Anerkennung: Gesundheitsfachberufe

Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«: Wir beraten Sie gern online

Zahlreiche Anfragen erreichen uns von Angehörigen eines akademischen Heilberufs oder eines anderen Gesundheitsfachberufs, die ihre berufliche Anerkennung in Deutschland anstreben. Aufgrund der Pandemie-Situation ist es zurzeit nicht möglich, das Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« in Präsenzform durchzuführen.

Um die vielen Anfragen aber beantworten zu können, sind wir für Sie da, um Sie telefonisch, per Skype oder per E-Mail zu beraten. Das Projektteam IQuaMed steht Ihnen wie gewohnt jeden Dienstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr für Ihre Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen zu diesem kostenfreien Beratungsangebot finden Sie hier.

Gesundheitsfachberufe: Eckpunkte zur Neuordnung vorgestellt, Finanzierung noch offen?

Gleich für zehn Gesundheitsfachberufe haben Bund und Länder am 4. März 2020 Eckpunkte zu einer Modernisierung und Neuordnung vorgelegt. Themenschwerpunkte sind dabei die Abschaffung des Schulgeldes, die Einführung einer Ausbildungsvergütung, die Schaffung einheitlicher Qualitätsstandards für die Ausbildung, Fragen einer Akademisierung sowie die Fragen der Finanzierung.

Um diese Gesundheitsfachberufe geht es:

  • Diätassistentin und Diätassistent,
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut,
  • Logopädin und Logopäde,
  • Masseurin und medizinische Bademeisterin und Masseur und medizinischer Bademeister,
  • Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik und Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik,
  • Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin und Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent,
  • Medizinisch-technische Radiologieassistentin und Medizinisch-technischer Radiologieassistent,
  • Orthoptistin und Orthoptist,
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut sowie
  • Podologin und Podologe.

Bei den parallel zu den Beratungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe gelaufenen Gesetzgebungsvorhaben zu den Ausbildungen für die Pharmazeutisch-technische Assistenz und die Anästhesietechnische Assistenz sowie die Operationstechnische Assistenz wurden bereits unterschiedliche Aspekte der Erörterungen von Bund und Ländern zum Gesamtkonzept berücksichtigt.

Das Papier »Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe« finden Sie hier.

Allerdings gibt es noch Beratungsbedarf zur Finanzierung. So schrieb die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz: »Während die entsprechende Gesetzgebung beim Bundesministerium für Gesundheit liegt, fallen die Kosten allein bei der Landeswissenschaftsseite an.« Laut dem Bildungsblog, der aus dem Brief der KMK-Präsidentin zitiert, werde im Schreiben mit der Reduzierung der Studienplatzkapazitäten in der Medizin gedroht.

Bezirksregierung Münster in NRW ab 2020 erneut allein zuständig für die Anerkennung der Gesundheitsberufe

Nach dem Beschluss des Landeskabinetts NRW ist es jetzt auch offiziell: Die Anerkennung  ausländischer Abschlüsse in Gesundheitsberufen soll ab 2020 zentral durch die Bezirksregierung Münster erfolgen. Antragsteller wenden sich künftig direkt an die entsprechende Abteilung bei der Bezirksregierung Münster. Nicht nur Gesundheitsfachkräfte wie Gesundheits- und Krankenpfleger, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten bekommen dann dort auf Antrag ihren entsprechenden Bescheid, sondern auch Angehörige akademischer Heilberufe, zu denen Ärzte, Zahnärzte und Apotheker gehören.

Dass die Zuständigkeit für diese Bereiche nach Westfalen geht, gehört sicher zu den Lieblingsprojekten des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann, der sich die Beschleunigung von Anerkennungsverfahren ganz oben auf die politische Agenda gesetzt hat. Was der Öffentlichkeit jetzt allerdings als Ende der »Zersplitterung« vorgestellt wird, ist nichts anderes als die Verlagerung von Düsseldorf nach Münster. Alle Gesundheitsfachberufe waren in den letzten Jahren zentral bei der Bezirksregierung Düsseldorf in der Verwaltungszuständigkeit, und dort ist auch das Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie angesiedelt.

Dezentral organisiert, also verteilt über fünf Bezirksregierungen in NRW, war lediglich die Zuständigkeit für die akademischen Heilberufe. Da das ständige politische Auf und Ab zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung, das natürlich auch mit entsprechenden Kosten verbunden ist, bürgernah präsentiert werden muss, wird das Ganze mit dem Anspruch der Beschleunigung der Verfahren begründet. Zudem soll Münster nicht das neue Reiseziel für Antragsteller werden, da die Anträge zukünftig vor allem digital bearbeitet werden sollen.

Die Beauftragung der Bezirksregierung Münster, die die Verfahren bereits vor einigen Jahren zentral für NRW verantwortete, setzt voraus, dass auch entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden, sowohl im Personalbereich als auch im Bereich der Sachausstattung, insbesondere im Bereich der EDV. Hierzu wurde allerdings bislang nichts verlautbart.

Bei einer Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums Ende 2018 hat das mibeg-Institut Medizin bereits in Bezug auf die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG deutlich gemacht, dass die wünschenswerten schnelleren und transparenteren Anerkennungsverfahren nicht nur politisch gefordert werden sollten, sondern dass die mit der Abwicklung beauftragten zuständigen Stellen auch mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet werden müssen. Weiterlesen

Gesundheitsfachkräfte aus 81 Ländern nehmen am Programm IQuaMed teil

IQuaMed: Teilnehmerinnen aus Teilnehmer aus 70 LändernDie Gesundheitsfachkräfte, die an Qualifizierungen des Programms IQuaMed teilnehmen, kommen aus der ganzen Welt nach Deutschland – aktuell sind es über 80 Länder!

Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Belarus, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Burundi, Chile, China, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Eritrea, Estland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Guinea, Honduras, Indien, Indonesien, Israel, Irak, Iran, Italien, Japan, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Kuba, Lettland, Libanon, Libyen, Marokko, Mauritius, Mazedonien, Mexiko, Mongolei, Montenegro, Niederlande, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Gebiete, Panama, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Saudi-Arabien, Serbien, Spanien, staatenlos, Sudan, Syrien, Taiwan, Thailand, Tunesien, Türkei, Uganda, Ukraine, Ungarn, USA, Usbekistan, Venezuela.

Informationsseminar Wege zur Anerkennung: mit besten Berufsperspektiven ins neue Jahr

Infoseminar Wege zur Anerkennung 2019

Infoseminare Wege zur Anerkennung 2019

25 Gesundheitsfachkräfte und Angehörige eines akademischen Heilberufs informieren sich heute im mibeg-Institut Medizin über die Möglichkeiten der beruflichen Anerkennung, über ihre Berufsperspektiven und über die Qualifizierungsmöglichkeiten, die rasch zu einer beruflichen Anerkennung verhelfen, darunter heute vor allem Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, aber auch Physiotherapeuten, MTLAs, MTRAs und Gesundheits- und Krankenpfleger. Viel Spaß machte beim Fototermin die Bemerkung eines Teilnehmers, ein Entbindungspfleger sei nicht darunter, eine Spezies, die ohnehin in Deutschland eher selten vertreten ist. Die Anerkennungsinteressierten kommen aus vielen Ländern dieser Erde, so aus China, Mexiko, Syrien, Mazedonien, Bosnien, dem Irak, Indien und aus Venezuela.

Alle Teilnehmer des Seminars planen ihre nächsten Schritte zur beruflichen Anerkennung und wollen sich gezielt auf Fachsprachprüfungen oder Kenntnisprüfungen vorbereiten. Einige suchen die Möglichkeit, einen individuellen Anpassungslehrgang zu absolvieren oder sich über eine modulare oder kompakte Kursform auf ihre berufliche Anerkennung vorzubereiten. Unterstützt durch Anerkennungsberaterinnen bekommen die Teilnehmer wichtige Information zur beruflichen Integration.

Wir wünschen allen, dass ihr größter Wunsch zum neuen Jahr schnell in Erfüllung geht und sie ihre Berufszulassung bekommen, um im deutschen Gesundheitswesen arbeiten zu können.

Die für die Teilnehmer kostenfreien Informationsseminare werden regelmäßig durch das mibeg-Institut Medizin angeboten, die Übersicht über die nächsten Termine finden Sie hier.