und Angelika Vauti-Scheucher aus Graz. Für Köln referiert der Bundesminister a.D. Gerhart Baum.

Hans-Albert Gehle ist der neue Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe

Die westfälische Ärzteschaft hat einen neuen Präsidenten gewählt: Dr. med. Hans-Albert Gehle, langjährig erfahrener Internist, Anästhesist und Intensivmediziner, vertritt schon seit vielen Jahren erfolgreich die Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen. Er ist Vorsitzender des Marburger Bund Landesverbandes Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz, er gehört dem Vorstand des Marburger Bund Bundesverbandes an und engagiert sich auch seit vielen Jahren bereits im Vorstand der Ärztekammer Westfalen-Lippe für die weitere Entwicklung der freien Ärzteschaft.

»Der Patient zuerst« ist Leitgedanke seines gesundheitspolitischen Handelns. Bei der Neugestaltung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen dürfe die Medizin nicht dem Diktat der Ökonomie unterliegen, Gesundheitspolitik müsse die ethischen vertretbaren Rahmenbedingungen ermöglichen, unter denen ärztliches Handeln geschieht. Ganz konkret arbeitet Hans-Albert Gehle an der Verbesserung der beruflichen Bedingungen von Ärztinnen und Ärzten in Kliniken und Praxen. Das betrifft die ärztliche Weiterbildung zum Facharzt wie auch die Arbeitszeiten, die im Krankenhaus ein bestimmtes Maß nicht überschreiten dürfen.

Das mibeg-Institut schätzt seine umfassende Erfahrung und sein ganz besonderes Engagement für eine gelingende und gute Integration der aus dem Ausland zu uns kommenden Ärztinnen und Ärzte. Er gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Programms IQuaMed an, das für die akademischen Heilberufe und für alle weiteren Gesundheitsfachkräfte Beratung und Qualifizierung zur beruflichen Anerkennung entwickelt und realisiert.

Wir gratulieren Dr. med. Hans-Albert Gehle sehr herzlich zum Präsidentenamt.