Anerkennung: Programm IQuaMed

Programm IQuaMed: Anerkennungsqualifizierungen 2019 starten

Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, müssen sich wie alle weiteren Angehörige reglementierter Gesundheitsberufe ihren Beruf anerkennen lassen. Zuvor müssen die fachsprachlichen Kenntnisse, teilweise aber auch die fachlichen Kenntnisse auf die Gleichwertigkeit hin geprüft und sogenannte Anerkennungsprüfungen absolviert werden. Das mibeg-Institut Medizin bereitet mit vielen Partnern aus dem Gesundheitswesen auf diese Anerkennung vor.

Ab dem 8. Januar starten wieder unsere Informationsseminare »Wege zur Anerkennung«. Hier beraten wir Interessentinnen und Interessenten, wie sie ihre berufliche Anerkennung erreichen können, welche Schritte erforderlich sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Auf diesen Informationsseminaren erfahren Sie zugleich, welche Qualifizierung für Sie richtig ist, um schnellstmöglich Ihre berufliche Anerkennung zu bekommen.

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Zugleich sagen wir allen Absolventinnen und Absolventen herzlichen Dank, die sich über den Jahreswechsel bei uns mit netten Mails gemeldet haben und gratulieren noch einmal ganz herzlich denjenigen, die bereits erfolgreich in ihrem Beruf arbeiten können.

Mit Vergnügen Köln

Die schönsten Orte der Domstadt, im Kleinen wie im Großen, zeigt der Instagram-Account mitvergnuegenkoeln – das ideale Startportal insbesondere für alle, die neu sind in Köln, z.B. unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus der ganzen Welt in unser Institut kommen, um sich hier zu qualifizieren.

Marburger Bund NRW / RLP fordert: »Kein Schnellschuss – sondern echte Integration ausländischer Ärzte«

Pressemitteilung Marburger Bund NRW / RLP: »Kein Schnellschuss – sondern echte Integration ausländischer Ärzte«Mit einer aktuell vorgelegten Pressemitteilung kritisieren die Vorsitzenden des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz, Dr. med. Hans-Albert Gehle und Michael Krakau, aktuelle Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

Kein Schnellschuss – sondern echte Integration ausländischer Ärzte: Sorgfältige Fachsprachenprüfungen garantieren hohe Qualitätsstandards für Ärzte

Köln. Die Ankündigung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, mittels beschleunigter Verfahren mehr ausländische Pflegekräfte und Ärzte für das deutsche Gesundheitswesen zu gewinnen, gleicht nach Überzeugung des Marburger Bundes NRW/RLP einem sehr späten Eingeständnis des politischen Scheiterns.

»Es ist wirklich ein Trauerspiel, dass in einem der wohlhabendsten Länder der Erde nach über eineinhalb Jahrzehnten des Ärztemangels an den deutschen Universitäten keine annähernd ausreichende Zahl an Absolventen des Fachs Humanmedizin ausgebildet werden, obwohl jedes Jahr tausende Studierwillige ab-gewiesen werden«, kritisieren Dr. med. Hans-Albert Gehle und Michael Krakau, die beiden Vorsitzenden des Marburger Bundes NRW/RLP.
»Die Zahl der Medizin-Studienplätze hierzulande hätte bereits vor über einem Jahrzehnt um mindestens zehn Prozent erhöht werden müssen«, erinnern Gehle und Krakau an Forderungen des Marburger Bundes NRW/RLP.

Die jetzt vom Minister Spahn vorgeschlagene Notlösung, Abschlüsse für Pflegekräfte und Ärzte aus dem Ausland beschleunigt anzuerkennen, berge immense Risiken für die gewohnte Qualität der Patientenversorgung, warnen Hans-Albert Gehle und Michael Krakau. Nicht Schnelligkeit sei entscheidend, sondern vielmehr die Einhaltung der hierzulande üblichen hohen Qualifikationsstandards für Ärzte. Ethisch höchst fragwürdig sei zudem, Ärztinnen und Ärzte aus den Ländern abzuwerben, in denen die medizinische Versorgung der Bevölkerung zumeist weit schlechter als hierzulande ist und dadurch noch weiter geschwächt werde.
»Ohne jede Frage fehlen uns hierzulande Zehntausende Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte. Das ist seit vielen Jahren allen Politikern gut bekannt. Wir weisen immer wieder darauf hin. Ebenso klar ist, dass in den nächsten Jahren der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten in Krankenhäusern und in Praxen noch deutlich stärker ansteigen wird als bisher, denn viele Tausend Ärzte stehen vor ihrem Ruhestand«, betonen Gehle und Krakau. »Zugleich wird der personelle Bedarf an Ärzten in Folge einer älter und damit multimorbider werdenden Bevölkerung ansteigen. All diese Fakten sind den verantwortlichen Politikern seit vielen Jahren bekannt. Gehandelt wurde bisher weder ausreichend noch zeitnah.«

Nicht die von Jens Spahn geäußerte zögerliche Anerkennung von Ärzte aus dem Ausland sei das Problem. Viele ausländische Kollegen seien mittlerweile nämlich gut integriert und unverzichtbar. Aber: »Derzeit bestehen nur gut die Hälfte aller Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland die fachsprachlichen Prüfungen bei den zuständigen Landesärztekammern. Nur solche gründlichen Sprachprüfungen gewährleisten unseren Patienten, dass sie mit ihren behandelnden Ärzten eine adäquate Kommunikation führen können«, betonen Gehle und Krakau.

»Die fachsprachlichen Prüfungen müssen bleiben, sonst können Patienten ärztliche Diagnosen und Therapien gar nicht verstehen.« Auch die bereits aus dem Ausland integrierten Kolleginnen und Kollegen bestätigen dies. „Von den zugewanderten Ärzten und Pflegekräften werden nicht die von Jens Spahn kritisierten zögerlichen Verfahren zur Anerkennung ausländischer Ärzte beklagt, sondern vielmehr die ihnen fehlende Unterstützung bei ihrer Eingliederung – zum Beispiel beim Erwerb von Sprach- und Systemkenntnissen«, unterstreichen Gehle und Krakau weiter.

Dass Bundesgesundheitsminister Spahn die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte mittels Tarifverträgen verbessern will, begrüßen Hans-Albert Gehle und Michael Krakau ausdrücklich und verweisen zudem erneut darauf, dass die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitswesen endlich nach dem Tarifvertrag für Ärzte (TV-Ärzte) des Marburger Bundes bezahlt werden müssen. »Solange dies aber nicht der Fall ist, bleiben Tausende Arztstellen im ÖGD nicht besetzbar, da die Verdienste für Ärzte in Krankenhäusern dank des dort geltenden TV-Ärzte massiv höher ausfallen.«

The knowledge test for physicians in North Rhine-Westphalia

Many physicians who come from abroad and want to have their profession recognised in North Rhine-Westphalia have to take a knowledge test (»Kenntnisprüfung«) in addition to a Medical language examination (»Fachsprachprüfung«) by their state medical association.

The state examination office (»Landesprüfungsamt«), which is part of the Düsseldorf district government in North Rhine-Westphalia, is responsible for the knowledge test. Registration for the knowledge test is done by the responsible district government. Before this, the district government is informed that the candidate intends to do a knowledge test.

The knowledge test is regulated by law in the Medical Licensing Regulations (§ 37 ÄApprO, »Ärztliche Approbationsordnung«). It is a state examination and is based on the requirements of the 2nd section of the Medical Examination. Questions are always relating to subjects of internal medicine and surgery, in addition there are interdisciplinary questions.

The knowledge examination is a clinical and an oral and practical examination including patient presentation. It usually takes place in a university hospital or in a hospital commissioned to carry out the examination.

The knowledge test can be repeated twice. Anyone in North Rhine-Westphalia who has successfully passed the knowledge examination and the Medical language examination and also fulfills the other requirements for practising the profession (qualification, health, etc.) can apply for licensure. If the licence is granted by the district government, it is valid not only in North Rhine-Westphalia but throughout Germany.

The knowledge examination includes a clinical examination and an oral and practical examination. In the clinical examination, a patient is examined under the supervision of a senior physician who is a member of the examination commission. As a general rule, a period of about 30 to 45 minutes is provided for this examination. A doctor’s report is then written on the result of the examination, providing information on the anamnesis, diagnosis and differential diagnosis. At the same time, the medical report informs about the prognosis and treatment plan as well as about the epicrisis of the case. Approximately 30 minutes are provided for the preparation of this medical report.

The subsequent oral and practical examination takes place on the same day and is usually performed as a group examination in which up to 90 minutes are scheduled for each test candidate. The main focus here is on questions about internal medicine and surgery as well as cross-sectional areas of medicine. Cross-sectional areas are emergency medicine, clinical pharmacology/pharmacotherapy, imaging procedures, radiation protection and legal issues relating to the practice of medicine. At the beginning of the examination, reference is usually made to the results of the physical examination of the previously examined patient.

If you want to pass a knowledge test, you should make it clear that you can communicate adequately with the patients and that you are familiar with common medical terminology. You should be proficient in the common clinical examination techniques and be able to correctly identify and explain in writing certain pathologies of the patient. You have to make it clear that you know the appropriate therapy concepts for the patient.

As a successful graduate of a knowledge test, you are able to initiate meaningful differential diagnostic examinations on the basis of clinical case studies and initiate necessary therapies. This also includes the ability to correctly interpret important diagnostic instruments such as ECG and laboratory findings.

In addition to medical knowledge, the examination also deals with legal issues relating to the practice of medicine. You should have knowledge of the German Health Profession Act (»Heilberufsgesetz«) and the professional regulations, the rights of patients and living wills. You should know about the German Narcotics Act (»Betäubungsmittelgesetz«), about questions of transfusions and transplantations, about the prescription obligation of drugs and about the Radiation Protection Ordinance. For this purpose, you should have basic knowledge of the Criminal Code, for example on questions of intentional or negligent killing or bodily injury, on failure to provide assistance, on euthanasia and on medical confidentiality.

The knowledge test can be taken independently of the Medical language test, i.e. before or after the Medical language test. The application for recognition of the medical profession can already be made from abroad. The licensing regulations require that the knowledge examination has to be taken as a state examination before a state examination commission in German. The examination commission is appointed by the responsible licensing authority of the federal state.

Overall, it is highly recommended to pass the technical language examination before the knowledge examination. The successfully passed Medical language examination conveys the certainty that important medical facts are already well understood.

Doctor’s reports or letters, collegial discussions, questions on diagnostics and therapeutic procedures are already included in the Medical language examination. The examination can be repeated several times if the candidate does not pass. The knowledge test can only be repeated twice if the candidate does not pass it. However, if you wish, you can take the knowledge test first.

After successfully passing the specialist language examination, it is possible to apply for a temporary medical professional licence (»Berufserlaubnis«) from the responsible district government in order to gain professional experience in NRW. This professional experience is a good basis for successful preparation for the knowledge test.

And another important hint from the state examination office: schedule a certain period of time for learning between the preparation course and the examination date! – So don’t just look for a preparation course for the knowledge examination when the examination date is imminent, there may not be a seminar place available. And preparation courses offer a lot of learning material that has to be worked on individually.

When choosing a course, you should consider how much experience a course provider has and whether training is performed by medical colleagues. As always, a high price doesn’t always guarantee high quality. Let yourself be well advised beforehand. In the IQuaMed programme, experienced doctors teach the many complex medical learning contents; the courses are publicly supported.

At present, in North Rhine-Westphalia and other federal states of Germany, the aim is to  cooperate to ensure that the content of the knowledge tests is as uniform as possible. The mibeg-Institut Medizin prepares for the successful passing of the knowledge exams in special intensive courses via the IQuaMed programme. The examination results of our graduates show that the IQuaMed programme is very helpful in the successfull preparation of the knowledge examination.

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