Archiv der Kategorie: News

Approbation: Gleichwertigkeit muss nachgewiesen werden, so ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichts Trier

Das Deutsche Ärzteblatt weist in einem Artikel auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Trier hin. Ein aus der Ukraine stammender Arzt hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt, da er eine Kenntnisprüfung ablegen sollte.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet: »Ein Mediziner, der seit 2014 in einem Krankenhaus in der Region Trier arbeitet, hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt. Der Mann habe in der Ukraine studiert, mehrere Jahre als Arzt gearbeitet und dabei verschiedene Facharztbezeichnungen erworben, erklärte das Gericht. Im März 2015 habe er beim Land seine Approbation beantragt. Ein Gutachter sei zu dem Ergebnis gekommen, dass seine Ausbildung Defizite aufweise. Der Mann müsse entsprechend erst eine Prüfung für eine Approbation bestehen. Dagegen klagte der Arzt und legte den Richtern eine übersetzte Bescheinigung der ukrainischen Universität vor. Die Richter bemängelten, das Schreiben liste etwa die Zahl der Vorlesungsstunden auf – der konkrete Inhalt der genannten Unterrichtsfächer sei aber nicht erkennbar. Ein Vergleich mit einer Arztausbildung in Deutschland sei damit nicht möglich. Außerdem konnte der Kläger laut Gericht nicht ausreichend nachweisen, dass er fehlende Inhalte in der Berufspraxis nachgeholt hatte.«

Hierzu schreibt auch Legal Tribune Online: »Ein Mediziner aus der Ukraine kann nicht automatisch auch in Deutschland Arzt werden. Weist er die Gleichwertigkeit seiner Ausbildung nicht nach, muss er sich noch einmal prüfen lassen. Ein bloßer Nachweis der Anzahl geleisteter Arbeitsstunden genügt dafür nicht, so das VG Trier. Wer im Ausland als Mediziner ausgebildet wurde, kann deshalb nicht auch in Deutschland automatisch Arzt werden. Gibt es Zweifel an der Qualität seiner Ausbildung, so muss er sich nochmals prüfen lassen. So entschied es das Verwaltungsgericht (VG) Trier mit am Dienstag veröffentlichtem Urteil und lehnte damit den Antrag eines ukrainischen Mediziners auf Zulassung ab (Urt. v. 17.09.2018, Az. 2 K 6384/17.TR).«

»Was hab’ ich?«: Medizinstudenten übersetzen kostenlos Befunde in eine für Patienten leicht verständliche Sprache

Ein hervorragendes Projekt ist »Was hab’ ich?«. Medizinstudenten haben den Grundstein gelegt und ihre Vision konkret werden lassen, bei der sich Arzt und Patient auf Augenhöhe begegnen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen: die Heilung, Verbesserung oder Linderung einer Krankheit. Der mündige Patient braucht gut aufbereitete und evidenzbasierte Informationen für seine Entscheidungsfindung, und er braucht die Ergebnisse in einer Sprache, die er versteht.

So beschreibt »Was hab’ ich?« selbst die Projektidee: »Eine einfache Idee, die Großes bewirkt: Damit Patienten im Arztgespräch die richtigen Fragen stellen und gemeinsam mit ihrem Arzt die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen können, erhalten sie von „Was hab’ ich?“ eine für sie verständliche Erklärung ihrer medizinischen Befunde. Dieser Service ist für Patienten kostenlos, denn im Hintergrund der Website arbeiten hunderte Medizinstudierende und Ärzte ehrenamtlich für eine bessere Kommunikation zwischen Arzt und Patient.« Weiterlesen →

Veröffentlichungen über das Programm IQuaMed

Wir werden immer wieder gebeten, Informationen zum Programm IQuaMed zu geben, und dieser Bitte kommen wir gern nach. Jetzt haben wir auch ein Literaturverzeichnis zum Programm IQuaMed, das Sie direkt über den Blog im Hauptmenü abrufen können.

Das Programm IQuaMed wurde zunächst gefördert mit Bundesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vermittelt Beratung und Qualifizierungen für aus dem Ausland kommende Angehörige eines akademischen Heilberufs oder eines weiteren Gesundheitsfachberufs.

Zahlreiche Qualifizierungen konnten bereits erfolgreich in die Regelförderung überführt werden, die Vorrang vor anderen Förderungen hat. Die Förderung erfolgt durch Arbeitsagenturen und Jobcenter über Bildungsgutscheine. Nordrhein-Westfalen ist hier Vorreiter, zahlreiche, teils mit dem Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung IQ« gestartete Qualifizierungen werden bereits kontinuierlich über das mibeg-Institut Medizin bereitgestellt.

Dazu zählen passgenaue Kurse, die Ärzte und Ärztinnen, Zahnärztinnen und Zahnärzte und Apothekerinnen und Apotheker auf die Fachsprachprüfung oder die Kenntnisprüfung vorbereiten.

Dazu zählt eine Seminarreihe, die Physiotherapeut/innen in Theorie und Praxis auf die Berufszulassung vorbereitet.

Und dazu zählen die ab Juli 2019 startenden Kurse für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die an mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen über »modularisierte Anpassungslehrgänge« oder über das »Praxisseminar Pflege« auf die Anerkennung im Beruf Gesundheits- und Krankenpflege vorbereiten.

Alle Projekte des mibeg-Instituts Medizin sind nicht nur für die öffentliche Förderung nach AZAV zugelassen und zertifiziert, sie werden zudem mit kompetenten Expert/innen durchgeführt, die zum Netzwerk des Instituts gehören: Ausbildungsexperten in Medizin, Pflege und weiteren Therapieberufen, abgestimmt mit dem Landesprüfungsamt und unter Begleitung des Wissenschaftlichen Beirats im Programm IQuaMed.

Zahlreiche Seminare finden in Kliniken und Therapieeinrichtungen statt. Informationen zu den Qualifizierungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Programmangeboten für die einzelnen Berufe.

Ärztliche Kenntnisprüfung: Kurs absolviert und sofort bestanden

Intensivkurs Humanmedizin zur Vorbereitung auf die KenntnisprüfungVier Wochen dauert das Intensivtraining, das das mibeg-Institut Medizin mit erfahrenen Chef- und Oberärzten, die für die einzelnen Lehrgebiete verantwortlich zeichnen, realisiert. Trotz der kurzen Zeitspanne hatten bereits zwei Teilnehmer in der letzten Kurswoche den Termin zu ihrer Kenntnisprüfung, und sie haben bestanden. Heute kam der dritte Teilnehmer direkt frisch von der bestandenen Kenntnisprüfung ins Seminar und berichtete seinen Kollegen von der Prüfung, die er sehr gut absolviert hat.

Die ganze Seminargruppe fand sich spontan zum Foto zusammen. Die anderen Ärztinnen und Ärzte, die teilweise schon in Deutschland mit Berufserlaubnis nach § 10 BÄO gearbeitet haben, haben in Kürze ihre Prüfungstermine an einer deutschen Universitätsklinik. Wir sind zuversichtlich, es gibt genau so viel Grund zum Jubeln wie bei den Kollegen, die heute im mibeg-Institut Medizin feierten.

Mehr zu den Inhalten des Intensivkurses Humanmedizin und die aktuellen Starttermine finden Sie hier.

Fachwörter in der Pflege: Cornelsen bereitet Pflegefachkräfte mit »Pflegias« auf die Generalistik vor

Der Cornelsen Verlag sandte uns heute ein Lexikon mit den wichtigsten Fachwörtern der Pflege zu. Das überarbeitete Lexikon der Pflegebegriffe »Pflegias Fachwörter« enthält eine klar und lesefreundlich gegliederte Übersicht der wichtigsten 2.000 Begriffe und Abkürzungen sowie zahlreiche Illustrationen. Das Buch erscheint in der Reihe »Pflegias«, die Pflegefachkräfte auf ihrem Weg durch die generalistische Ausbildung begleitet. Es ist auch als E-Book erhältlich. Die Pflegefachkräfte, die sich bei uns am Institut auf die Kenntnisprüfung vorbereiten, finden es ab sofort in der Seminarbibliothek des mibeg-Institut Medizin.