Archiv der Kategorie: News

Deutscher Bundestag: Rudolf Henke informiert aus Sicht der Ärzteschaft über Infektionsschutz bei Coronaviren


Infektiologie ist ein Thema in vielen Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte des mibeg-Instituts. Von besonderem Interesse sind aktuell Schutzmaßnahmen vor Infektionen mit dem Coronavirus 2019-nCoV. Das Robert-Koch-Institut stellt wichtige Informationen bereit, ebenso das Bernhard-Nocht-Institut. Aktuelle und wichtige Hinweise geben ebenso das Bundesgesundheitsministerium und die Webportale der Ärztekammern, hier sei beispielhaft auf die Ärztekammer Nordrhein verwiesen.

Präsident der Ärztekammer Nordrhein ist der Internist Rudolf Henke, der zugleich dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört. Am 12. Februar 2020 hat der Deutsche Bundestag zum Thema Schutzmaßnahmen vor Coronaviren eine Aktuelle Stunde durchgeführt. Hier sei auf die Rede von Rudolf Henke verwiesen, der umfassend darlegt, welches Ziel die Behörden in Deutschland mit den aktuellen Schutzmaßnahmen verfolgen.

»Weltspiegel«: Reportage über mexikanische Pflegefachkräfte in Deutschland


Eine spannende Reportage über Pflegefachkräfte aus Mexiko hat aktuell das TV-Magazin »Weltspiegel« gezeigt. Der Bericht erzählt anschaulich die Geschichte einer mexikanischen Pflegefachkraft, die nach 15 Jahren im Rettungsdienst in ihrem Heimatland nun nach Deutschland gehen wird, um hier als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu arbeiten. Der zweite Teil der Reportage berichtet über eine Pflegefachkraft, die bereits aus Mexiko nach Deutschland gekommen ist und hier im Bereich der Altenpflege arbeitet.

Die Reportage zeichnet ein eindrucksvolles Stimmungsbild von den Hoffnungen und Sorgen der mexikanischen Pflegefachkräfte, die sich in Deutschland engagieren. Die Reportage ist hier in der ARD-Mediathek abrufbar.

Noch keine Einigung im Zulassungsstreit über die Anerkennung des Medizinstudiums in Polen

Auf Initiative der Klinikgruppe Asklepios sind Ärztinnen und Ärzte in Stettin ausgebildet worden, die an der Pommerschen Medizinischen Universität studieren. Die 20 angehenden Ärztinnen und Ärzte haben ein fünfjähriges Studium in Polen sowie ein einjähriges praktisches Jahr in Polen zu absolvieren. Gemäß der gegenseitigen Anerkennung in Bezug auf die Medizinerausbildung in europäischen Unionsstaaten RL 2005/36/EG müsste eine Anerkennung erfolgen und eine anschließende Approbation auch in Deutschland problemlos zu erlangen sein.

Allerdings hatte Polen im April 2019 der Europäischen Union mitgeteilt, dass zur Erlangung einer vollständigen medizinischen Ausbildung in Polen künftig ein 13-monatiges Praktikum und eine Prüfung in polnischem Recht erforderlich sei.

Die brandenburgische Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher verhandelt entsprechend und bemüht sich um eine Lösung, dabei intensiv unterstützt durch den Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Derzeit zeichnet sich noch keine Lösung ab, wie der Tagesspiegel am 13. Februar 2020 berichtet.

Die pragmatische Lösung aus Brandenburg, man könne das Praktikum in Deutschland absolvieren und anschließend in Polen anerkennen lassen, wurde vom Ärztlichen Direktor des Asklepios-Klinikums Uckermark, Rüdiger Heicappell, zurückgewiesen, da es in Deutschland kein Berufsbild eines ärztlichen Praktikanten gäbe und mithin auch keinen Tarifvertrag. »Wer soll das denn bezahlen?« lautete laut Tagesspiegel die Frage des Ärztlichen Direktors.

Sind 300 Studierende aus Deutschland betroffen? Die Märkische Oderzeitung schreibt dazu: »›Die Brandenburger Verwaltung hat ein Signal gesetzt, dass für unsere Universität höchst unangenehme Folgen hat.‹ Der Dekan der Stettiner Uni, Professor Leszek Domanski, bemüht sich auf Nachfrage unserer Zeitung diplomatisch zu bleiben. Man könnte auch sagen: Es wurden schlafende Hunde geweckt. Denn in dem englischsprachigen Studiengang an der Stettiner Uni, den Professor Domanski leitet, werden seit 22 Jahren junge Mediziner aus zahlreichen Ländern ausgebildet. ›Außer den inzwischen 100 Deutschen aus dem Asklepios-Programm haben wir weitere 200 deutsche Studierende. Sie alle fühlen sich mittlerweile betroffen‹, erklärt Domanski.«

Update 4. April 2020: NRW hat eine neue Regelung getroffen, andere Bundesländer sind ebenfalls dabei, hier Regelungen zur Erteilung einer Berufserlaubnis zu fassen, nähere Informationen dazu hier.

Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte: Glückwünsche ans Klinikum Darmstadt

Mit einem sehr netten Tweet macht die Pflegedirektorin des Klinikums Darmstadt, Sabine Brase, auf die erfolgreiche Anerkennung aufmerksam, die aus dem Ausland kommende Pflegefachkräfte durch ihre Mitarbeit im Klinikum erlangt haben.  Wir gratulieren herzlich und wünschen den Pflegefachkräften auch weiterhin viel Erfolg und eine gute Mitarbeit im Klinikum im Klinikum Darmstadt.

Interessenten in Hessen können sich hier direkt an das Klinikum wenden.

Relaunch und Rochade – IQ Netzwerk Veränderungen

Eine Reihe von Veränderungen erfährt das IQ Netzwerk. Dazu gehört ein überarbeiteter Webauftritt, über den bereits der WHKT-Newsletter des IQ Netzwerks NRW berichtete. Bei der ebb Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung. ebb ist zuständig für das Koordinierungsprojekt des bundesweit tätigen Netzwerks »Integration durch Qualifizierung (IQ)«.

Im Januar übernahm Dr. Ottmar Döring eine der beiden Geschäftsführungspositionen bei der ebb GmbH und folgte damit auf Christiane Tieben-Westkamp, die in ein anderes Aufgabengebiet im selben Unternehmen wechselte. Dr. Ottmar Döring war zuvor für das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH tätig, davon über acht Jahre als Geschäftsführer und Leiter der IQ Fachstelle »Beratung und Qualifizierung«. Es folgte eine Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH), danach engagierte er sich für ZeBI e.V. Die Organisation ist u.a. für ein Teilprojekt im IQ Netzwerk in Berlin tätig: »Fachkräftegewinnung für Berlin: Netzwerkbildung für qualifizierte Zuwanderung durch Analyse, Dialog und Initiierung von Support-Strukturen mit Migrantenorganisationen«.

Konstant in der Leitung und Koordination des IQ Netzwerks auf Bundesebene bleibt Sabine Schröder zuständig. Sabine Schröder war zunächst als wissenschaftliche Projektleiterin bei der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) tätig, bevor sie 2010, gemeinsam mit Christiane Tieben-Westkamp, Geschäftsführerin der ebb Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH wurde. Sie leitet das Koordinierungsprojekt des bundesweit tätigen Netzwerks »Integration durch Qualifizierung (IQ)«.

Veränderung erfährt das IQ Netzwerk auch in den Bereichen Beratung und Qualifizierung. »Vom Projekt zum Produkt«, also von der projektfinanzierten Förderung zur Regelförderung von Angeboten für Migrantinnen und Migranten, gehört zu den Themen bei Veranstaltungen für Mitarbeitende in IQ-Netzwerk-Projekten: »Transfer von IQ Qualifizierungen in die Regelförderung durch AZAV-Zertifizierung«.

Anerkennungsberatung erfolgt über die Beratungsstellen hinaus zunehmend durch die Arbeitsvermittlungsexpert/innen der Jobcenter und Agenturen für Arbeit. Anerkennungs- oder Anpassungsqualifizierungen erfolgen in allen Bundesländern durch regelgeförderte Angebote bei einer Vielzahl von Bildungsprojekten. Dabei kann das Programm »Integration durch Qualifizierung (IQ)« als Erfolgsgeschichte gewertet werden wie das »Anerkennungsgesetz« und seine Entsprechungen auf Länderebene.