Anerkennung: Corona-Pandemie

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: »Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden. Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann«

Ein richtungweisendes Interview hat Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister, aktuell der Rheinischen Post gegeben. Neben dem umfangreichen Hilfsprogramm, das die Bundesregierung derzeit zur Unterstützung des Arbeitsmarktes schnell und unbürokratisch auf den Weg bringt, äußerte der Minister sich auch zur Entprivatisierung von Krankenhäusern. Zwar hätten die Kommunen das Entscheidungrecht, aber es gäbe auch, so der Minister, eine staatliche Gewährleistungspflicht: »Wir müssen den öffentlichen Bereich stärken. Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden. Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann.«

Klinikkonzern Helios schickt als Unterstützung zur Eindämmung der Corona-Pandemie Ärzte- und Pflegeteam nach Spanien

Der Klinikkonzern Helios hat ein Ärzte- und Pflegeteam sowie 30 Beatmungsgeräte nach Spanien zur Unterstützung bei der Eindämmung der Corona-Pandemie geschickt. Das Team sei am Montagabend in der spanischen Hauptstadt eingetroffen, sagte eine Helios-Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als 200 Freiwillige hätten sich aus dem Unternehmen gemeldet, um in Spanien zu helfen, das besonders vom Coronavirus betroffen ist.

»Im Laufe der Woche werden wahrscheinlich weitere Teams aus ganz Deutschland nach Spanien gehen«, sagte die Sprecherin. Die Ärzte und Pfleger würden dort bei der Bekämpfung des Virus helfen. Wie viele Freiwillige insgesamt in ausländischen Kliniken helfen werden, sei derzeit unklar.

Aktion »Wir unterstützen gern«: Hilfsangebote während der Corona-Pandemie

mibeg-Institut MedizinUnsere Krankenhäuser und das öffentliche Gesundheitswesen stehen aktuell vor großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Das mibeg-Institut Medizin möchte gern ehrenamtlich einen Beitrag dazu leisten, zum einen Helfer zu finden und zum anderen Institutionen anzufragen, die Unterstützer suchen.

Da das mibeg-Institut über ein sehr großes Kontaktnetz von Experten im Gesundheitswesen verfügt, möchten wir mit der Aktion »Wir unterstützen gern« mehrere tausend Unterstützungsangebote anfragen, um sie zielgerichtet in den einzelnen Regionen zusammenzubringen.

Das kann zum einen die Ärztin sein, die während der Familienphase zurzeit als Dozentin arbeitet, das kann der Krankenpfleger sein, der sich im klinischen Datenmanagement ausbildet oder im Medizincontrolling arbeitet, aber möglicherweise auch Kapazitäten frei hat, Wochenenddienste in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen abzuleisten. Wir haben zwei Portale entwickelt, zum einen für die Unterstützer, zum anderen für die Organisationen, die zusätzliche Unterstützung gut gebrauchen können. Wir bringen beide zusammen, die Institutionen entscheiden dann selbst, ob und in welcher Form sie dieses Angebot nutzen möchten. Sollten Sie keine Mail durch uns erhalten haben, aber Interesse haben mitzumachen, können Sie sich gern jederzeit an uns wenden.

Wir sagen schon jetzt all unseren Absolventen, Dozenten und Kooperationspartnern herzlichen Dank! Die Aktion startet am 25. März 2020.

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO)

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 22. März 2020 eine neue Schutzverordnung zur aktuellen Coronapandemie erlassen, mit der die Schutzmaßnahmen wesentlich ausgebaut werden sollen. Die Schutzverordnung ist hier abrufbar.

Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: Weniger Services wegen Corona-Pandemie

Eine aktuelle Information des Portals anerkennung-in-deutschland.de: Es gibt wegen der Corona-Pandemie weniger Serviceangebote. Im Einzelnen gibt das Portal bekannt:

  • Die Hotline »Arbeiten und Leben in Deutschland» ist bis auf Weiteres telefonisch nicht erreichbar.
  • Die zuständigen Stellen für die Bearbeitung von Anerkennungsanträgen sind nur eingeschränkt erreichbar. Wie Sie die zuständige Stelle erreichen, steht auf den meisten Internetseiten der zuständigen Stellen. Diese finden Sie im Anerkennungs-Finder.
  • Sie können aktuell keinen Neuantrag auf die Bewertung von Hochschulzeugnissen bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) stellen. Das Antragsformular wurde aus Kapazitätsgründen geschlossen. Die Bearbeitung bereits gestellter Anträge läuft weiter, die Fristen für die Ausstellung von Zeugnisbewertungen können derzeit aber nicht eingehalten werden. Sie erreichen die ZAB nur per Post oder per E-Mail. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der ZAB.

Zu beachten ist: Telefonische oder Online-Beratung ist über Anerkennungsberatungsstellen nach wie vor möglich.