Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Das Grundgesetz in Deutschland: Bewährte Verfassung oder Verfassung in Bewährung?

Das Grundgesetz hat der zweiten Demokratie in Deutschland über 70 Jahre lang ein festes Fundament gegeben. Mehr noch: Gerade in den aktuellen Auseinandersetzungen im Umgang mit Flucht und Migration, mit Rassismus, Antisemitismus und der Vielfalt von Kulturen, Religionen und Lebensformen wächst der Bezug auf das Gebot der Unantastbarkeit der Würde des Menschen.

Neue Ansprüche auf Partizipation (Kinderrechte, Wahlrecht für alle) auf der einen, nicht eingelöste Gebote (Sozialpflichtigkeit des Eigentums, Gleichstellung der Geschlechter) auf der anderen Seite sowie das Anwachsen antidemokratischer und grundgesetzfeindlicher Kräfte stellen unser Grundgesetz aber vor eine ernste Bewährungsprobe. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, reflektiert in einer Veranstaltung der Melanchthon-Akademie Köln über den Stellenwert des Grundgesetzes für die deutsche Demokratie.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 5. März 2020, 19.30 bis 21.00 Uhr in der Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Die Pflege trifft sich vom 12. bis 14. März in Berlin: Deutscher Pflegetag 2020

»Bereits heute gibt es rund drei Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland – und es werden immer mehr. Die Betreuung und die Frage der Finanzierung des Pflegesystems sind große Aufgaben für Politik und Gesellschaft. Wir informieren Sie über die Entwicklungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte. Was ist der Gesellschaft die Pflege in Zukunft wert?«

Zahlreiche Referentinnen und Referenten gestalten den Deutschen Pflegetag vom 12. bis 14. März 2020 in Berlin. Das Format hat sich längst zum Renner entwickelt, an dem Pflegefachkräfte ihr wichtigstes Get Together haben. Es referieren u.a. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Bevollmächtigte für die Pflege der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, und die Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Irene Maier. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Update 5. März 2020: Die Veranstalter des Deutschen Pflegetags haben den Kongress aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Verbreitung des Coronavirus auf November 2020 am selben Ort verschoben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ausländische Pflegefachkräfte herzlich willkommen: Gezielte Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung in NRW

Verstärkung für die Krankenpflege in NRW: Ausländische Gesundheitsfachkräfte herzlich willkommen

Verstärkung für die Krankenpflege in NRW: Ausländische Gesundheitsfachkräfte herzlich willkommen

Reinhard Dummler, Geschäftsführer der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen, sowie Dr. Shermineh Shahi und Carina Schmidt vom mibeg-Institut begrüßten sehr herzlich in der KKS Essen die zahlreichen Interessent/innen, die sich auf die Berufszulassung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau vorbereiten.

Mit Unterstützung des öffentlich geförderten Seminars Praxisseminar Pflege werden die aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräfte in drei Monaten Theorie und drei Monaten Praxis auf die Berufsausübung in Deutschland vorbereitet. Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen und das mibeg-Institut arbeiten schon seit längerem sehr gut zusammen und haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, viele Gesundheitsfachkräfte, die ihren Beruf im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege in Nordrhein-Westfalen ausüben möchten, schnell und gut bei der beruflichen Anerkennung zu unterstützen. Weiterlesen

Marburger Bund Hessen und mibeg-Institut Medizin: Der Weg zur Approbation

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Auf große Resonanz stieß das Angebot des Marburger Bundes Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin ein Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auszurichten: »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland«, lautete der Titel der Veranstaltung.

Welche Dokumente benötigt die Behörde, bei der ich meinen Antrag auf Approbation stelle? Welche deutschsprachlichen Kenntnisse werden von mir gefordert auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich mich am besten auf eine Fachsprachprüfung vorbereiten? Wie läuft eine Kenntnisprüfung ab, und welche Seminare kann ich wählen, wenn ich mich optimal auf die Prüfung vorbereiten will? Welche Literatur wird empfohlen? Welche Anforderungen stellen Klinikarbeitgeber an eine/n Assistenzarzt oder -ärztin? Was muss ich beachten, wenn ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben will? Wie ist der Klinikalltag organisiert? Welche Arbeitszeiten kommen auf mich zu, welche Nachtdienste und Wochenenddienste? Wie werde ich Facharzt oder Fachärztin in Deutschland? Was ist mit ärztlicher Weiterbildung gemeint?

Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden durch die Justiziarin Veronika Putzmann-Heidenwag, Arbeitsrechtlerin, Marburger Bund Hessen, und Anerkennungs- und Bildungsexpertin Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin beantwortet. Carina Schmidt hielt einen umfassenden Vortrag über den Weg zur Approbation in Deutschland und hatte auch zahlreiche Informationsmaterialien mitgebracht, darunter das vielgenutzte Anerkennungsposter zur Approbationserlangung sowie das Poster des mibeg-Instituts und des Marburger Bundes zur Fachsprachprüfung.

»Nichts ist so wichtig wie eine gute und umfassende Information vorab«, könnte als Motto der Veranstaltung gelten, und das der Marburger Bund Hessen einen solchen umfassenden Service anbietet, fanden die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte äußerst hilfreich.

Neben zahlreichen Informationen und Tipps für eine gute Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen wurden auch kritische Themen angesprochen. So nehmen in Hessen zurzeit noch einige Kursanbieter selbst Fachsprachprüfungen ab. Fachsprachprüfungen durch die Landesärztekammer Hessen mit dem entsprechenden qualitativen Standard, der in anderen Bundesländern längst üblich ist, werden bedauerlicherweise immer noch nicht angeboten, sind aber in Vorbereitung.

Ein bundesweit einheitlicher Standard für Ärztinnen und Ärzte, die entweder aus EU-Staaten oder aus Drittstaaten zu uns kommen, ist hilfreich, verhindert Approbationstourismus und führt auch bei Kursgebühren und Kursinhalten zu einer besseren Vergleichbarkeit für die Interessenten. Dieser einheitliche Standard ist nahezu erreicht im Bereich der ärztlichen Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, von daher ist es zu begrüßen, wenn auch das Bundesland Hessen seine Verfahrenspraxis entsprechend ausrichtet. Eine qualitative Verbesserung besteht ab dem 1. Januar 2020 in Hessen darin, dass mindestens ein Deutschzertifikat im Bereich der medizinischen Fachsprache auf dem Niveau C1 vor der Erteilung einer Berufserlaubnis vorliegen muss, wobei das Zertifikat nur in Kopplung mit einem vom Goethe-Institut oder von der telc GmbH B2-Deutsch-Zertifikat anerkannt wird. Für eine dauerhafte Integration der aus dem Ausland willkommen geheißenen Ärztinnen und Ärzte und für die gesundheitliche Versorgung der Patienten ist eine solche Angleichung an die Standards anderer Bundesländer ein wichtiger Schritt.

Für die Veranstalter gab es zum Abschluss des Seminars viel Lob für das gezeigte Engagement. Der Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin versprachen, solche Seminare regelmäßig zu veranstalten.

Globale Gesundheit: Die Agenda 2030 für Nachhaltigkeit – Einladung in das Haus der Ärzteschaft

Zu einer Veranstaltung und Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 6. Februar 2020, 17 Uhr in das Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf lädt die Direktorin der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, Dr. med. Ute Teichert, herzlich ein.

Die Ausstellung »Globale Gesundheit beginnt bei uns« will dazu beitragen, das Nachhaltigkeitsziel, »ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern«, als globale Aufgabe wahrzunehmen.

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, begrüßt als Gastgeber zusammen mit Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, die Teilnehmenden. Unter der Moderation von Dr. med. Ute Teichert refererieren Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit a.D., und Prof. Dr. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main, sowie Christoph Bonsmann, Apotheker und Vorstand von action medeor e.V.

Die Ausstellung wird durch den Präsidenten der Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Armin Hoffmann, eröffnet. Die Veranstaltung findet im Haus der Ärzteschaft, 40474 Düsseldorf, Tersteegenstr. 9 statt. Der Eintritt ist frei, es wird um Anmeldung gebeten unter der Mailadresse maike.hans@medeor.de.