Anerkennung: Ausländische Ärzte

Anzahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte steigt auch im Pandemiejahr 2020

BundesärztekammerAuch im Jahr 2020 ist laut Angabe der Bundes­ärztekammer die Anzahl der in Deutschland berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Bundesärztekammer (BÄK) eine Zunahme um 6,8 Prozent bzw. 3.585 Mediziner/innen, die damit der Anzahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland auf 56.107 erhöhen.

Der weitaus höchste Anteil von in Deutschland berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte kommt nach wie vor aus Syrien mit knapp 5.000 Mediziner/innen, gefolgt von Rumänien (4.514), Griechenland (2.723), der Russischen Föderation (2.424) und Österreich (2.415).

Die weitaus meisten ausländischen Ärzt/innen entstammen europäischen Herkunftsländern, nämlich rund 39.000. Betrachtet man hierbei nur die unionszugehörigen Länder, so stammen 27.000 aller ausländischer Ärztinnen und Ärzte aus EU-Ländern.

Insgesamt sind in Deutschland nach Angaben der BÄK 409.100 Ärzt/innen berufstätig.

Approbation für ausländische Ärzte

  1. Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, wenn ich die deutsche Approbation als Arzt oder Ärztin beantrage?
  2. Bei welcher Behörde stelle ich den Antrag?
  3. Wie kann ich mich auf eine Fachsprach- und auf eine Kenntnisprüfung vorbereiten?

Ein viel genutztes Schaubild hat das mibeg-Institut mit dem Plakat »Der Weg zur deutschen Approbation für ausländische Ärztinnen und Ärzte« erstellt. Das Plakat vermittelt eine erste Übersicht über die Fragen, die sich auf dem Weg zur Approbationserteilung stellen. Weitere zusätzliche Hilfen bietet das kostenfreie Seminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig für alle interessierten Ärztinnen und Ärzte anbietet.

The poster »Attaining the German medical licence (»Approbation«) for foreign physicians« is also available in English.

Plakat »Der Weg zur deutschen Approbation für ausländische Ärztinnen und Ärzte«

Marburger Bund: Stellungnahme zur Anhörung zur Änderung des Anerkennungsgesetzes des Sächsischen Landtages

Der Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration des Sächsischen Landtags hat sich mit dem Approbationsverfahren für Ärzte mit Drittstaatenabschlüssen befasst. Zur öffentlichen Anhörung war der Präsident der Sächsischen Ärztekammer, Erik Bodendieck, geladen, der sich laut Pressemitteilung der Ärztekammer Sachsen für ein Prüfverfahren im Sinne einer Examensprüfung, orientiert am zweiten und dritten Abschnitt der ärztlichen Prüfung, aussprach.

Der Marburger Bund Bundesverband wurde ebenfalls als Sachverständiger gehört. Das Auslandsreferat des Marburger Bundes nahm gewohnt sachkundig und präzise Stellung. Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats, führte aus, dass das am 1. April 2012 in Kraft getretene Anerkennungsgesetz auf die bessere berufliche Integration von bereits in Deutschland lebenden ausländischen Fachkräften abziele sowie auf die legale Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland, die in Deutschland dringend gebraucht würden. Sie verwies auf die aktuelle Fachkräfte-Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit.

Eine weitreichende Änderung der Gesetzeslage in Bezug auf die beruflichen Anerkennungsverfahren bedürfe einer soliden Daten- und Faktenlage. Weiterlesen

»Ausländische Ärzte: Wege in den Arbeitsmarkt«

KMA 9 / 2018Ausländische Ärztinnen und Ärzte, die Deutschland arbeiten wollen, benötigen eine Approbation. Über die Möglichkeiten, diese Approbation zu erlangen, berichtet Barbara Rosenthal, Institutsleiterin des mibeg-Instituts Medizin, in ihrem Artikel »Ausländische Ärzte: Wege in den Arbeitsmarkt« in KMA klinik Management Aktuell 9 / 2018. Die Fachzeitschrift erscheint im Thieme Verlag.

Im Artikel hingewiesen wird auf ein Schaubild des mibeg-Instituts Medizin, das in einer vereinfachten Skizze zeigt, welche Schritte auf dem Weg zur Erlangung der deutschen Approbation möglich sind. Das Schaubild ist auch als Poster erhältlich.

IQuaMed / IQ Netzwerk auf dem Deutschen Chirurgenkongress in Berlin vorgestellt

Chirurgenkongress 2018: Prof. Dr. med. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Dr. med. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Einer Einladung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Qualifizierungsprojekte zur Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte auf dem Deutschen Chirurgenkongress 2018 in Berlin vorzustellen, folgte das mibeg-Institut Medizin sehr gern.

Auf dem Chirurgenkongress stellte das mibeg-Institut Medizin die Projekte vor, die auf ärztliche Kenntnisprüfungen und Fachsprachprüfungen vorbereiten. Hierzu zählt auch der Intensivkurs Fachsprache Medizin, den das mibeg-Institut Medizin zusammen mit dem Marburger Bund fortlaufend realisiert. Wie rasch und kostengünstig mit diesen Qualifizierungen die berufliche Anerkennung erreicht werden kann, fand großes Interesse. Ein Chefarzt aus Hessen formulierte es so: »Wir haben uns mit selbstgestrickten Kursen behelfen müssen. Nachfragen bei einem Kursanbieter ergaben Kostensätze, die nicht für eine Klinik zu tragen sind. Mit den curricularen Bausteinen des mibeg-Instituts Medizin haben wir endlich Modelle gefunden, mit denen wir unsere zukünftigen Mitarbeiter gut und schnell qualifizieren können.« Weiterlesen