Anerkennung: IQ Netzwerk

Pflegenotstand: Wie gelingen Anerkennung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte?

In die aktuellen Diskussionen um den bundesweiten Pflegenotstand und die Möglichkeiten, ausländische Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, mischt sich aktuell die Süddeutsche Zeitung mit einer kritischen Berichterstattung ein. Unter dem Titel »Der Ansturm bleibt aus« schreibt Michaela Schwinn: »Auch Krankenhäuser sollen mehr Mitarbeiter einstellen. Doch woher sollen sie kommen? Auf Stellenanzeigen antwortet kaum noch jemand, zu den Infoständen auf Karrieremessen kommt fast niemand. Zu unattraktiv sind die Arbeitsbedingungen geworden. (…) Spricht man mit Menschen, die Pfleger aus anderen Ländern beschäftigen, stellt sich heraus, dass diese Fachkräfte zwar für einzelne Einrichtungen wichtig sind und dort über Engpässe hinweg helfen, der große Wurf im Kampf gegen den bundesweiten Notstand ist mit ihnen aber wohl nicht möglich.«

Die Süddeutsche Zeitung führt aus, dass insbesondere schnell gestrickte Projekte, mit denen bis zu 100 Menschen gleichzeitig angeworben wurden, fast immer gescheitert sind. Das Scheitern würde sich in der mangelnden Sprachkenntnis begründen, aber auch in unrealistischen beruflichen Erwartungen. Viele Pflegefachkräfte aus dem Ausland haben ein Studium absolviert. Sie waren in Bereichen der Gesundheitsversorgung tätig, die ihnen hier verwehrt sind, da diese Tätigkeiten hier Ärzten zugeordnet werden. Die in Deutschland praktizierte Grundpflege von Patienten ist ihnen häufig nicht vertraut, da in vielen Ländern diese Unterstützung über Angehörige gegeben wird. Weiterlesen

Get together Pflege NRW: Anerkennung, Qualifizierung, Jobchancen

Get together Pflege: Anerkennung, Qualifizierung, Jobchancen – 5. Juni 2018Am Dienstag, 5. Juni 2018 findet von 11 bis 13 Uhr das Get together Pflege NRW im mibeg-Institut Medizin statt. In einer offenen Runde begegnen sich Pflegedirektor/innen, Leiter/innen von Pflegeschulen, Pflege­wissenschaftler/innen, Pflegepädagog/innen, Anerkennungsberater/innen, Qualifizierungsexpert/innen, Arbeitsvermittler/innen und Interessent/innen, die, aus dem Ausland kommend, in Nordrhein-Westfalen als anerkannte Fachkräfte für Gesundheits- und Krankenpflege arbeiten wollen. Mit kurzen Statements geben Expertinnen und Experten Impulse zum Pflegearbeitsmarkt NRW.

Das mibeg-Institut Medizin qualifiziert seit 2015 viele aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Hinblick auf ihre berufliche Anerkennung. Zahlreiche Absolvent/innen arbeiten bereits erfolgreich in den Kliniken. Die Qualifizierungen finden in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen statt. Viele Mutmachgeschichten sind bereits entstanden. Aus dem Ausland kommende Fachkräfte haben hervorragende Jobchancen in Nordrhein-Westfalen.

Beim Get together Pflege NRW stellt das mibeg-Institut Medizin die Fördermöglichkeiten vor, die bei individuellen Anpassungslehrgängen oder in Seminaren durch das Förderprogramm IQ genutzt werden können.

Mit diesem Get together Pflege NRW beteiligt sich das mibeg-Institut Medizin über das Projekt IQuaMed / IQ Netzwerk NRW am bundesweiten Diversity Tag 2018.

» Über die ausgebuchte Veranstaltung berichten wir hier.

Qualifizierungsprojekte zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte im ländlichen Raum

Gleich zwei Seminare starten 2018 in Westfalen, um aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auf die Kenntnisprüfung vorzubereiten.

Unter dem Projekttitel Komed-Q werden zehnwöchige Kurse angeboten. In den zehn Wochen kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an neun zweitägigen Seminareinheiten zusammen, um theoretisch unterwiesen zu werden. Zum Kurs gehört außerdem eine zweiwöchige Hospitation in einer ländlich gelegenen Klinik. Eine intensive Selbstlernzeit mit einem zielgerichteten Coaching ist zentraler Bestandteil der Qualifizierung. Vor der Kursaufnahme findet ein Kompetenzfeststellungsverfahren statt. Interessent/innen wenden sich direkt an Komed-Q.

Komed-Q findet im Studienhospital und im Lernzentrum für individualisiertes medizinisches Tätigkeitstraining und Entwicklung (Limette) der Universität Münster statt und wird durch das Förderprogramm IQ als eigenes Projekt unterstützt und gehört zum IQ Netzwerk NRW.

Eine gezielte Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung im Projekt IQuaMed des mibeg-Instituts Medizin startet als vierwöchiges Intensivtraining mit ärztlichen Dozentinnen und Dozenten ebenfalls im August 2018 in Bad Driburg. Kooperationspartner des Seminars ist die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge, ein Klinikverbund mit hervorragender Expertise bei der Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte. Das Seminar ist für die Teilnehmenden kostenfrei, da es unterstützt wird durch das Förderprogramm IQ.

Zusammen mit dem mibeg-Institut Medizin hat die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge bereits mehrere Praxisseminare Humanmedizin durchgeführt. Die Seminare zeichnen sich durch eine hohe Bestehensquote bei den zur Approbation nötigen Prüfungen aus, und unsere Absolventinnen und Absolventen starten unmittelbar nach erfolgreichem Seminarabschluss als Assistenzärzte ihre Berufstätigkeit in Deutschland. Interessent/innen wenden sich an das mibeg-Institut Medizin unter medizin@mibeg.de.

IQ Netzwerk NRW: Medizinisch-technische Radiologieassistent/innen starten mit dem mibeg-Institut Medizin ihre Anerkennungsqualifizierung

Radiologieassistent/innen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, können ihre berufliche Anerkennung beantragen. Nach erfolgreicher Anerkennung ihres Berufs ergeben sich hervorragende Jobchancen.

Wenn bei der Berufsanerkennung durch die zuständige Bezirksregierung festgestellt wird, dass noch theoretische oder praktische Ausbildungsinhalte fehlen, kann durch das Förderprogramm IQ eine Unterstützung erfolgen. Über das Projekt IQuaMed sind bereits eine Reihe von medizinisch-technischen Radiologieassistenten qualifiziert worden, nun starten weitere individuelle Anpassungslehrgänge, bei denen die Qualifizierungskosten übernommen werden können.

Der jeweilige Qualifizierungsplan ist passgenau abgestimmt auf den Anerkennungsbescheid und wird nach Beratung durch das Landesprüfungsamt in Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit MTRA-Schulen realisiert. Wir wünschen unseren Teilnehmer und Teilnehmerinnen viel Erfolg und Freude beim Lernen!

» Weitere Informationen hier

In sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung als Krankenschwester oder Krankenpfleger: Qualifizierung des mibeg-Instituts Medizin startet erneut

Das mibeg-Institut Medizin qualifiziert Gesundheits- und Krankenpfleger/innen zur beruflichen Anerkennung

Das mibeg-Institut Medizin qualifiziert Gesundheits- und Krankenpfleger/innen zur beruflichen Anerkennung

Das Praxisseminar Pflege bereitet in sechs Monaten gezielt auf die Kenntnisprüfung vor, mit der aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen rasch ihre berufliche Anerkennung erlangen können. Am 9. Juli 2018 startet das dritte Seminar in Folge. Seminarort ist das Universitätsklinikum Düsseldorf. Interessent/innen wenden sich bitte an das mibeg-Institut Medizin.

In drei Monaten Theorie und drei Monaten Praktikum werden im Seminar die aus dem Ausland kommenden Fachkräfte auf ihre Anerkennung in Deutschland vorbereitet. Bei erfolgreichem Seminarabschluss steht ihnen ein bundesweiter Arbeitsmarkt in der Krankenpflege offen.

Matthias Grünewald, Leiter des Ausbildungszentrums Pflege des Universitätsklinikums Düsseldorf, eröffnet das Praxisseminar Pflege

Matthias Grünewald, Leiter des Ausbildungszentrums Pflege des Universitätsklinikums Düsseldorf, eröffnet das Praxisseminar Pflege

Als exzellenter Kooperationspartner wurde mit der Durchführung des Projekts wiederum das Universitätsklinikum Düsseldorf beauftragt. Dipl.-Pflegewissenschaftler Matthias Grünewald leitet das Projekt, er ist zugleich Leiter des Ausbildungszentrums Fachbereich Pflege des Universitätsklinikums Düsseldorf. Als erfahrener Pflegepädagoge setzt er das Konzept des mibeg-Instituts Medizin versiert und praxisnah mit seinen Lehrbeauftragten um. Unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamts wird die Kenntnisprüfung direkt zum Ende des Seminars in Düsseldorf abgenommen. Weiterlesen