Anerkennung: Anerkennung

Physiotherapie: Anerkennungsqualifizierung startet am 3. Juni 2019

Praxisseminar Physiotherapie zur Vorbereitung auf die Anerkennung als PhysiotherapeutGezielt auf die Tätigkeit als Physiotherapeut in Deutschland bereitet das Praxisseminar Physiotherapie vor, das das mibeg-Institut Medizin in Zusammenarbeit mit den Physiotherapieexperten von bene+ in Herne durchführt. Es kann zu 100% öffentlich gefördert werden.

Das Seminar richtet sich an aus dem Ausland kommende Physiotherapeut/innen, die ihre Anerkennung im Bereich Physiotherapie in Deutschland erlangen wollen.

Es gliedert sich in Module.

Eine viermonatige Theoriephase umfasst alle wichtigen Themen, die zur Anerkennung benötigt werden. Dazu gehören neben der Berufs- und Gesetzeskunde die wichtigsten krankengymnastischen Behandlungstechniken. Das Seminar lehrt methodische Anwendungen in der Physiotherapie und allgemeine und spezielle Krankheitslehre. Befund- und Untersuchungstechniken werden eingeübt. Ein weiteres Lehrgebiet ist die physikalische Therapie und als Grundlagenfach Anatomie und Physiologie für Physiotherapeuten. Ein Trainingsmodul Gesprächsführung gehört ebenso zum Seminar wie Kommunikations- und Präsentationstechniken und ein Bewerbungstraining. Die Theoriephase findet als Vollzeitunterricht statt (neun Unterrichtsstunden pro Tag).

Im Anschluss an diese Theoriephase kann optional entweder ein dreimonatiges oder ein sechsmonatiges Praktikum in Vollzeitform gewählt werden, das durch erfahrene Physiotherapeuten begleitet wird. Die Dauer des Praktikums hängt von dem im Anerkennungsbescheid gefassten Zeitraum des individuellen Anpassungslehrgangs ab. Das drei- oder sechsmonatige Praxismodul kann immer nur im Zusammenhang mit dem Theoriemodul gewählt werden. Weiterlesen

Approbation: Gleichwertigkeit muss nachgewiesen werden, so ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichts Trier

Das Deutsche Ärzteblatt weist in einem Artikel auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Trier hin. Ein aus der Ukraine stammender Arzt hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt, da er eine Kenntnisprüfung ablegen sollte.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet: »Ein Mediziner, der seit 2014 in einem Krankenhaus in der Region Trier arbeitet, hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt. Der Mann habe in der Ukraine studiert, mehrere Jahre als Arzt gearbeitet und dabei verschiedene Facharztbezeichnungen erworben, erklärte das Gericht. Im März 2015 habe er beim Land seine Approbation beantragt. Ein Gutachter sei zu dem Ergebnis gekommen, dass seine Ausbildung Defizite aufweise. Der Mann müsse entsprechend erst eine Prüfung für eine Approbation bestehen. Dagegen klagte der Arzt und legte den Richtern eine übersetzte Bescheinigung der ukrainischen Universität vor. Die Richter bemängelten, das Schreiben liste etwa die Zahl der Vorlesungsstunden auf – der konkrete Inhalt der genannten Unterrichtsfächer sei aber nicht erkennbar. Ein Vergleich mit einer Arztausbildung in Deutschland sei damit nicht möglich. Außerdem konnte der Kläger laut Gericht nicht ausreichend nachweisen, dass er fehlende Inhalte in der Berufspraxis nachgeholt hatte.«

Hierzu schreibt auch Legal Tribune Online: »Ein Mediziner aus der Ukraine kann nicht automatisch auch in Deutschland Arzt werden. Weist er die Gleichwertigkeit seiner Ausbildung nicht nach, muss er sich noch einmal prüfen lassen. Ein bloßer Nachweis der Anzahl geleisteter Arbeitsstunden genügt dafür nicht, so das VG Trier. Wer im Ausland als Mediziner ausgebildet wurde, kann deshalb nicht auch in Deutschland automatisch Arzt werden. Gibt es Zweifel an der Qualität seiner Ausbildung, so muss er sich nochmals prüfen lassen. So entschied es das Verwaltungsgericht (VG) Trier mit am Dienstag veröffentlichtem Urteil und lehnte damit den Antrag eines ukrainischen Mediziners auf Zulassung ab (Urt. v. 17.09.2018, Az. 2 K 6384/17.TR).«

Attaining the German medical licence (»Approbation«) for foreign physicians

Attaining the German medical licence (»Approbation«) for foreign physiciansThe mibeg-Institut Medizin has developed an overview of the approach by foreign physicians to gain the german medical license (»Approbation«). You can download a copy here or ask for a poster size print by e-Mail.

Das mibeg-Institut Medizin hat, unterstützt durch juristische Expertise, ein Poster erstellt, das aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten den Weg zur Approbation aufzeigt. Zahlreiche Arbeits- und Anerkennungsberater haben es seit Anfang 2017 angefordert und nutzen es. Das Plakat ist aktuell wieder verfügbar und kann kostenfrei in A1 und A4 von Arbeitsberater/innen und Anerkennungsberater/innen sowie von Krankenhäusern angefordert werden. Eine kurze E-Mail genügt.

Das Poster ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar, die Übersetzung in weitere Sprachen ist in Vorbereitung.

 

Wie Sie einen guten Arztbrief schreiben

Rolf Glazinski: »Arztbriefe optimal gestalten«von Rolf Glazinski *

Das Wichtigste zuerst: Einen Arztbrief schreiben Sie nicht für sich selbst, sondern in erster Linie für andere. Es hilft deshalb wenig, wenn Sie sich in ihrem Brief zurecht finden und wissen, was Sie meinen. Vielmehr müssen diejenigen, die ihren Brief lesen, ihre Botschaft verstehen und ihren Brief als nützlich empfinden. Man spricht von der sogenannten »Nutzerperspektive« (Spießl & Cording 2002, S. 258). Fragen Sie sich deshalb bereits beim Diktat eines Arztbriefs immer, ob die zukünftigen Leserinnen und Leser in der Lage sein werden, Ihnen gedanklich zu folgen.

Damit ein Brief verständlich wird, gibt es einige wenige, dafür aber wichtige Regeln: Gliedern Sie ihren Brief durch Absätze und Überschriften. Verwenden Sie nur Abkürzungen, von denen Sie sicher sind, dass Sie ihren Lesern geläufig sind. Vermeiden Sie Mehrdeutigkeiten. »HWI« kann »Harnwegsinfekt« aber auch »Hinterwandinfarkt« bedeuten. Berichten Sie über klinische Ereignisse in der Vergangenheit nach Möglichkeit der Reihe nach. Lösen Sie die Chronologie der klinischen Ereignisse nicht auf. Das ist gelegentlich mühsam, die Leser werden es Ihnen aber danken. Fassen Sie sich so kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig. Entlassungsbriefe, die mehr als vier DIN A4-Seiten lang sind, werden nur noch wenig Interesse erregen. Weiterlesen

Vera Lux stellt neue Personalentwicklungskonzepte auf dem Deutschen Pflegetag vor

»Neue Konzepte zur Personalentlastung und Personalbindung« ist der Workshop betitelt, den Vera Lux, Pflegedirektorin der Uniklinik Köln, gemeinsam mit Ludwig Thiry, Pflegepädagoge und Case Manager der Uniklinik Köln, im Rahmen des Deutschen Pflegetags 2019 in Berlin gestaltet. Professionelle Personalführung bedeutet heutzutage mehr als Personalgewinnung mit Bonussystem, sondern heißt Lösungen aufzuzeigen für flexible Personaleinsatzkonzepte und für dauerhafte Personalentlastung. Der Workshop stellt insbesondere empCARE  vor, ein empathiebasiertes Entlastungskonzept.

Vera Lux ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Weiterbildung Krankenhausmanagement am mibeg-Institut Medizin.