Anerkennung: Ärzte

Der Weg zur Approbation: Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung

Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung

Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung

»Smile!« ist nicht nur das Motto, das eine teilnehmende Ärztin auf ihrem T-Shirt trägt, »Smile!« war auch zum Kursauftakt im mibeg-Institut Medizin vorherrschend. Ein großes Dozententeam, bestehend aus leitenden Ärztinnen und Ärzten, bereitet die Kursteilnehmer auf die Kenntnisprüfung und auf die Ausübung der ärztlichen Berufstätigkeit in Deutschland vor. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Teilnehmer an die Erfolge unserer Absolventen anknüpfen und schnell die Approbation erlangen.

Mehr als 5.000 ärztliche Fachsprachprüfungen in Westfalen-Lippe durchgeführt

Anfang 2014 hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe ärztliche Fachsprachprüfungen eingerichtet und seitdem kontinuierlich durchgeführt, um aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit zu bieten, ihre medizinischen Fachsprachkenntnisse darzulegen. Das erfolgreiche Prüfungsszenario umfasst sowohl mündliche als auch schriftliche Kommunikationsanteile und berücksichtigt das Gespräch mit dem Patienten gleichermaßen wie mit dem ärztlichen Fachkollegen.

Bis Anfang Juni 2019 sind seitdem 5.137 ärztliche Fachsprachprüfungen durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt worden. Dies berichtete Jürgen Herdt, Stabsstelle für Planung und Entwicklung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, kürzlich in einem Expertenseminar zum Approbationsrecht des mibeg-Instituts Medizin. Die Ärztekammer verfügt damit bei  Fachsprachenprüfungen über einen sehr großen Erfahrungsschatz. Die ärztliche Fachsprachprüfung in Nordrhein-Westfalen – in diesem Bundesland werden die Prüfungen von zwei Landesärztekammern abgenommen – gilt als etabliert, unabhängig und fachlich adäquat.

Durch die abnehmende Zahl der Krankenhäuser und die hohen Leistungsanforderungen der verbleibenden Kliniken entwickelt sich bei der Stellensuche die erfolgreich abgelegte Fachsprachprüfung vor einer anspruchsvollen Prüfungskommission zunehmend zum Bewerbungsvorteil: Es mehren sich Rückmeldungen, dass in Vorstellungsgesprächen gezielt gefragt wird: »In welchem Bundesland haben Sie Ihre Approbation erworben, und wo haben Sie Ihre Fachsprachprüfung abgelegt?«

122. Deutscher Ärztetag fasst Beschlüsse zur beruflichen Anerkennung von Ärztinnen und Ärzten aus Drittländern

Der 122. Deutsche Ärztetag in Münster hat sich erneut zum Themenbereich der beruflichen Anerkennung von im Ausland erworbenen Medizinexamen geäußert. Bereits zuvor hatte sich der 121. Deutsche Ärztetag im vergangenen Jahr intensiv mit dieser Thematik befasst, wir berichteten.

  • Der 122. Ärztetag fordert den Vorstand der Bundesärztekammer erneut auf, die Etablierung eines Registers von Ärztinnen und Ärzten mit nichtbestandenen Kenntnisprüfungen bei den zuständigen Stellen zu unterstützen.
    Der Ärztetag fordert einen Datenaustausch zwischen zuständigen Stellen, da sonst eine unerlaubte Wiederholung von Prüfungen möglich ist. Kenntnisprüfungen können maximal zweimal wiederholt werden, danach ist eine erneute Antragstellung in Deutschland nicht mehr möglich.
  • Der Ärztetag fordert den Vorstand der Bundesärztekammer auf, eine bundesweit einheitlich Prüfung für Ärztinnen und Ärzten aus Drittstaaten analog zum dritten deutschen Staatsexamen zu unterstützen.
    Nur so, sagt der Ärztetag, kann ein sicherer Patientenschutz gewährleistet werden.
  • Der Vorstand der Bundesärztekammer wird aufgefordert, vom Gesetzgeber dringend konkrete Maßnahmen zu fordern, welche die Ableistung des dritten Staatsexamens im Rahmen der Gleichwertigkeitsfeststellung grundsätzlich voraussetzen.

Deutlich wird, dass die verfasste Ärzteschaft ein bundeseinheitliches, klar definiertes Verfahren für Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten einfordert, die ihr Examen im Herkunftsland abgelegt haben. Ein nahezu bundesweit einheitlicher Standard wurde bereits über die Landesärztekammern bei der ärztlichen Fachsprachprüfung erreicht, wir berichteten.

Bei der Gleichwertigkeitsfeststellung fordert die Ärzteschaft eine höhere Qualität bei der Feststellung des Kenntnisstandes. Damit scheiden reine Gleichfertigkeitsfeststellungen über Dokumentenprüfung aus, da solche Verfahren auch als betrugsanfällig kritisiert wurden. Nicht ausreichend wird ebenso der Weg über Gutachten angesehen.

Schließlich wird der inhaltliche Anspruch markiert, der erreicht werden soll, »analog zum dritten Staatsexamen«, und damit wird auch gesagt, dass Staatsexamensprüfungen nicht an private Bildungsanbieter delegiert werden können, die hier ein Geschäftsmodell sehen.

Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung: Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern

Vorbereitung auf die Fachsprachprüfungen für akademische Heilberufe

Vorbereitung auf die Fachsprachprüfungen für akademische Heilberufe

Andreas Höffken, Geschäftsführer unseres Kooperationspartners Marburger Bund, und die Seminarleiterinnen Dr. Luisa Heinrichs und Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin begrüßten eine muntere, aus vielen Ländern Europas stammende Gruppe von Ärzten und Zahnärzten, die sich im mibeg-Institut auf die Fachsprachprüfung vor ihrer jeweiligen Landesärztekammer bzw. Landeszahnärztekammer vorbereiten.

Ärzte und Zahnärzte lernen in jeweils eigenen Intensivkursen gezielt für die fachsprachliche Prüfung. Dabei fungieren deutsche Fachkollegen, die am Institut einen Lehrauftrag wahrnehmen, als Dozenten. Zum Gesprächsaustausch und zum Fototermin kommen die Teilnehmer gern zusammen und bilden eine große internationale Gruppe.

Ihr Studium haben sie in Italien, Spanien, in der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien oder Ungarn abgeschlossen, oder sie haben das Studium der Human- oder Zahnmedizin in der Türkei, in Russland, in Chile, Ägypten, im Iran oder in Syrien absolviert. Alle sind in Bezug auf ihre Anerkennung gut beraten worden und haben sich bei den zuständigen Stellen gemeldet und ihre Unterlagen prüfen lassen. Für die jeweilige Prüfung vor der Ärztekammer oder Zahnärztekammer werden sie durch die zuständige Stelle angemeldet. Die vierwöchigen Intensivkurse Fachsprache Medizin und Fachsprache Zahnmedizin bereiten gezielt auf das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfung vor. Nach bestandener Prüfung erfolgt dann für die meisten europäischen Kollegen die Erteilung der Approbation, andere wiederum arbeiten zunächst mit Berufserlaubnis und legen dann die Kenntnisprüfung ab, um die Approbation zu erlangen.

Vorbereitungskurse auf die Approbation für Ärzte, Apotheker und Zahnärzte

Vorbereitungskurse auf die Approbation im mibeg-Institut Medizin

Vorbereitungskurse auf die Approbation im mibeg-Institut Medizin

Im mibeg-Institut Medizin finden zurzeit zahlreiche Vorbereitungskurse statt, die auf die Fachsprachprüfungen und die Kenntnisprüfungen vorbereiten. Gezielt werden in verschiedenen Kursen Apothekerinnen und Apotheker, Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte vorbereitet. Alle diese Kurse werden unter dem Programmtitel IQuaMed geführt, und unter diesem Titel startete das mibeg-Institut Medizin im Januar 2015, unterstützt durch das Förderprogramm IQ / IQ Netzwerk mit Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds, die Entwicklung und Realisierung von Qualifizierungsprojekten für alle akademischen Heilberufe und Gesundheitsfachberufe.

Seitdem qualifizieren sich aus dem Ausland kommende Fachkräfte in den Bereichen Medizin, Pharmazie, Zahnmedizin, aber auch Physiotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege oder Ergotherapie. Alle Teilnehmer werden zuvor intensiv beraten und können an dem kostenfreien Seminar »Wege zur Anerkennung« teilnehmen.

Vor kurzem haben wir zahlreiche Gäste zum 100. Infotag eingeladen, darüber berichtete auch anerkennung-in-deutschland.de und auch anerkennung-medizin.de, jetzt konnte bereits das 200. Informationsseminar durchgeführt werden. Mit dem Programm, das erfolgreich auf die anspruchsvollen Prüfungen vorbereitet und mit dem fast 85% der Absolventen direkt die erforderlichen Prüfungen bestehen, wurden über 2000 Anerkennungssuchende aus 80 Ländern erreicht. Viele unserer Teilnehmer stellten sich spontan in der Frühlingssonne zum Foto auf, und das Foto ist eine kleine Referenz an ein IQuaMed-Bild, mit dem wir unsere Freude über den Weltrekord zeigen wollten, den unsere aus dem Ausland kommenden Absolventen zusammen mit der Uniklinik Köln und den Rettungsfachkräften in der Region aufgestellt haben. Weiterlesen