Anerkennung: Willkommenskultur

Fachforum welcome@healthcare am 18. Januar 2018 in Düsseldorf: Gewinnung, Qualifizierung und Integration von geflüchteten Menschen in Pflege- und Gesundheitsfachberufe

Die Pflege- und Gesundheitsfachberufe können für geflüchtete Menschen eine spannende und sichere berufliche Perspektive darstellen, denn die Nachfrage an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist groß. Aus diesem Grund haben sich bereits viele Einrichtungen auf den Weg gemacht und bieten Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für geflüchtete Menschen an.

Im ersten Fachforum der Koordinierungsstelle welcome@healthcare berichten ausgewählte Einrichtungen von ihren Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie von ihrer Arbeit mit der Zielgruppe der geflüchteten Menschen. Im Fokus stehen dabei vor allem Faktoren, die zu einem guten Gelingen der Ausbildung beitragen können, aber auch lebensweltliche und juristische Rahmenbedingungen, die die Einmündung in eine Maßnahme und deren Erfolg erschweren können.

In vier Workshops haben Sie die Möglichkeit, wichtige Informationen aus erster Hand zu erhalten, Ihr Netzwerk zu erweitern und Ihre eigenen Erfahrungen im Feld zu diskutieren. In der anschließenden Podiumsdiskussion kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft zusammen, um die aktuelle Situation und dringende Handlungsbedarfe zu diskutieren.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung (kostenfreie Teilnahme) beim Veranstalter welcome@healthcare:

Organisatorische Beratung
Christiane Heidtfeld
welcome@healthcare

Telefon: 0202-2822 228
E-Mail: heidtfeld@paritaet-nrw.org

Fachliche Beratung
Sebastian Riebandt
welcome@healthcare

Telefon: 0202-2822 218
E-Mail: riebandt@paritaet-nrw.org

Zahlreiche geförderte Deutschkurse sollen in NRW mit DeuFöV starten

Die Beherrschung der deutschen Sprache ist eine wichtige Voraussetzung, um seinen Beruf in Deutschland auszuüben. Dies gilt in besonderem Maße für die Angehörigen der Heilberufe. Bundesweit starten bei über 1200 Trägern zahlreiche Deutschkurse, allein in Nordrhein-Westfalen bei über 200 Sprachkursträgern.

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es in vielen Städten Deutschkurse, so in Altena, Menden, Lüdenscheid, Paderborn, Brühl, Velbert und Wuppertal und vielen weiteren Orten mehr. Wo der nächste Kurs startet, erfährt man bei seinem zuständigen Jobcenter. Das Jobcenter entscheidet auch, welche Kursmöglichkeit sinnvoll ist und ob man gefördert werden kann. Weiterlesen

Integration ist viel mehr als die berufliche Anerkennung!

TildaIntegration heißt auch Ankommen, Zusammenleben, Familie gründen. Und dann passiert manchmal auch »ein kleines Wunder«, wie uns ein Teilnehmer schrieb. Das kleine Wunder heißt Tilda und ist vor ein paar Tagen auf die Welt gekommen. Der glückliche Vater, der uns an seinem Glück teilhaben ließ, absolviert derzeit seine Qualifizierung zur Anerkennung als Physiotherapeut in Dortmund und schickte uns das Foto seiner kleinen, bezaubernden Tochter. Wir wünschen ihr und ihrer Familie sehr herzlich alles Liebe und Gute.

Approbation erhalten: Ärztin aus Kuba startet nach Anerkennung als Ärztin in Deutschland

Qualifizierung für Klinik und Praxis: Approbation erlangtIhre Erfolgsgeschichte ist für viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland, die in Deutschland in ihrem angestammten Beruf arbeiten möchten, eine Ermutigung: Unmittelbar im Anschluss an ihr Seminar zur Vorbereitung auf die Anerkennungsprüfungen hat Sintia O., die aus Kuba nach Deutschland gekommen ist, die Prüfungen bestanden und ihre Approbation erhalten.

Die Absolventin der Weiterbildung »Qualifizierung für Klinik und Praxis« hat sich im mibeg-Institut Medizin in sechs Monaten intensiv auf ihre Fachsprachprüfung und ihre Kenntnisprüfung vorbereitet. Ärztliche Dozentinnen und Dozenten unterstützten sie in zahlreichen medizinischen Fachkursen, insbesondere zur Diagnostik und Therapie innerer Erkrankungen, zur Ultraschall­diagnostik, zur Notfallmedizin und zur Pharmakologie sowie zu ausgewählten Fragestellungen aus wichtigen chirurgischen Fachgebieten, bei der Rekapitulation ihres medizinischen Wissens.

Darüber hinaus vermittelte ihr das Seminar alle Kenntnisse, die sie für ihren Start ins Berufsleben als Ärztin in Deutschland benötigt, darunter die berufsrechtlichen Grundlagen und Wissen über die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems. Nun startet Sintia O. als Assistenzärztin in einer deutschen Klinik und wird ihre Weiterbildung zur Fachärztin beginnen.

Das Seminar »Qualifizierung für Klinik und Praxis« startet regelmäßig viermal im Jahr. Wenn die Voraussetzungen vorliegen, entstehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern keine Seminarkosten, die Weiterbildung wird über Bildungsgutscheine gefördert. Die nächsten Starttermine finden Sie hier.

»IQuaMed ist visionär, herausfordernd, aktuell und nachhaltig«: Zahlreiche Kooperationspartner zu Gast beim 100. Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«

Für die teilnehmenden Ärztinnen, Zahnärzte, Physiotherapeutinnen, Röntgen- und Laborassistenten sowie Krankenpflegerinnen war es eine große Überraschung, dass zum 100. Informationsseminar viele Experten zu Gast waren, die in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern die berufliche Anerkennung ausländischer Fachkräfte unterstützen.

Institutsleiterin Barbara Rosenthal hieß die Gesundheitsfachkräfte, die aus vielen Ländern nach Nordrhein-Westfalen gekommen waren, und die besonderen Gäste, die das Projekt IQuaMed unterstützen und begleiten, herzlich willkommen. Dazu gehörten die Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW, Experten aus dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung BIBB und von f-bb – Forschungsinstitut Betriebliche Bildung. Vertreten waren der Marburger Bund, Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed, die Ärztekammer Westfalen-Lippe, Agenturen für Arbeit und Jobcenter, Anerkennungsberater und Vertreter zahlreicher Weiterbildungseinrichtungen und Sprachschulen.

100. Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«

Zahlreiche Gäste beim 100. Informationsseminar: u.a. Ulrike Steinecke (ZAB), Rolf Göbels (WHKT, Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW), Robert Koch (BIBB), Rebecca Atanassov (BIBB), Peggy Lorenz (f-bb), Jürgen Herdt (Ärztekammer Westfalen-Lippe), Ulrich Piepenbreier (Sprachwerkstatt), Volker Ramp (FAW), Andreas Höffken (Marburger Bund), Sabine Schlensag (Agentur für Arbeit Köln), Sabine Martin (Diözesancaritasverband Köln)

Herzlich begrüßte als erster Gastredner der Projektleiter der Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW, Rolf Göbels vom WHKT, alle Anwesenden: »Das 100. Informationsseminar ›Wege zur Anerkennung‹ des Teilprojekts IQuaMed im IQ Netzwerk NRW ist ein Meilenstein, und wenn man Meilensteine erreicht, muss man auch feiern.« Weiterlesen