Anerkennung: Krankenpflegerin

Pflegenotstand: Wie gelingen Anerkennung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte?

In die aktuellen Diskussionen um den bundesweiten Pflegenotstand und die Möglichkeiten, ausländische Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, mischt sich aktuell die Süddeutsche Zeitung mit einer kritischen Berichterstattung ein. Unter dem Titel »Der Ansturm bleibt aus« schreibt Michaela Schwinn: »Auch Krankenhäuser sollen mehr Mitarbeiter einstellen. Doch woher sollen sie kommen? Auf Stellenanzeigen antwortet kaum noch jemand, zu den Infoständen auf Karrieremessen kommt fast niemand. Zu unattraktiv sind die Arbeitsbedingungen geworden. (…) Spricht man mit Menschen, die Pfleger aus anderen Ländern beschäftigen, stellt sich heraus, dass diese Fachkräfte zwar für einzelne Einrichtungen wichtig sind und dort über Engpässe hinweg helfen, der große Wurf im Kampf gegen den bundesweiten Notstand ist mit ihnen aber wohl nicht möglich.«

Die Süddeutsche Zeitung führt aus, dass insbesondere schnell gestrickte Projekte, mit denen bis zu 100 Menschen gleichzeitig angeworben wurden, fast immer gescheitert sind. Das Scheitern würde sich in der mangelnden Sprachkenntnis begründen, aber auch in unrealistischen beruflichen Erwartungen. Viele Pflegefachkräfte aus dem Ausland haben ein Studium absolviert. Sie waren in Bereichen der Gesundheitsversorgung tätig, die ihnen hier verwehrt sind, da diese Tätigkeiten hier Ärzten zugeordnet werden. Die in Deutschland praktizierte Grundpflege von Patienten ist ihnen häufig nicht vertraut, da in vielen Ländern diese Unterstützung über Angehörige gegeben wird. Weiterlesen

Bundesgesundheitsministerium legt Eckpunktepapier für ein neues Sofortprogramm in der Kranken- und Altenpflege vor

Eckpunkte für ein neues Pflegegesetz hat das Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt. Es versteht sich als »Sofortprogramm für eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege«.

» Hier findet sich das Eckpunktepapier im Original-Wortlaut.

Andreas Westerfellhaus legt Positionspapier zur Pflegepersonalentwicklung vor

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebeauftragter der Bundesregierung, zeigt in einem Positionspapier neue Wege auf zur Gewinnung von qualifiziertem Pflegepersonal. Steuerfreie Prämien sollen Pflegefachkräfte erhalten, die in ihren Beruf wieder zurückkehren; ausgebildete Pflegekräfte, die direkt nach ihrem Examen in eine Festanstellung gehen, sollen ebenfalls eine Prämie erhalten.

Andreas Westerfellhaus fordert, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege insgesamt verbessert werden müssen, sodass solche Anreizsysteme langfristig nicht mehr nötig sind. Gegenüber der Rheinischen Post stellte Andreas Westerfellhaus die Eckpunkte des Positionspapiers vor.

Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières

Heute und morgen haben wir im mibeg-Institut Medizin wiederum ein ganz besonderes Seminar zu Gast: Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières führt eine Veranstaltung durch und nutzt unser Seminarzentrum in Köln.

Wir unterstützen sehr gern die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen. Die weltweit tätige Organisation bringt medizinische Hilfe und Lebensrettung in Krisenregionen und ist oft erster und wichtigster Helfer für Menschen in Not. Ärzte ohne Grenzen sucht immer wieder international erfahrene Mitarbeiter sowie Unterstützer und Unterstützerinnen. Spenden können helfen.

Praxisseminar Pflege: Bestnoten für die Pflegeschule des Universitätsklinikums Düsseldorf

Mit den Praxisseminaren Pflege bereiten sich zahlreiche aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen auf die Kenntnisprüfung vor. Erfahrene Pflegepädagog/innen, Pflegewissenschaftler/innen, Lehrer/innen für Pflegeberufe und Praxisanleiter/innen trainieren in sechs Monaten die Teilnehmer/innen theoretisch wie praktisch und bereiten sie auf ihre Berufsausübung in Deutschland vor.

Jeder einzelne Seminartag wird evaluiert, und heute zitieren wir aus dem Auswertungsbogen des Praxisseminars Pflege, das in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Fachbereich Pflege am Universitätsklinikum Düsseldorf durchgeführt wird. Unsere Teilnehmer hielten in den Auswertungsbögen extra fest, was ihnen besonders gut gefiel: Weiterlesen