Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Großer Fachkräftemangel in MTA-Berufen

Über das Ergebnis einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) berichtet aktuell kma in der Juli/August-Ausgabe 2019. Fast 1270 Vollkraftstellen sind für Medizinisch-technische Assistenten (MTA) derzeit unbesetzt. Bereits Anfang des Jahres bestätigten 46 % der deutschen Krankenhäuser Stellenbesetzungsprobleme bei der Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenz (MTRA), 24 % bei der Laboratoriumsasssistenz (MTLA) und 17 % im Bereich der Funktionsdiagnostik (MTAF).
Die Studie, so kma, zeichne ein düsteres Bild für die Zukunft: Bis zum Jahr 2030 rechnen die Experten mit einem bundesweiten Mehrbedarf an MTA von über 12000 Vollkraftstellen in Kliniken. Dringend wird die Attraktivität der MTA-Ausbildung als verbesserungswürdig angesehen und die Ausbildungsverordnung der Berufe müsse neu gefasst werden.

Wir wissen: Fachkräfte aus dem Ausland müssen zusätzlich eingeworben werden, Anerkennungswege leichter und effizienter gestaltet werden, Anerkennungsqualifizierungen dauerhaft etabliert werden. Hierfür bietet das Programm IQuaMed des mibeg-Instituts Medizin zusammen mit kompetenten Praxispartnern notwendige Qualifizierungsbausteine.

Heilkunst braucht Sprachkunst: Ärzte weisen auf die Notwendigkeit der guten sprachlichen Qualifizierung hin

Prof. Dr. med. Fuat Hakan Saner arbeitet als Oberarzt an der Uniklinik Essen, als Kardiologe ist Dr. med. univ. Feras El-Hamid am Kreiskrankenhaus Waldbröl tätig, und Alexis Theodorou gehört zum Team Chirurgie der Uniklinik Bonn. Diese drei Ärzte verbindet ihr Engagement für den Marburger Bund, aber auch ihr Einsatz für eine hohe sprachliche Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten, die der Schlüssel für eine sichere Patientenversorgung ist.

In einem gemeinsamen Aufsatz für die Marburger Bund Zeitung 7 / 2019 verdeutlichen die Mediziner: »Wir wissen, als Ärztin oder Arzt muss man sich sprachlich flexibel und dynamisch in beruflichen Alltagssituationen bewegen können. Die Sprachinhalte müssen so verstanden und – mündlich wie schriftlich – weitergegeben werden, dass Missverständnisse vermieden werden. Wir Ärzte benötigen eine berufsspezifische Sprachkompetenz. Missverständnisse könnten fatale Folgen haben.«

Die drei Mediziner weisen nicht nur auf die Fachsprachprüfungen hin, die durch die Landesärztekammern abgenommen werden, sondern auch auf gezielte Hilfestellung, die der Marburger Bund für ausländische Ärztinnen und Ärzte anbietet: »Gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin bieten wir spezielle Intensivkurse Fachsprache Medizin an, die gezielt auf die Prüfung vorbereiten.«

Die drei klinisch tätigen Ärzte nennen als Ziel ihres Engagements: »Wir wollen eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in Krankenhäusern sicherstellen. Uns ist es wichtig, dass die aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen fachlich wie sprachlich gut vorbereitet in den Beruf starten.«

Kliniken der Stadt Köln und mibeg-Institut Medizin: Anerkennungsqualifizierungen für ausländische Pflegefachkräfte starten

Kliniken der Stadt Köln und mibeg-Institut Medizin: Anerkennungsqualifizierungen für Gesundheitsfachberufe im Programm IQuaMedIn Deutschland fehlen Pflegefachkräfte, in anderen Ländern werden diese über Bedarf ausgebildet. Vor einem Einsatz in Deutschland muss jedoch die im Ausland absolvierte Ausbildung oder das Studium anerkannt werden. Da es oft einer sprachlichen und fachlichen Qualifizierung bedarf, ist die Nachfrage nach einer solchen Qualifizierungsmöglichkeit hoch. In Köln starten daher die Kliniken der Stadt Köln und das mibeg-Institut Medizin ein spezielles Qualifizierungsprogramm und haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Erfahrene Pflegedienstleiter und Pflegepädagogen unterrichten ab dem 1. August 2019 die ausländischen Kollegen und bereiten sie auf die Abschlussprüfungen vor. Diese werden unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamts für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie abgenommen.

»Wir schaffen mit diesem Programm einen klaren und qualitativ guten Weg, gezielt ausländische Pflegefachkräfte auf die berufliche Anerkennung und eine langfristige Mitarbeit in unseren Kliniken vorzubereiten«, sagt Michaela Binnen, Pflegedirektorin der Kliniken der Stadt Köln, die sich für die Gewinnung gut qualifizierter Fachkräfte besonders engagiert. Pflegekräfte aus dem Ausland sind für die Kliniken Köln einer von mehreren Bausteinen zur Mitarbeitergewinnung.

»Ein kontinuierliches Qualifizierungsangebot«, so Barbara Rosenthal, Leiterin des mibeg-Instituts Medizin, »sichert die Gewinnung ausländischer Gesundheitsfachkräfte, da sie zielgerichtet zu einer Berufsanerkennung geführt werden. Nur gut ausgebildete Krankenpflegekräfte können auf Augenhöhe in den Pflegeteams arbeiten. Dies ist auch der Schlüssel zu einem langfristigen Integrationserfolg.« Barbara Rosenthal bezieht sich auf die Erfahrung des Instituts, das allein unter dem Programmtitel IQuaMed in den letzten vier Jahren über 2.000 Gesundheitsfachkräfte beraten und 800 aus dem Ausland kommende Fachkräfte bei der beruflichen Integration in Nordrhein-Westfalen begleitet hat. Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen die arbeitssuchenden Gesundheits- und Krankenpfleger bei der Anerkennung und fördern über Bildungsgutscheine die Anerkennungsqualifizierung.

Interessenten können sich ab sofort an das mibeg-Institut Medizin, Tel. 0221-33604 610, medizin@mibeg.de wenden.

Expertenseminar: Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen

Gern bieten wir am 9. Oktober 2019 erneut eine Fortbildung zum Approbationsrecht, zum Recht der Berufszulassung und zur Verfahrenspraxis an. Das Seminar richtet sich an Jurist/innen, Fachkräfte zuständiger Stellen, Arbeitsvermittler/innen der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter, an Anerkennungsberater/innen und Personalverantwortliche in Kliniken. Ein erstes Seminar zur Thematik in unserem Institut war kurzfristig ausgebucht.

Bei der Gewinnung von aus dem Ausland kommenden Fachkräften ist die Anerkennung der Studien- und Berufsabschlüsse das zentrale Thema im Gesundheitswesen. Unter welchen Voraussetzungen können Approbationen und Berufserlaubnisse erteilt werden? Welche aktuellen Rechtsgrundlagen müssen beachtet werden, wenn die berufliche Anerkennung in einem Gesundheitsberuf in Deutschland angestrebt wird? Was kennzeichnet die Verfahrenspraxis der Approbationsbehörden? Welche Aufgaben stellen sich aktuell der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe? Wie läuft das Approbationsverfahren aus Sicht der Ärztekammern? Für eine optimale Beratung und Begleitung von Anerkennungsprozessen benötigen Experten aus den Bereichen Recht, Arbeitsvermittlung, Anerkennungsberatung und Human Resources Kenntnisse der aktuellen Rechtslage und der Verfahrenspraxis der Behörden.

Es referieren RD’in Constanze Lernhart, die über eine mehrjährige Erfahrung als juristische Dezernentin für den Bereich Berufsanerkennung akademischer Heilberufe bei der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie verfügt, die Juristin Carola Dörfler, Leiterin der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG in Bonn, und Jürgen Herdt, Leiter der Stabsstelle Planung und Entwicklung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Anerkennungsqualifizierung Physiotherapie erfolgreich gestartet

Praxisseminar Physiotherapie wiederum erfolgreich gestartet

Praxisseminar Physiotherapie wiederum erfolgreich gestartet

Das mibeg-Institut Medizin hat erneut erfolgreich zusammen mit dem Kooperationspartner bene+, einem Expertenteam im Bereich der physiotherapeutischen Ausbildung in NRW, eine Anerkennungsqualifizierung für aus dem Ausland kommende Physiotherapeut/innen gestartet: das Praxisseminar Physiotherapie. Das Bild zeigt einen Teil der zwölf Teilnehmer, die sich freuen, mit dieser Qualifizierung nun endlich ihre Berufszulassung im Bereich der Physiotherapie erlangen zu können. Die ausländischen Profis im Bereich der Physiotherapie werden durch inländische Profis qualifiziert. Das Curriculum des mibeg-Instituts Medizin und bene+ wurde mit dem zuständigen Landesprüfungsamt abgestimmt. Alle Dozentinnen und Dozenten verfügen über eine langjährige Erfahrung im Bereich der physiotherapeutischen Weiterbildung.

Das Besondere dieser Qualifizierung des mibeg-Instituts Medizin und bene+: Alle Teilnehmer, die über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen, können über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder eines Jobcenters gefördert werden.

Seminarleiterin Dr. Luisa Heinrichs vom mibeg-Institut Medizin begrüßte die Teilnehmer herzlich bei ihrem Start in Herne. Die nächsten Termine für eine Qualifizierung stehen bereits fest. Am 7. Oktober 2019 startet der nächste öffentlich geförderte Kurs für Physiotherapeuten, die ihren Beruf in Deutschland ausüben möchten, ihre Ausbildung oder ihr Studium aber im Herkunftsland absolviert haben. Weitere Seminarstarts folgen 2020 in Herne und in Köln.

Das mibeg-Institut Medizin hat bereits erfolgreich zahlreiche Physiotherapeut/innen auf ihrem Weg zur Berufszulassung begleitet, unterstützt dabei durch das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«. Alle Teilnehmer, die ihre Anerkennungsqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, sind bereits in Deutschland berufstätig.