Hunderte geladene Experten des Gesundheitswesens werden nicht am Empfang der Deutschen Krankenhausgesellschaft teilnehmen. »Wir haben uns nach Bewertung der @rki_de
Empfehlungen für #Großveranstaltungen entschieden, den Empfang am 3.3., die bundesweite Zusammenkunft von rund 600 Experten aus Krankenhäusern und Gesundheitswesen, abzusagen«, twitterte die DKG. Vorbildlich: Die bereits gekauften Lebensmittel wurden von DKG-Präsident Gaß an die Berliner Tafel gespendet, um Menschen in Not zu unterstützen.
Anerkennung: mibeg-Institut
Andreas Westerfellhaus: »Personaluntergrenzen können nur eine Zwischenlösung sein«
Aus aktuellem Anlass hat der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, der Zeitschrift f&w 2/2020 ein Interview gegeben. Pflegepersonalbedarfsbemessung ist derzeit das aktuelle Thema im Krankenhausmanagement, Vorschläge, entsprechende Instrumente der Bemessung zu entwickeln, werden von unterschiedlichster Seite an die Poliotik herangetragen.
»Auf Dauer ist eine Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus der einzig richtige Weg. Die Pflegepersonaluntergrenzen können nur eine Zwischenlösung sein. Denn durch sie wird nur eine Untergrenze definiert, unterhalb derer die Personalausstattung die Patientensicherheit nicht mehr gewährleisten kann. Wir brauchen ein Instrument, das den tatsächlichen Bedarf an Pflegepersonal ermittelt. Denn nur so kann auch eine bedarfsgerechte Pflege erfolgen.«
Deutscher Bundestag: Rudolf Henke informiert aus Sicht der Ärzteschaft über Infektionsschutz bei Coronaviren
Infektiologie ist ein Thema in vielen Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte des mibeg-Instituts. Von besonderem Interesse sind aktuell Schutzmaßnahmen vor Infektionen mit dem Coronavirus 2019-nCoV. Das Robert-Koch-Institut stellt wichtige Informationen bereit, ebenso das Bernhard-Nocht-Institut. Aktuelle und wichtige Hinweise geben ebenso das Bundesgesundheitsministerium und die Webportale der Ärztekammern, hier sei beispielhaft auf die Ärztekammer Nordrhein verwiesen.
Präsident der Ärztekammer Nordrhein ist der Internist Rudolf Henke, der zugleich dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört. Am 12. Februar 2020 hat der Deutsche Bundestag zum Thema Schutzmaßnahmen vor Coronaviren eine Aktuelle Stunde durchgeführt. Hier sei auf die Rede von Rudolf Henke verwiesen, der umfassend darlegt, welches Ziel die Behörden in Deutschland mit den aktuellen Schutzmaßnahmen verfolgen.
Ausländische Pflegefachkräfte herzlich willkommen: Gezielte Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung in NRW
Reinhard Dummler, Geschäftsführer der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen, sowie Dr. Shermineh Shahi und Carina Schmidt vom mibeg-Institut begrüßten sehr herzlich in der KKS Essen die zahlreichen Interessent/innen, die sich auf die Berufszulassung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau vorbereiten.
Mit Unterstützung des öffentlich geförderten Seminars Praxisseminar Pflege werden die aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräfte in drei Monaten Theorie und drei Monaten Praxis auf die Berufsausübung in Deutschland vorbereitet. Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen und das mibeg-Institut arbeiten schon seit längerem sehr gut zusammen und haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, viele Gesundheitsfachkräfte, die ihren Beruf im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege in Nordrhein-Westfalen ausüben möchten, schnell und gut bei der beruflichen Anerkennung zu unterstützen. Weiterlesen
Marburger Bund Hessen und mibeg-Institut Medizin: Der Weg zur Approbation

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen
Auf große Resonanz stieß das Angebot des Marburger Bundes Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin ein Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auszurichten: »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland«, lautete der Titel der Veranstaltung.
Welche Dokumente benötigt die Behörde, bei der ich meinen Antrag auf Approbation stelle? Welche deutschsprachlichen Kenntnisse werden von mir gefordert auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich mich am besten auf eine Fachsprachprüfung vorbereiten? Wie läuft eine Kenntnisprüfung ab, und welche Seminare kann ich wählen, wenn ich mich optimal auf die Prüfung vorbereiten will? Welche Literatur wird empfohlen? Welche Anforderungen stellen Klinikarbeitgeber an eine/n Assistenzarzt oder -ärztin? Was muss ich beachten, wenn ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben will? Wie ist der Klinikalltag organisiert? Welche Arbeitszeiten kommen auf mich zu, welche Nachtdienste und Wochenenddienste? Wie werde ich Facharzt oder Fachärztin in Deutschland? Was ist mit ärztlicher Weiterbildung gemeint?
Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden durch die Justiziarin Veronika Putzmann-Heidenwag, Arbeitsrechtlerin, Marburger Bund Hessen, und Anerkennungs- und Bildungsexpertin Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin beantwortet. Carina Schmidt hielt einen umfassenden Vortrag über den Weg zur Approbation in Deutschland und hatte auch zahlreiche Informationsmaterialien mitgebracht, darunter das vielgenutzte Anerkennungsposter zur Approbationserlangung sowie das Poster des mibeg-Instituts und des Marburger Bundes zur Fachsprachprüfung.
»Nichts ist so wichtig wie eine gute und umfassende Information vorab«, könnte als Motto der Veranstaltung gelten, und das der Marburger Bund Hessen einen solchen umfassenden Service anbietet, fanden die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte äußerst hilfreich.
Neben zahlreichen Informationen und Tipps für eine gute Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen wurden auch kritische Themen angesprochen. So nehmen in Hessen zurzeit noch einige Kursanbieter selbst Fachsprachprüfungen ab. Fachsprachprüfungen durch die Landesärztekammer Hessen mit dem entsprechenden qualitativen Standard, der in anderen Bundesländern längst üblich ist, werden bedauerlicherweise immer noch nicht angeboten, sind aber in Vorbereitung.
Ein bundesweit einheitlicher Standard für Ärztinnen und Ärzte, die entweder aus EU-Staaten oder aus Drittstaaten zu uns kommen, ist hilfreich, verhindert Approbationstourismus und führt auch bei Kursgebühren und Kursinhalten zu einer besseren Vergleichbarkeit für die Interessenten. Dieser einheitliche Standard ist nahezu erreicht im Bereich der ärztlichen Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, von daher ist es zu begrüßen, wenn auch das Bundesland Hessen seine Verfahrenspraxis entsprechend ausrichtet. Eine qualitative Verbesserung besteht ab dem 1. Januar 2020 in Hessen darin, dass mindestens ein Deutschzertifikat im Bereich der medizinischen Fachsprache auf dem Niveau C1 vor der Erteilung einer Berufserlaubnis vorliegen muss, wobei das Zertifikat nur in Kopplung mit einem vom Goethe-Institut oder von der telc GmbH B2-Deutsch-Zertifikat anerkannt wird. Für eine dauerhafte Integration der aus dem Ausland willkommen geheißenen Ärztinnen und Ärzte und für die gesundheitliche Versorgung der Patienten ist eine solche Angleichung an die Standards anderer Bundesländer ein wichtiger Schritt.
Für die Veranstalter gab es zum Abschluss des Seminars viel Lob für das gezeigte Engagement. Der Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin versprachen, solche Seminare regelmäßig zu veranstalten.

