Anerkennung: Marburger Bund

Marburger Bund nimmt Stellung zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Zum Referentenentwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes hat auch der Marburger Bund Bundesverband Stellung genommen (vgl. Marburger Bund Zeitung 18/2018). Dabei gäbe es, so der Marburger Bund, durchaus gute Ansätze, aber nach wie vor auch noch problematische Punkte. Als besonders problematisch erachtet der Marburger Bund, »dass die gesetzlichen Fristen für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Referentenentwurf noch einmal deutlich verkürzt werden, ungeachtet der bereits jetzt bestehenden großen Probleme.«

Es sei unerlässlich, so der Marburger Bund, dass die Rahmenbedingungen insgesamt so gestaltet werden, dass »Zuwanderungswillige ein klares und transparentes System vorfinden, in dem sie sich auch ohne Hilfe durch Dritte, wie etwa Arbeitsvermittler oder Rechtskundige, zurecht finden können.«

Eine ausführliche Dokumentation der Stellungnahme ist in Vorbereitung.

Fachtagung des Bundesministeriums für Gesundheit »Zuwanderung als Patentlösung für die Fachkräftesicherung im deutschen Gesundheitswesen?«: Experten plädieren für optimierte Anerkennungsverfahren und hohe Qualitätsstandards

Fachtagung des Bundesministeriums für Gesundheit: »Zuwanderung als Patentlösung für die Fachkräftesicherung im deutschen Gesundheitswesen?«

Fachtagung des Bundesministeriums für Gesundheit: »Zuwanderung als Patentlösung für die Fachkräftesicherung im deutschen Gesundheitswesen?«

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 27. November 2018 in Berlin eine Fachtagung ausgerichtet. Rund 250 Teilnehmer folgten der Einladung. Insbesondere standen Fragen des Anerkennungsrechts, der Verfahrenspraxis und der Anerkennungsqualifizierung im Mittelpunkt. Die unter Federführung von saaris e.V. organisierte Tagung fand in Zusammenarbeit mit dem für die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse zuständigen Fachreferat des Bundesbildungsministeriums statt.

Eröffnet wurde die Fachtagung durch die Gesundheitsministerin des Saarlandes, Monika Bachmann, und durch den Leiter der Zentralabteilung Europa und Internationales des Bundesministeriums für Gesundheit, Ingo Behnel.

Wie gelingt die Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit?

Eine der zentralen Fragen des Forums griff Dr. Joachim Seybold, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité Universitätsmedizin Berlin, auf und führte aus, dass berufliche Integration sich an hohen fachlichen und sprachlichen Qualitätsanforderungen ausrichten müsse und sehr gut kontinuierlich gelingen könne, wenn der Anerkennungsprozess fachlich-kollegial adäquat begleitet wird.

Ein klares Plädoyer für hohe Qualitätsstandards

Tobias Nowocyzn, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, konstatierte, dass die Erlangung der Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auf einer profunden Prüfung der Voraussetzungen beruhen müsse. Hier hätten die Fachsprachprüfungen der Landesärztekammern zur Qualitätssicherung beigetragen ebenso wie die durch Universitätsklinika durchgeführten Kenntnisprüfungen. Tobias Nowoczyn verwies darauf, dass in vielen anderen Ländern die Ablegung eines Examens notwendige Voraussetzung für die Erteilung einer Berufszulassung sei. In den USA beispielsweise könne keine ärztliche Tätigkeit ausgeübt werden, ohne dass zuvor das amerikanische Examen vollständig abgelegt worden sei. Dies setze selbstverständlich die exzellente Kenntnis der Landessprache voraus. Bei Anerkennungsverfahren gelte es immer, sich an hohen Qualitätsstandards zu orientieren. Die Verfahren über Gutachterpraxen bzw. die Prüfung nach Papiervorlage könnten immer auch fehleranfällig sein. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer verwies damit zugleich auf die Forderungen sehr vieler Landesärztekammern und die Beschlussfassungen des 121. Deutschen Ärztetags zu dieser Thematik.

Anerkennungsqualifizierungen können rasch, kostengünstig und effektiv sein

Expertenforum zur erfolgreichen Qualifizierung und Integration von ausländischen Ärztinnen und Ärzten auf der Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums · Foto: Andrew Grauman / nplusevent

Expertenforum zur erfolgreichen Qualifizierung und Integration von ausländischen Ärztinnen und Ärzten auf der Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums · Foto: Andrew Grauman / nplusevent

Barbara Rosenthal, mibeg-Institut Medizin, zeigte auf, dass sich Anerkennungsqualifizierungen an hohen Qualitätsstandards ausrichten müssten. Ihr Institut habe Gesundheitsfachkräfte aus 80 Ländern beraten und auf ihre berufliche Anerkennung vorbereitet. Die aus dem Ausland kommenden medizinischen Fachkräfte entfalteten einen großen kulturellen Reichtum, aber in Hinblick auf das Ziel der Anerkennungsqualifizierungen, Gleichwertigkeit im angestrebten Berufsfeld zu erlangen, sei dies nicht der Fokus. Nationalität sei keine Kategorie der Medizin, sondern Wissenschaftlichkeit, Evidenzbasiertheit und das Wohl des Patienten. Beim ärztlichen Handeln komme es auf das bestmögliche Tun an. Von daher bedürfe es immer der hohen sprachlichen, fachsprachlichen und fachlichen Kompetenz bei der Patientenversorgung. Dass dies rasch, kostengünstig und effektiv realisiert werden kann, belegen die Programme des mibeg-Instituts. Weiterlesen

Intensivkurs Fachsprache Medizin

Wir haben unsere Teilnehmer nach Beendigung des Seminars gefragt, was ihnen besonders gefallen hat. »Mir hat die gesamte Atmosphäre sehr gut gefallen, das Kursklima, die Mitarbeiter des mibeg-Instituts Medizin und die Dozenten«. Ein anderer Teilnehmer schrieb uns: »Mir hat die Struktur, die Realität besonders gut gefallen. Das Ziel ist nicht nur, für die Prüfung zu lernen, sondern die Teilnehmer auf die medizinische Arbeit Deutschland vorzubereiten.« »Die Vielfalt der Lehrmethoden war interessant im Zusammenhang mit der Thematik.« »Die Integration der Teilnehmer war sehr gut.« »Die Organisation.« »Die vielen ärztlichen Dozenten.« »Die Unterhaltung zwischen den Teilnehmern und den Dozenten.« »Die Rollenspiele und Übungen und das Videotraining.« Die Teilnehmer gaben an, dass die Qualfizierung ihnen hilft, leichter einen Arbeitsplatz zu finden. Wir bedanken uns sehr herzlich für das positive Feedback. Es ist auch für uns eine große Freude, mit hochmotivierten Teilnehmern zusammenarbeiten.

Das Seminar Intensivkurs Fachsprache Medizin wurde vom mibeg-Institut Medizin gemeinsam mit Ärztekammern bereits 2003 entwickelt und wird seitdem kontinuierlich angeboten. Das nächste Seminar in Kooperation mit dem Marburger Bund Landesverband Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz startet in Kürze, die Termine finden Sie hier.

Ruth Wichmann: »Eine Vereinheitlichung der Fachsprachprüfung auf hohem Niveau macht Sinn«

Ruth Wichmann, Leiterin Auslandsreferat Marburger Bund Bundesverband

Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats Marburger Bund Bundesverband, ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed

Die Leiterin des Auslandsreferats beim Marburger Bund, Ruth Wichmann, hat der Zeitschrift »f&w – Führen und Wirtschaften im Krankenhaus« ein Interview gegeben. Ruth Wichmann plädiert in dem Interview mit Lena Reseck unter dem Titel »Die Guten aussieben« eindringlich für ein »zentralisiertes Vefahren, denn die Gleichwertigkeitsprüfung ist eine komplexe Aufgabe, die hohen Sachverstand erfordert. Jeder Antragsteller soll sich künftig direkt an die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) wenden können, wenn er die Gleichwertigkeit seines Abschlusses bewerten lassen möchte. Dann würde die unrechtmäßig eingezogene Hürde, einen Stellennachweis erbringen zu müssen, endlich entfallen, und es könnte sich ein effizientes und transparentes Prüfsystem etablieren. Dafür müsste man die GfG natürlich mit ausreichend Fachpersonal ausstatten. Das ist unsere politische Forderung, der beim Ärztetag in Erfurt im Mai zugestimmt wurde.« Weiterlesen

Marburger Bund und mibeg-Institut Medizin: Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung

Intensivkurs Fachsprache Medizin im mibeg-Institut Medizin in Kooperation mit dem Marburger Bund

Fachsprachkurs Medizin des Marburger Bundes und des mibeg-Instituts Medizin

Dass Lernen in fröhlicher Runde natürlich viel mehr Spaß macht, zeigte sich direkt zu Beginn des neuen Intensivkurses Fachsprache Medizin, den der Marburger Bund und das mibeg-Institut Medizin für Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt anbietet.

Die Ärztinnen und Ärzte, hier auf den Fotos gemeinsam mit der ärztlichen Kursleitung, Dr. med. Karin Gömann (ganz links im Bild) zu sehen, absolvieren ein Intensivtraining zur Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung vor ihrer zuständigen Landesärztekammer. Die meisten Teilnehmer werden ihre Fachsprachprüfung vor der Ärztekammer Nordrhein, der Ärztekammer Westfalen-Lippe oder der Bezirksärztekammer Rheinhessen ablegen. Dr. Karin Gömann begrüßte die Teilnehmer gemeinsam mit Carina Schmidt für das mibeg-Institut Medizin ganz herzlich. Ein weiteres herzliches Grußwort sprach Andreas Höffken, Geschäftsführer des Marburger Bunds Landesverband Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz. Weiterlesen