Anerkennung: Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege

NRW bekommt eine Pflegekammer

Eine überwältigende Mehrheit von 79 Prozent hat sich bei einer Umfrage unter 1500 Pflegefachkräften für die Etablierung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Mit der Einrichtung einer Pflegekammer in NRW erhalten die knapp 200.000 Pflegefachkräfte in Nordrhein-Westfalen eine klare Stimme, die für die beruflichen Belange und Qualitätsstandards eintreten kann. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll kurzfristig auf den Weg gebracht werden.

Die Pflegekammer wird Standards etablieren, Fortbildungsangebote sichern und berufsfachliche Prüfungen abnehmen. Die Mitgliedschaft für alle examinierten Pflegekräfte ist verbindlich. Damit wird zugleich eine starke Anwaltschaft nicht nur für die inländischen Pflegekräfte, sondern auch für aus dem Ausland kommende Fachkräfte in der Pflege ermöglicht. Die weitere Professionalisierung und Akademisierung werden zu den Themen genauso gehören wie das Einstehen für mehr Ressourcen und eine bessere Vergütung der pflegerischen Leistungen.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

NRW bekommt eine Pflegekammer: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Quelle: MAGS

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Wort gehalten. Er hat bereits seit Jahren Unterstützung zugesagt, damit die Pflegefachkräfte in NRW eine stärkere Stimme für ihre eigenen berufsständischen Belange erhalten. So sagte Minister Laumann zu RP online: »Die Kammer wird die Macht der Pflegekräfte stärken, in der deutschen Gesundheitspolitik wird zu oft über Pflege gesprochen, ohne dass die Pflege mit am Tisch sitzt.« Weiterlesen

Andreas Westerfellhaus: »Anerkennung ausländischer Berufsabschüsse vereinheitlichen und vereinfachen«

Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, hat sich auf der 91. Gesundheitsministerkonferenz am 20. und 21. Juni 2018 in Düsseldorf für eine Standardisierung und Entbürokratisierung der Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eingesetzt.

»Die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) könnte beispielsweise so gestärkt werden, dass sie bundesweit verbindliche Festlegungen treffen kann, ob im Ausland erworbene Berufsabschlüsse direkt anerkennungsfähig sind bzw. welche Inhalte noch in Anpassungslehrgängen zu vermitteln sind. Ein standardisiertes Verfahren ist unbürokratisch, verkürzt Genehmigungszeiten und trägt zu einer schnelleren Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt bei. Hier steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Ländern und muss sich deutlich verbessern.«

» Der vollständige Redetext auf der Website des Pflegebevollmächtigten hier.