Anerkennung: Blog Anerkennung Gesundheitsberufe

Lieblingspost: Ärztliche Kenntnisprüfung bestanden

Das mibeg-Institut Medizin bekommt sehr viel begeisterte Post von seinen Absolventinnen und Absolventen. Gut, schnell und präzise vorbereitet auf die Kenntnisprüfung bestehen die Ärztinnen und Ärzte ihre Prüfungen und erhalten die Approbation. Jetzt erreichte uns die Mail eines Arztes, der aus Indien nach Deutschland gekommen ist.

Hallo und guten Tag, liebes mibeg-Team,
nach einem Covid-Infekt habe ich letztendlich einen neuen Kenntnisprüfung-Termin letzte Woche bekommen und am Freitag bestanden. (Yipeee)
Jetzt werde ich mich bewerben. In nächsten 2-4 Wochen sollte ich die Urkunde bekommen. Übernächste Woche werde ich meine frühere Chefärztin in ihrer Klinik aufsuchen. Ich melde mich, sobald ich eine Stelle erhalte.
Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen. Wir haben eine supertolle Fortbildung gehabt und dadurch auch die Prüfung geschafft.
Mit freundlichen Grüßen
Sulabh B.

Lieber Absolvent, wir freuen uns sehr mit Ihnen und all Ihren Kurskolleg/innen und gratulieren Ihnen! Sie haben die Prüfung sehr gut gemeistert und können, gut vorbereitet durch den Intensivkurs Humanmedizin, nun in Deutschland Ihre Facharzt-Weiterbildung fortsetzen. Wir freuen uns immer, von Ihnen zu hören, und grüßen Sie vom mibeg-Institut sehr herzlich.

„Ağrın var mı? Sprachbarriere in der Notaufnahme“

Die Absolventin Dr. med. Mirjam Martin der Weiterbildung Wissenschaftsredaktion des mibeg-Instituts Medien erhält die Auszeichnung für die beste Projektarbeit. Sie hat das Thema gewählt: »Ağrın var mı? Sprachbarriere in der Notaufnahme«.

Die Wissenschaftsredakteurin zeigt in ihrem Artikel auf, dass gerade in der Notaufnahme eine mögliche Sprachbarriere zwischen Arzt und Patient fatale Folgen haben kann. Dolmetscher sind bislang auch über Videocalls nicht permanent verfügbar und zudem über Krankenkassenleistungen nicht abgesichert. Laiendolmetscher oder Sprachmittler haben häufig nicht die notwendige Kompetenz, Ärztinnen und Ärzte sind nicht durch ihre Übersetzungsversuche entlastet, sondern müssen sich vergewissern, ob eine Patientenaufklärung tatsächlich gut und den Standards entsprechend stattgefunden hat. Der preisgekrönte Artikel wird in Kürze erscheinen.

Wir gratulieren Dr. Mirjam Martin herzlich zu ihrer Auszeichnung.

Wir sind viele: Der Pflegerat präsentiert sich auf dem Deutschen Pflegetag 2022

Eröffnung des Deutschen Pflegetags 2022Mit einer klugen Eröffnungsrede durch die Präsidentin des Deutschen Pflegerats Christine Vogler startete aktuell der Deutsche Pflegetag.

Bislang hat es zahlreiche Appelle an die Politik gegeben, die Situation der Pflegenden zu verbessern, und vieles ist in den letzten Jahrzehnten einfach verhallt. Es bleibt zu wünschen, dass die Rede von Christine Vogler Gehör findet und Einfluss nehmen kann auf die aktuellen politischen Entscheidungen im Bereich der Pflege.

Der Pflegetag wurde mit einem Grußwort des Bundesministers für Gesundheit, Prof. Dr. Karl Lauterbach, eröffnet. Leider blieb seine Rede nur einem kleinen Präsenzpublikum vorbehalten, denn wie so häufig im deutschen Gesundheitswesen zeigte sich, dass es digital an allen Ecken und Enden hapert.

Erfahrungen mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis

Erfahrungen Seminar Qualifizierung für Klinik und PraxisUnser Qualitätsmanagementsystem sieht kontinuierliche Auswertungen zur Qualitätssicherung vor. Aber auch die Bundesagentur für Arbeit erhebt regelmäßig Erfolgsbeobachtungen sehr umfassend. In der jetzigen Gesamtbeurteilung schildern uns die Ärztinnen und Ärzte, die an der Weiterbildung Qualifizierung für Klinik und Praxis teilgenommen haben, folgendes:

  • Herzlichen Dank für die Unterstützung! Der Kurs ist sehr sinnvoll und sehr kompetent begleitet und entwickelt.
  • Ich bedanke mich erstmal beim mibeg-Institut. Mit diesem Seminar denke ich, dass ich nicht nur sprachlich und auch fachlich sehr gut ausgebildet bin. Ich möchte auch gerne ergänzen, dass wir, neben der Wiederholung medizinischer Themen, das deutsche Gesundheitssystem viel mehr kennengelernt haben. Das war für mich sehr wichtig und sehr relevant für meinen zukünftigen Klinikalltag. Vielen Dank an die Agentur für Arbeit für die Unterstützung! 🙂
  • Diese Qualifizierung bringt mir so viele Vorteile, aber ich möchte kurz erwähnen, dass die Unterrichtszeiten ein bisschen lang sind. Wir waren seit sechs Monaten von 9 bis 16:45 Uhr hier und hatten nur eine Woche Pause. Und auch mussten wir den Unterricht, den wir in der Pause gemacht hätten, am Wochenende nachholen. Ich würde gerne vorschlagen: Alle zwei Monate oder irgendwann sollten kurze Pausen gemacht werden, damit wir uns besser konzentrieren können. Sonst war alles für mich sehr hilfreich. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
  • Ich war mit dem Kurs sehr zufrieden. Ich habe viele neue Informationen bekommen, die man im Arbeitsalltag braucht. Ich habe mich sehr gut für Fachsprachprüfung und Kenntnisprüfung vorbereitet. Jetzt bin ich sicher und habe eine Arbeitsstelle gefunden. Nach der Fachsprachprüfung fange ich als Assistenzärztin an. Vielen Dank für den Kurs!
  • Ich bin sehr zufrieden, dass ich das mibeg-Institut besucht habe. Ich habe mich sowohl bei der Sprache als auch beim allgemeinen Wissen über den gesundheitlichen Bereich entwickelt. Dadurch konnte ich auch mein Medizinstudium in einer kurzen Zusammenfassung wiederholen. Dank diesem Kurs und der Agentur für Arbeit für diese tolle Unterstützung. Ich hoffe, dass ich bald eine gute Stelle finde und das Gelernte in der Realität umsetze.
  • Das war ein sehr gutes Seminar, das hat mir wirklich geholfen. Es gab gute Informationen. Ich bedanke mich bei Ihnen für diese Möglichkeit.

Derzeit führen wir allein in Köln zum 101. Mal die Weiterbildung Qualifizierung für Klinik und Praxis durch. Herzlichen Dank an alle mitwirkenden Dozentinnen und Dozenten, und ganz herzlichen Dank an die vielen tollen Ärztinnen und Ärzte aus vielen Ländern dieser Welt, die diese Weiterbildung erfolgreich durchlaufen und ihre Approbation erlangt haben.

Wie lange dauert die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen bei Gesundheitsfachkräften?

Bundesinstitut für Berufsbildung BIBBErnüchternde Ergebnisse zeigen die ersten Daten einer Befragung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf: Bei den reglementierten Berufen ist bei einigen EU-Abschlüssen ohnehin eine automatische Anerkennung gegeben, hier wurden knapp 90 Prozent binnen drei Monaten beschieden. Ganz anders sieht es bei den Gesundheitsberufen aus, die nicht automatisch anerkannt werden können, wie das etwa regelmäßig bei Nicht-EU-Abschlüssen der Fall ist. Hier dauert das Verfahren im Durchschnitt 15 Monate, aber häufig warten Interessenten viel länger auf ihre Anerkennung. Das BIBB hält fest:

Von den reglementierten Berufen, bei denen die Anerkennung zwingende Voraussetzung für die Berufszulassung ist, wie bei Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegefachleuten, können einige EU-Abschlüsse automatisch anerkannt werden. Dies beruht darauf, dass innerhalb der EU die Ausbildungsordnungen aneinander angeglichen sind. 2020 wurden 87 Prozent binnen drei Monaten beschieden (+7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017).

Anders sah es bei den Verfahren zu den reglementierten Berufen aus, die nicht automatisch anerkannt werden. Den meisten dieser Verfahren liegen Abschlüsse zugrunde, die außerhalb der EU erworben wurden. Die Quote der in vier oder weniger Monaten beschiedenen Verfahren blieb hier konstant bei knapp 75 Prozent, zudem wurden deutlich mehr Verfahren beschieden. Bei einem großen Teil dieser Verfahren enthielt der erste Bescheid allerdings die Auflage, an einer Ausgleichsmaßnahme teilzunehmen, um die volle Gleichwertigkeit zu erreichen. Aus Sicht der Antragstellenden verlängerte sich dadurch im Vergleich zur reinen Bearbeitungszeit das Verfahren: im Durchschnitt dauerte es zuletzt rund 15 Monate, in vielen Fällen auch deutlich länger.

Hier zeigt sich für Deutschland ein gravierender Handlungsbedarf, und viele Anerkennungssuchende und Arbeitgeber fragen zurecht, wie es nach den millionenschweren Programmen, die über viele Jahre aufgelegt worden sind, zu einem solchen negativen Ergebnis kommen kann.

Das Wort Fachkräftemangel ist schließlich in aller Munde und kann nicht nur zur Neuauflage von immer wieder ähnlichen Projekten führen, die immer gleiche Strukturen in bestimmten Organisationen mit öffentlichen Mitteln bedienen.

Die Forderungen des mibeg-Instituts sind wiederholt vorgebracht worden

Gefragt sind einfache, klare Zuständigkeiten, die gleich in allen Bundesländern greifen, genügend Personal- und Sachmittelressourcen bei den zuständigen Stellen, weg von der Projektmittelförderung hin zu der Verstetigung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Dabei sollten die Beratungsangebote über die Bundesagentur für Arbeit dauerhaft und professionell erfolgen und die Qualifizierungsangebote in den Bundesländern – am Bedarf orientiert – mit einem langfristig abgesicherten Planungshorizont möglich sein.

Es zeigt sich: Der Markt regelt nicht alles

In bestimmten Regionen gibt es ein Überangebot an Beratung und Qualifizierung, in anderen Bereichen bestehen keine Angebote. Und nein, es kann bei hochspezialisierten Berufen vom Arzt bis zur Hebamme, von der Apothekerin bis zum Ergotherapeuten, nicht landauf landab „vor Ort“ immer dann ein Angebot gemacht werden, wenn es gerade gebraucht wird, sondern es müssen Lernorte geschaffen werden, wo eine notwendige sprachliche, fachsprachliche und fachliche Qualifizierung zur direkten beruflichen Anerkennung, also zur Berufszulassung oder Approbation führt. Wie soll Deutschland für Gesundheitsfachkräfte attraktiv sein, wenn alleine der Antrag auf Berufsanerkennung im Durchschnitt über 15 Monate dauert? Und wenig hilfreich in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Fördermittel für Deutschkurse im Ausland zusammengestrichen werden, was derzeit die Goethe-Institute beklagen.