Archiv des Autors: Barbara Rosenthal

Marburger Bund Hessen und mibeg-Institut Medizin: Der Weg zur Approbation

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Auf große Resonanz stieß das Angebot des Marburger Bundes Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin ein Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auszurichten: »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland«, lautete der Titel der Veranstaltung.

Welche Dokumente benötigt die Behörde, bei der ich meinen Antrag auf Approbation stelle? Welche deutschsprachlichen Kenntnisse werden von mir gefordert auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich mich am besten auf eine Fachsprachprüfung vorbereiten? Wie läuft eine Kenntnisprüfung ab, und welche Seminare kann ich wählen, wenn ich mich optimal auf die Prüfung vorbereiten will? Welche Literatur wird empfohlen? Welche Anforderungen stellen Klinikarbeitgeber an eine/n Assistenzarzt oder -ärztin? Was muss ich beachten, wenn ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben will? Wie ist der Klinikalltag organisiert? Welche Arbeitszeiten kommen auf mich zu, welche Nachtdienste und Wochenenddienste? Wie werde ich Facharzt oder Fachärztin in Deutschland? Was ist mit ärztlicher Weiterbildung gemeint?

Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden durch die Justiziarin Veronika Putzmann-Heidenwag, Arbeitsrechtlerin, Marburger Bund Hessen, und Anerkennungs- und Bildungsexpertin Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin beantwortet. Carina Schmidt hielt einen umfassenden Vortrag über den Weg zur Approbation in Deutschland und hatte auch zahlreiche Informationsmaterialien mitgebracht, darunter das vielgenutzte Anerkennungsposter zur Approbationserlangung sowie das Poster des mibeg-Instituts und des Marburger Bundes zur Fachsprachprüfung.

»Nichts ist so wichtig wie eine gute und umfassende Information vorab«, könnte als Motto der Veranstaltung gelten, und das der Marburger Bund Hessen einen solchen umfassenden Service anbietet, fanden die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte äußerst hilfreich.

Neben zahlreichen Informationen und Tipps für eine gute Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen wurden auch kritische Themen angesprochen. So nehmen in Hessen zurzeit noch einige Kursanbieter selbst Fachsprachprüfungen ab. Fachsprachprüfungen durch die Landesärztekammer Hessen mit dem entsprechenden qualitativen Standard, der in anderen Bundesländern längst üblich ist, werden bedauerlicherweise immer noch nicht angeboten, sind aber in Vorbereitung.

Ein bundesweit einheitlicher Standard für Ärztinnen und Ärzte, die entweder aus EU-Staaten oder aus Drittstaaten zu uns kommen, ist hilfreich, verhindert Approbationstourismus und führt auch bei Kursgebühren und Kursinhalten zu einer besseren Vergleichbarkeit für die Interessenten. Dieser einheitliche Standard ist nahezu erreicht im Bereich der ärztlichen Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, von daher ist es zu begrüßen, wenn auch das Bundesland Hessen seine Verfahrenspraxis entsprechend ausrichtet. Eine qualitative Verbesserung besteht ab dem 1. Januar 2020 in Hessen darin, dass mindestens ein Deutschzertifikat im Bereich der medizinischen Fachsprache auf dem Niveau C1 vor der Erteilung einer Berufserlaubnis vorliegen muss, wobei das Zertifikat nur in Kopplung mit einem vom Goethe-Institut oder von der telc GmbH B2-Deutsch-Zertifikat anerkannt wird. Für eine dauerhafte Integration der aus dem Ausland willkommen geheißenen Ärztinnen und Ärzte und für die gesundheitliche Versorgung der Patienten ist eine solche Angleichung an die Standards anderer Bundesländer ein wichtiger Schritt.

Für die Veranstalter gab es zum Abschluss des Seminars viel Lob für das gezeigte Engagement. Der Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin versprachen, solche Seminare regelmäßig zu veranstalten.

Migration und Medizin

Migration und Medizin, Veranstaltung ÄKWLEine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Migration und Medizin führt die Ärztekammer Westfalen-Lippe über ihr Fortbildungsinstitut durch. Am 11. Juni 2020 referieren die Psychiater Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski und Artur Broclawski, am 31. Oktober 2020 der Internist PD Dr. med. Anton Gillessen und der Chirurg Prof. Dr. med. Metin Senkal. Die Fortbildungen sind zugleich anrechenbare Bausteine auf das Fortbildungscurriculum Transkulturelle Medizin der ÄKWL. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Akademie der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Eine Einführung wird über dieses Video ermöglicht.

Die Referenten beteiligen sich, zum Teil als Herausgeber, an dem in Kürze bei Springer erscheinenden umfassenden Band »Interkulturelle Kommunikation in der Medizin«, in dem auch Barbara Rosenthal vom mibeg-Institut mit einem Beitrag zu »Integration durch Qualifizierung und Anerkennung im Gesundheitswesen« vertreten ist.

Globale Gesundheit: Die Agenda 2030 für Nachhaltigkeit – Einladung in das Haus der Ärzteschaft

Zu einer Veranstaltung und Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 6. Februar 2020, 17 Uhr in das Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf lädt die Direktorin der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, Dr. med. Ute Teichert, herzlich ein.

Die Ausstellung »Globale Gesundheit beginnt bei uns« will dazu beitragen, das Nachhaltigkeitsziel, »ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern«, als globale Aufgabe wahrzunehmen.

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, begrüßt als Gastgeber zusammen mit Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, die Teilnehmenden. Unter der Moderation von Dr. med. Ute Teichert refererieren Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit a.D., und Prof. Dr. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, sowie Christoph Bonsmann, Apotheker und Vorstand von action medeor e.V.

Die Ausstellung wird durch den Präsidenten der Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Armin Hoffmann, eröffnet. Die Veranstaltung findet im Haus der Ärzteschaft, 40474 Düsseldorf, Tersteegenstr. 9 statt. Der Eintritt ist frei, es wird um Anmeldung gebeten unter der Mailadresse maike.hans@medeor.de.

Angekommen! Herzlichen Glückwunsch!

Herzlich willkommen! Glückwünsche vom mibeg-Institut und von allen Teilnehmer/innen im Programm IQuaMed

Herzlich willkommen! Glückwünsche vom mibeg-Institut und von allen Teilnehmer/innen im Programm IQuaMed

Wir freuen uns immer sehr, wenn sich unsere Absolventen bei uns melden, und oft schreiben sie uns: »Ich habe gestern meine Kenntnisprüfung in der Zahnmedizin bestanden«, »Ich habe meine ärztliche Fachsprachprüfung bestanden«, »Ich habe meine Berufsanerkennung als MTRA heute bekommen«, oder »Ich habe meine Traumstelle als Apothekerin gefunden«. Das ganze Team des mibeg-Instituts freut sich über die beruflichen Erfolge unserer Absolventen. Aber es ist auch für uns etwas ganz Besonderes, wenn wir ein so wunderbares Bild in der Post entdecken wie das vom kleinen Robert, der vor wenigen Tagen geboren wurde. So ein niedliches, wundervolles Baby!

Die glückliche Mutter ist Ärztin und hat, aus Russland kommend, sich für eine Berufstätigkeit in Deutschland entschieden. Mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis hat sie sich auf die Tätigkeit als Ärztin in Deutschland vorbereitet und zunächst die Fachsprachprüfung erfolgreich vor der Ärztekammer abgelegt. Ihr Mann, der glückliche Vater des kleinen Jungen, ist ebenfalls Arzt und hat sich auch mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis auf den Arztberuf in Deutschland vorbereitet. Er ist bereits in einer Klinik in Nordrhein-Westfalen tätig.

Wir gratulieren den Eltern sehr herzlich, wünschen dem kleinen Robert alles Gute, Glück, Gesundheit und Erfolg auf seinem Lebensweg, und wir sind sicher, dass er später bei so viel medizinischer Kompetenz in seiner Familie darüber nachdenken wird, ob er nicht ebenfalls den Arztberuf ergreifen soll.

Wie wir schon zuvor an anderer Stelle in diesem Blog schrieben: Integration ist sehr viel mehr als berufliche Anerkennung, es heißt auch Ankommen, Zusammenleben, Familie gründen.

Rasche berufliche Anerkennung von ausländischen Pflegefachkräften

Absolventen des Praxisseminars Pflege / Programm IQuaMed in der Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Absolventen des Praxisseminars Pflege / Programm IQuaMed in der Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Zahlreiche aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte, die in Deutschland ihre berufliche Anerkennung erlangen wollen, haben sich bereits für das Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« des mibeg-Instituts und der Kath. Schule für Pflegeberufe in Essen angemeldet, das am 22. Januar 2020 in den Seminarräumen der KKS Essen stattfindet.

Die Ausbildungsexperten für Pflegeberufe unter der Leitung von Geschäftsführer Reinhard Dummler sowie Anerkennungs- und Bildungsexperten des mibeg-Instituts, Carina Schmidt und Dr. Shermineh Shahi, stellen Informationen zu den öffentlich geförderten Weiterbildungen vor, die gezielt und rasch zur Anerkennung führen.

Das mibeg-Institut Medizin und die Kath. Schule für Pflegeberufe Essen, die zur Contilia-Gruppe gehört, haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, bilden gemeinsam aus dem Ausland kommende Gesundheitsfachkräfte aus und bereiten sie auf die berufliche Integration vor.

Auf dem Bild sehen wir eine Gruppe von Gesundheits- und Krankenpflegern, die gerade erfolgreich in einem gemeinsamen Projekt des mibeg-Instituts und der KKS Essen auf die Kenntnisprüfung vor dem Landesprüfungsamt vorbereitet worden sind.