Archiv der Kategorie: News

Medizinische Technologin / Medizinischer Technologe: Zur Reform der medizinisch-technischen Assistenzberufe

Eine Reihe von Gesundheitsfachberufen erfahren eine grundlegende Reform. Die Ausbildungsziele in den jeweiligen spezialisierten Fachrichtungen werden modernisiert und kompetenzorientiert ausgestaltet. Bisher nur allgemein gehaltene Ausbildungsvorhaben werden konkretisiert und neu strukturiert. Die praktische Ausbildung nimmt einen hören Stellenwert ein und wird im Umfang ausgeweitet.

Unter der neuen Berufsbezeichnung Medizinische Technologin oder Medizinscher Technologe firmieren zukünftig Gesundheitsspezialisten, die jeweils ihren Schwerpunkt mit in ihrer Berufsbezeichnung führen.

  • Medizinische/r Technolog/in für Laboratoriumsanalytik
  • Medizinische/r Technolog/in für Radiologie
  • Medizinische/r Technolog/in für Funktionsdiagnostik
  • Medizinische/r Technolog/in für Veterinärmedizin

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Reform technischer Assistenzberufe in der Medizin, das sogenannte MTA-Reformgesetz, beschlossen. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Zum 1. Januar 2023 soll das Gesetz in Kraft treten.

Besonders bedeutsam ist, dass eine angemessene Ausbildungsvergütung verbindlich vorgesehen ist und dass das Schulgeld für die Ausbildung nicht mehr erhoben werden darf.

Im Rahmen dieser Reformbestrebungen wird auch das Notfallsanitätergesetz aktualisiert, damit bei besonderen Einsatzsituationen für diese Berufsgruppe mehr Rechtssicherheit geschaffen wird.

Entwurf des MTA-Reform-Gesetz (Bundestag)

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zum Gesetzentwurf

#YesToNoCovid: Podcast zur Strategie mit Uwe Janssens, Melanie Brinkmann und Michael Hallek

Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen haben ein Positionspapier zur #NoCovid-Strategie entworfen, das sich von den sonstigen Empfehlungen durch »Expertenräte« der Politikberatung durch hohe Sachkompetenz abhebt.

In dem Video »No-Covid-Strategie Webcast« stellen Prof. Dr. Uwe Janssens, St. Antonius Hospital Eschweiler, Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig und Prof. Dr. Michael Hallek, Uniklinik Köln, die Strategie vor.

No-COVID Strategie: Webcast mit Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Prof. Dr. Uwe Janssens und Prof. Dr. Michael Hallek

Charta der Vielfalt lädt zum Wirtschaftsforum Vielfalt 2021 ein

Charta der VielfaltDer Verein Charta der Vielfalt führt im digitalen Format am 2. März 2021 das Wirtschaftsforum Vielfalt 2021 durch.

Charta der Vielfalt e.V. wurde 2010 gegründet mit dem Ziel, Diversity Management in der deutschen Wirtschaft zu verankern, eine Reihe von Großunternehmen zeichnet als Mitglied des Vereins. Die Selbstverpflichtung »Charta der Vielfalt« ist bereits seit 2006 von über 3.700 Unternehmen und Institutionen unterzeichnet worden.

Der Verein wird auch durch öffentliche Mittel finanziert: »Der Verein erhielt in 2019 Projektförderungen durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Förderprogramms ›Integration durch Qualifizierung‹ sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms ›Demokratie leben!‹«, und er ist über mehrere Förderperioden auch ein Teilprojekt des IQ Netzwerks, unterstützt durch das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«.

Auf dem Wirtschaftsforum Vielfalt 2021 sprechen neben der Präsidentin der Europäischen Kommission Dr. Ursula von der Leyen und der Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, auch der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dr. Rainer Dulger, und der Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, Dr. Robert Habeck.

Das Programm sieht Praxisdialoge vor, so zum »Faktor Mensch«, zur Infrastruktur, zur Fachkräftesicherung und Nachhaltigkeit.

Die Teilnahme ist kostenlos, weitere Informationen finden Sie hier.

Modellprojekt EI-AP-K: Uniklinik Essen stellt Abschlussbericht des Projektes vor

Abschlussbericht EI-AP-K Universitätsklinikum EssenDie Universitätsmedizin Essen stellt aktuell einen umfassenden Abschlussbericht des Modellprojektes vor, das zur empathischen, interkulturellen Arzt-Patienten-Kommunikation (EI-AP-K) entwickelt worden ist.

Ausgangspunkt für das Modellprojekt war, dass Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit der höchsten Zuwanderungsrate ist und dass sich von daher viele Fragen zu einer gelingenden Kommunikation von Menschen aus verschiedenen Kulturräumen stellen. Einen zentralen Bereich dabei nehmen die Fragen zur medizinischen Versorgung ein.

Über 10.000 der nach Deutschland zugewanderten Ärztinnen und Ärzte sind in Krankenhäusern des Landes NRW tätig. Ihr Anteil liegt dabei in den verschiedenen Krankenhäusern zwischen 10 und 90 % des in der Patientenversorgung tätigen Personals. Die Versorgungsaufgaben, die sich diesen Mediziner:innen stellen, beziehen sich nicht nur auf Deutsch sprechende Patient:innen, sondern auch auf Patient:innen, die möglicherweise aus einem anderen Sprachkontext kommen, darunter auch aus einem Sprachkontext, der nichts mit dem Herkunftsland des Arztes zu tun hat. Dabei können zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, aber auch innerhalb der ärztlichen Kommunikation Missverständnisse entstehen, selbst wenn alle im medizinischen Kontext sich auf die gemeinsame Basis der Verständigung in der deutschen Sprache einigen. Weiterlesen →

Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung erhält Bestnoten von den Teilnehmern und den beteiligten Pflegediensten

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts Medizin in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe EssenDerzeit bereiten sich Pflegefachkräfte auf die Kenntnisprüfung im Rahmen des Praxisseminars Pflege vor. Das Seminar ist ein Kooperationsprojekt der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen und dem mibeg-Institut Medizin.

Auch dieses Seminar stellt sich den ganz besonderen Herausforderungen, die die Corona-Pandemie von den Lehrenden und Lernenden während der Theorie- und Praxisphasen abverlangt. Die Katholische Schule für Pflegeberufe KKS in Essen zählt zu den größten Ausbildungszentren des Landes und verfügt über eine hohe pflegepädagogische Fachkompetenz und zugleich über eine hohe Kompetenz in der Erwachsenenbildung.

Die Pflegepädagog:innen der KKS Essen begegnen den aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräften mit großer Herzlichkeit und sind selbst ganz begeistert von der Motivation der Teilnehmenden.

Dies zeigt sich in den Auswertungsergebnissen, die wir bei der kontinuierlichen Evaluierung des Projekts dokumentieren können. Auf die Frage, was besonders gut gefallen habe, zählten die Teilnehmer:innen auf, dass die Theoriephase – seit einiger Zeit nur im Onlineunterricht – sehr gut aufbereitete Inhalte vermittle. Aber auch die Praxis kennzeichne sich durch eine sehr gute Anleitung auf den Stationen. Die Teilnehmenden spiegeln unisono zurück:

  • »Wir erhalten eine tolle Unterstützung durch die Referentinnen«.
  • »Wir sind sehr zufrieden, es sind sehr klare Strukturen, in denen wir lernen können, und es wird alles sehr gut erklärt. Der Onlineunterricht ist sehr gut gestaltet, und am Anfang hatten wir bei Hybridformen auch immer die Möglichkeit, uns intensiv mit den Dozent/innen auszutauschen.«
  • »Die klaren Strukturen ermöglichen es, sehr gut zu lernen, und die Anweisungen und Anleitungen auf den klinischen Stationen helfen sehr gut, den Anforderungen an die Krankenpflege im Klinikalltag zu entsprechen.«
  • »Wir haben mit dem Praxisseminar Pflege eine sehr gute Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung.«

Die Seminarauswertung zeigt auch, dass die Teilnehmenden sich untereinander als sehr hilfreich verstehen:

  • »Es gibt eine tolle Unterstützung durch die Gruppe.«

Gleichwohl haben wir trotz des großen Lobs gefragt, ob es auch kritische Punkte gibt und ob etwas zu benennen ist, was man besser machen könnte. Die Rückmeldung der Teilnehmer:innen lautet: »Der Praxiseinsatz in der Pandemiesituation ist etwas anstrengend für uns, aber durch die gute Anleitung ist es auch gut zu schaffen.«

Die positiven Ergebnisse der Seminar-Evaluation sind für die pädagogischen Pflegeprofis der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen eine erneute Bestätigung ihres Tuns. Die KKS hat bereits innovativ an der Entwicklung des Konzepts Praxisseminar Pflege mitgewirkt, Pflegedirektorin Simone Sturm, Contilia-Gruppe, gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Projekts IQuaMed an. Unter Leitung von Reinhard Dummler, Geschäftsführer und Pflegeschulleiter, und seinem Team gelingt es wiederholt, ausländische Pflegefachkräfte gut und gezielt auf die Kenntnisprüfung vorzubereiten.

Entsprechend positiv fällt auch die Resonanz der Leitung von Pflegediensten aus, die Mitarbeiter:innen über dieses Seminarprojekt auf die Berufszulassung Krankenpflege vorbereiten, »Wir sind sehr zufrieden mit der Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Wir profitieren bereits während des Seminars von der Vertiefung der beruflichen Kenntnisse, die unsere Mitarbeiter erwerben.«

Das Praxisseminar Pflege wurde im Kontext des Förderprogramms »Integration durch Qualifizierung (IQ)« entwickelt und wird, unterstützt durch Arbeitsagenturen und Jobcenter, mit Bildungsgutscheinen gefördert. Das nächste Seminarprojekt startet am 15. März 2021. Interessent:innen können sich bereits jetzt an das mibeg-Institut Medizin wenden.