Anerkennung: mibeg-Institut Medizin

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: »Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden. Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann«

Ein richtungweisendes Interview hat Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister, aktuell der Rheinischen Post gegeben. Neben dem umfangreichen Hilfsprogramm, das die Bundesregierung derzeit zur Unterstützung des Arbeitsmarktes schnell und unbürokratisch auf den Weg bringt, äußerte der Minister sich auch zur Entprivatisierung von Krankenhäusern. Zwar hätten die Kommunen das Entscheidungrecht, aber es gäbe auch, so der Minister, eine staatliche Gewährleistungspflicht: »Wir müssen den öffentlichen Bereich stärken. Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden. Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann.«

Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«: Wir beraten Sie gern online

Zahlreiche Anfragen erreichen uns von Angehörigen eines akademischen Heilberufs oder eines anderen Gesundheitsfachberufs, die ihre berufliche Anerkennung in Deutschland anstreben. Aufgrund der Pandemie-Situation ist es zurzeit nicht möglich, das Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« in Präsenzform durchzuführen.

Um die vielen Anfragen aber beantworten zu können, sind wir für Sie da, um Sie telefonisch, per Skype oder per E-Mail zu beraten. Das Projektteam IQuaMed steht Ihnen wie gewohnt jeden Dienstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr für Ihre Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen zu diesem kostenfreien Beratungsangebot finden Sie hier.

Marburger Bund Hessen und mibeg-Institut Medizin: Der Weg zur Approbation

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Auf große Resonanz stieß das Angebot des Marburger Bundes Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin ein Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auszurichten: »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland«, lautete der Titel der Veranstaltung.

Welche Dokumente benötigt die Behörde, bei der ich meinen Antrag auf Approbation stelle? Welche deutschsprachlichen Kenntnisse werden von mir gefordert auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich mich am besten auf eine Fachsprachprüfung vorbereiten? Wie läuft eine Kenntnisprüfung ab, und welche Seminare kann ich wählen, wenn ich mich optimal auf die Prüfung vorbereiten will? Welche Literatur wird empfohlen? Welche Anforderungen stellen Klinikarbeitgeber an eine/n Assistenzarzt oder -ärztin? Was muss ich beachten, wenn ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben will? Wie ist der Klinikalltag organisiert? Welche Arbeitszeiten kommen auf mich zu, welche Nachtdienste und Wochenenddienste? Wie werde ich Facharzt oder Fachärztin in Deutschland? Was ist mit ärztlicher Weiterbildung gemeint?

Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden durch die Justiziarin Veronika Putzmann-Heidenwag, Arbeitsrechtlerin, Marburger Bund Hessen, und Anerkennungs- und Bildungsexpertin Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin beantwortet. Carina Schmidt hielt einen umfassenden Vortrag über den Weg zur Approbation in Deutschland und hatte auch zahlreiche Informationsmaterialien mitgebracht, darunter das vielgenutzte Anerkennungsposter zur Approbationserlangung sowie das Poster des mibeg-Instituts und des Marburger Bundes zur Fachsprachprüfung.

»Nichts ist so wichtig wie eine gute und umfassende Information vorab«, könnte als Motto der Veranstaltung gelten, und das der Marburger Bund Hessen einen solchen umfassenden Service anbietet, fanden die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte äußerst hilfreich.

Neben zahlreichen Informationen und Tipps für eine gute Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen wurden auch kritische Themen angesprochen. So nehmen in Hessen zurzeit noch einige Kursanbieter selbst Fachsprachprüfungen ab. Fachsprachprüfungen durch die Landesärztekammer Hessen mit dem entsprechenden qualitativen Standard, der in anderen Bundesländern längst üblich ist, werden bedauerlicherweise immer noch nicht angeboten, sind aber in Vorbereitung.

Ein bundesweit einheitlicher Standard für Ärztinnen und Ärzte, die entweder aus EU-Staaten oder aus Drittstaaten zu uns kommen, ist hilfreich, verhindert Approbationstourismus und führt auch bei Kursgebühren und Kursinhalten zu einer besseren Vergleichbarkeit für die Interessenten. Dieser einheitliche Standard ist nahezu erreicht im Bereich der ärztlichen Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, von daher ist es zu begrüßen, wenn auch das Bundesland Hessen seine Verfahrenspraxis entsprechend ausrichtet. Eine qualitative Verbesserung besteht ab dem 1. Januar 2020 in Hessen darin, dass mindestens ein Deutschzertifikat im Bereich der medizinischen Fachsprache auf dem Niveau C1 vor der Erteilung einer Berufserlaubnis vorliegen muss, wobei das Zertifikat nur in Kopplung mit einem vom Goethe-Institut oder von der telc GmbH B2-Deutsch-Zertifikat anerkannt wird. Für eine dauerhafte Integration der aus dem Ausland willkommen geheißenen Ärztinnen und Ärzte und für die gesundheitliche Versorgung der Patienten ist eine solche Angleichung an die Standards anderer Bundesländer ein wichtiger Schritt.

Für die Veranstalter gab es zum Abschluss des Seminars viel Lob für das gezeigte Engagement. Der Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin versprachen, solche Seminare regelmäßig zu veranstalten.

Vorbereitungskurs auf die ärztliche Kenntnisprüfung

Intensivseminar Humanmedizin

Intensivseminar Humanmedizin: Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung im mibeg-Institut

Eine intensive und rasche Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung haben diese Teilnehmer mit einem Seminar im mibeg-Institut gewählt. Ärztliche Dozentinnen und Dozenten, die als Chef- und Oberärzte in deutschen Kliniken tätig sind, sowie auf Medizinrecht spezialisierte Juristen bereiten die Teilnehmer in vier Wochen gezielt auf die Kenntnisprüfung zur Erlangung der ärztlichen Approbation vor.

Die Ärztinnen und Ärzte kennen das mibeg-Institut bereits gut: Viele haben sich hier im Institut erfolgreich auf die Fachsprachprüfung vor der Landesärztekammer vorbereitet und anschließend mit Berufserlaubnis in Kliniken gearbeitet. Nun steht der letzte Step bevor, die Teilnahme an einer durch das Landesprüfungsamt organisierten Kenntnisprüfung.

Größter Wunsch aller Teilnehmenden am 43. Intensivkurs Humanmedizin für 2020 ist die schnellstmögliche Erlangung der deutschen Approbation für eine kontinuierliche ärztliche Tätigkeit bei uns. Wir sind sicher, dass auch dieser Schritt erfolgreich gemeistert wird!

Antibiotika im ärztlichen Praxisalltag

Zur Kenntnisprüfung, die aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ablegen, gehören immer auch Themen aus dem Gebiet der klinischen Pharmakologie. In unseren Seminaren wundern sich die Ärzte, die sich auf eine solche Prüfung vorbereiten, häufig über den umfangreichen und unkritischen Gebrauch von Antibiotika in unserem Land.

Eine wichtige Fortbildung bietet die Ärztekammer Nordrhein gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein hierzu an. Dr. med. Martina Levartz, Geschäftsführerin des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen, eine Einrichtung beider Körperschaften, lädt am Freitag, 14. Februar 2020 in das Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf ein zur Fortbildung »Aktuelles zum Umgang mit Antibiotika im Praxisalltag«. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Eine Anmeldung ist erforderlich über eine E-Mail an iqn@aekno.de.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie über diesen Link.