Archiv der Kategorie: News

Andreas Westerfellhaus: »Anerkennung ausländischer Berufsabschüsse vereinheitlichen und vereinfachen«

Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, hat sich auf der 91. Gesundheitsministerkonferenz am 20. und 21. Juni 2018 in Düsseldorf für eine Standardisierung und Entbürokratisierung der Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eingesetzt.

»Die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) könnte beispielsweise so gestärkt werden, dass sie bundesweit verbindliche Festlegungen treffen kann, ob im Ausland erworbene Berufsabschlüsse direkt anerkennungsfähig sind bzw. welche Inhalte noch in Anpassungslehrgängen zu vermitteln sind. Ein standardisiertes Verfahren ist unbürokratisch, verkürzt Genehmigungszeiten und trägt zu einer schnelleren Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt bei. Hier steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Ländern und muss sich deutlich verbessern.«

» Der vollständige Redetext auf der Website des Pflegebevollmächtigten hier.

Susanne Bornhöft über die Aufgaben der GfG – Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe

In einem Interview für anerkennung-in-deutschland.de berichtet Susanne Bornhöft, Leiterin der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe, über das Aufgabenspektrum und die Herausforderungen, die sich für die Gutachter und Dokumentare stellen. Die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) ist bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) angesiedelt. Sie arbeitet an Qualitätsstandards der Anerkennungsverfahren und entlastet zuständigen Behörden bundesweit.

»Die zentralen Ziele der GfG sind die Qualitätsverbesserung bei den Anerkennungsverfahren, die bundesweite Vereinheitlichung und transparente Ausgestaltung der Verfahren sowie die Unterstützung und Entlastung der zuständigen Behörden. Um diese Ziele zu erreichen, ist die Entwicklung einheitlicher Bewertungskriterien für die bundesrechtlich geregelten Gesundheitsberufe eine zentrale Aufgabe der GfG.«

CoMeD: Kommunikations-Projekt der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine Universität

Das Projekt CoMeD (Communication in Medical Education) der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat Beispielvideos (Good practice Videos) zu wichtigen Kommunikationssituationen der ärztlichen Arbeit erstellt. Die Videos verdeutlichen und illustrieren wichtige Kommunikationsthemen.

Die Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Nordrhein hat diese Videos in einen neu erstellten multimedialen »Leitfaden Kommunikation im medizinischen Alltag« integriert.

» Leitfaden Kommunikation mit Beispielvideos
» Leitfaden als PDF-Dokument oder e-paper

Als Arzt in Ostwestfalen: Absolvent des Projekts IQuaMed

Einen besonderen Service für Interessenten stellt die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge in Videoporträts auf ihrer Website vor. Die Videoporträts zeigen anschaulich den Arbeitsalltag der Mitarbeiter in den Kliniken, die zur Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge gehören.

Einer der Porträtierten ist Vladyslav Rudyi-Trypolskyi, der ursprünglich aus der Ukraine kommt. Er hat erfolgreich Sprachkurse absolviert und das Praxisseminar Humanmedizin, das die KHWE gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin unter dem Projekttitel IQuaMed in Bad Driburg durchgeführt hat, um auf die Anerkennungsprüfungen vorzubereiten. Aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte müssen in jedem Fall eine Fachsprachprüfung bestehen und häufig auch noch eine Kenntnisprüfung ablegen, bevor sie ihre Approbation als Arzt in Deutschland erhalten.

Unterstützt durch das Förderprogramm IQ hat sich Vladyslav Rudyi-Trypolskyi zielgerichtet auf seine Prüfungen in Theorie und Praxis vorbereitet. Er nahm am Praxisseminar Humanmedizin teil, gemeinsam mit zehn Kolleginnen und Kollegen, die aus verschiedenen Ländern nach Höxter gekommen sind. Unmittelbar nach Kursende hatten bereits zehn ihre Prüfungen bestanden, eine weitere Ärztin, die erst verspätet in den Kurs einsteigen konnte, hat die schwierige Prüfung vor der Ärztekammer Westfalen-Lippe beim wiederholten Anlauf gut gemeistert.

Nach Erhalt der Approbation hat er unmittelbar eine Arbeitsstelle als Assistenzarzt am Klinikum aufnehmen können. Mit wieviel Begeisterung und Engagement er dort tätig ist, dokumentiert das Video der KHWE.

Praxisseminar Pflege im Universitätsklinikum Düsseldorf bereitet auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Das dritte Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung, das gezielt in sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung führt, ist an den Start gegangen. Die fröhlich gestimmte Gruppe bereitet sich gezielt in drei Monaten Theorie und drei Monaten Praxis mit den Pflegeexperten des Universitätsklinikums Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor. Die Absolventen können in sechs Monaten als examinierte Krankenpflegekräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Das Praxisseminar Pflege ist als Modellprojekt durch das mibeg-Institut Medizin mit führenden Pflegeexperten entwickelt worden. Es bereitet aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger auf ihre berufliche Anerkennung vor. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer stellen sich am Ende der Fortbildung einer anspruchsvollen Kenntnisprüfung unter Vorsitz des Landesprüfungsamtes.

Mit dem Praxisseminar Pflege ist ein Anerkennungsweg geschaffen worden, der die oft langwierigen, bis zu 19 Monate dauernden Fortbildungen ablöst und eine rasche und strukturierte Qualifizierung darstellt. Der Termin der Kenntnisprüfung gegen Kursende bietet zugleich große Planungssicherheit für die berufliche Anerkennung. Zuvor mussten aus dem Ausland kommende Krankenpfleger, die sich einer Kenntnisprüfung stellen mussten, oft lange auf einen Prüfungstermin warten. Weiterlesen →