Anerkennung: Katholische Schule für Pflegeberufe Essen

Pflegenotstand: Wie gelingen Anerkennung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte?

In die aktuellen Diskussionen um den bundesweiten Pflegenotstand und die Möglichkeiten, ausländische Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, mischt sich aktuell die Süddeutsche Zeitung mit einer kritischen Berichterstattung ein. Unter dem Titel »Der Ansturm bleibt aus« schreibt Michaela Schwinn: »Auch Krankenhäuser sollen mehr Mitarbeiter einstellen. Doch woher sollen sie kommen? Auf Stellenanzeigen antwortet kaum noch jemand, zu den Infoständen auf Karrieremessen kommt fast niemand. Zu unattraktiv sind die Arbeitsbedingungen geworden. (…) Spricht man mit Menschen, die Pfleger aus anderen Ländern beschäftigen, stellt sich heraus, dass diese Fachkräfte zwar für einzelne Einrichtungen wichtig sind und dort über Engpässe hinweg helfen, der große Wurf im Kampf gegen den bundesweiten Notstand ist mit ihnen aber wohl nicht möglich.«

Die Süddeutsche Zeitung führt aus, dass insbesondere schnell gestrickte Projekte, mit denen bis zu 100 Menschen gleichzeitig angeworben wurden, fast immer gescheitert sind. Das Scheitern würde sich in der mangelnden Sprachkenntnis begründen, aber auch in unrealistischen beruflichen Erwartungen. Viele Pflegefachkräfte aus dem Ausland haben ein Studium absolviert. Sie waren in Bereichen der Gesundheitsversorgung tätig, die ihnen hier verwehrt sind, da diese Tätigkeiten hier Ärzten zugeordnet werden. Die in Deutschland praktizierte Grundpflege von Patienten ist ihnen häufig nicht vertraut, da in vielen Ländern diese Unterstützung über Angehörige gegeben wird. Weiterlesen

Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung in der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen: »Wir werden das zusammen schaffen!«

Mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen ist ein exzellenter Kooperationspartner gefunden worden, mit dem sich aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen auf ihre Berufstätigkeit in Deutschland vorbereiten.

Die Katholische Schule Schule für Pflegeberufe Essen realisiert gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Projekt IQuaMed ein Seminar, das in Theorie und Praxis gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereitet. In sechs Monaten sind die teilnehmenden Gesundheits- und Krankenpfleger/innen fachlich und sprachlich gut vorbereitet, um in Kliniken in Nordrhein-Westfalen zu arbeiten.

Die Pädagogen des mibeg-Instituts Medizin, die das Projekt supervidieren, bekommen immer wieder sehr positive Rückmeldungen von den Teilnehmenden. »Wir werden das zusammen schaffen!«, fasste ein Teilnehmer das Auswertungsgespräch mit den Seminarleitern zusammen. Der Zusammenhalt in der Lerngruppe trägt dabei genauso zum Erfolg bei wie das Fachwissen der lehrenden Pflegefachkräfte. Im Feedbackgespräch teilten uns die teilnehmenden Pflegefachkräfte mit:

  • »Hilfreich waren die vielen Informationen über den Berufsalltag im Krankenhaus.«
  • »Ich habe viele fachsprachliche Begriffe kennengelernt.«
  • »Die Sprache ist eine Herausforderung, aber wir erhalten hier viel Unterstützung.«
  • »Ich habe viel zu Expertenstandards, zur Hygiene und zum Qualitätsmanagement gelernt. Die Lehrbücher sind für mich sehr wichtig.«
  • »Hier ist alles super.«
  • »Wir haben hier tolle Kollegen und super Dozenten.«

Das Praxisseminar Pflege, das durch die Katholische Pflegeschule Essen durchgeführt wird, ist »ein wichtiges Zukunftsprojekt, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert und eine sehr hohe Arbeitsplatzgarantie bietet. Die Gesundheits- und Pflegebranche ist in Essen der größte Arbeitgeber mit gut 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den nächsten 10 Jahren werden schätzungsweise rund 10.000 Fachkräfte in den Ruhestand gehen. Auch vor diesem Hintergrund sind Projekte wie dieses ein absolutes Muss«, sagt der Gesundheitsdezernent der Stadt Essen Peter Renzel, der die zukünftigen Pflegefachkräfte als Botschafter und Vorbilder in Essen willkommen hieß. An der Eröffnung des Seminars nahmen auch Reinhard Dummler, Schulleiter der Katholischen Schule für Pflegeberufe, und Martin Blasig, Geschäftsführer der Contilia Gruppe und Mitglied des Aufsichtsrates der Katholischen Schule für Pflegeberufe, teil.

Pflegekräfte bereiten sich mit dem Programm IQuaMed auf die berufliche Anerkennung vor

Praxisseminar Pflege mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen

Praxisseminar Pflege mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen: Seminarstart mit Peter Renzel, Sozialdezernent Essen, Martin Blasig, Geschäftsführer Contilia-Gruppe, und Reinhard Dummler, Geschäftsführer Kath. Schule für Pflegeberufe Essen KKS

Gesundheits- und Krankenpfleger/innen aus verschiedenen Kontinenten bereiten sich aktuell in Essen auf ihre berufliche Anerkennung vor. Das Praxisseminar Pflege, das das mibeg-Institut Medizin zusammen mit den pflegepädagogischen Experten der Kath. Schule für Pflegeberufe in Essen durchführt, bereitet in sechs Monaten gezielt auf die Kenntnisprüfung vor. Das Seminar umfasst eine dreimonatige praktische Qualifizierung und eine dreimonatige theoretische Qualifizierung, und die notwendige Kenntnisprüfung ist Teil des Seminars und wird gegen Ende des Seminars unter Vorsitz des Landesprüfungsamtes abgenommen.

Mit dem zuständigen Dezernenten des Landesprüfungsamtes Lukas Schmülling sind zuvor das Curriculum des Praxisseminars Pflege und das Prüfungsverfahren abgestimmt worden. Das Seminarkonzept selbst wurde mit Unterstützung der erfahrenen Pflegeexperten Simone Sturm, Andrea Albrecht, Andreas Westerfellhaus und Andreas Winter entwickelt.

Zum fröhlichen Start gab es ein herzliches Willkommen durch Peter Wenzel, Sozialdezernent der Stadt Essen, durch Martin Blasig, Geschäftsführer der Contilia-Gruppe, und durch Reinhard Dumnmler, Geschäftsführer und Leiter der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen.

Das mibeg-Institut Medizin wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein gutes und lernintensives Seminar. Dieses Seminar wird unterstützt durch das Förderprogramm IQ und kann zukünftig in der Regelförderung durch Bildungsgutscheine unterstützt werden.

Siehe hierzu auch unseren Beitrag »Pflegefachkräfte werden im Ruhrgebiet mit IQuaMed gezielt in sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung qualifiziert«.

Pflegefachkräfte werden im Ruhrgebiet mit IQuaMed gezielt in sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung qualifiziert

Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die KenntnisprüfungEine hervorragende Qualifizierungsmöglichkeit für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die aus dem Ausland nach NRW kommen und ihre Anerkennung erlangen möchten, bietet die Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen in Zusammenarbeit mit dem mibeg-Institut Medizin ab dem 12. März 2018 an.

In Theorie und Praxis wird im Praxisseminar Pflege in sechs Monaten das notwendige Wissen vermittelt, um gut vorbereitet eine Kenntnisprüfung zu absolvieren, die am Seminarende in Essen in der Katholischen Schule für Pflegeberufe abgenommen wird. Erfahrene Pflegepädagog/innen und Pflegelehrkräfte vermitteln die theoretischen Wissensinhalte, dazu werden durch erfahrene Praxisanleiter/innen Hospitationen ermöglicht, in denen Pflegetechniken, Pflegestandards, aber auch beispielsweise Hygieneanforderungen praktisch vermittelt werden.

Ein Informationstag mit Informationen über die Teilnahmevoraussetzungen findet in der Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen am Mittwoch, 21. Februar 2018 um 10 Uhr statt. Interessent/innen senden vorab eine Mail an das mibeg-Institut Medizin. Weiterlesen