Anerkennung: mibeg-Institut Medizin

Vera Lux stellt neue Personalentwicklungskonzepte auf dem Deutschen Pflegetag vor

»Neue Konzepte zur Personalentlastung und Personalbindung« ist der Workshop betitelt, den Vera Lux, Pflegedirektorin der Uniklinik Köln, gemeinsam mit Ludwig Thiry, Pflegepädagoge und Case Manager der Uniklinik Köln, im Rahmen des Deutschen Pflegetags 2019 in Berlin gestaltet. Professionelle Personalführung bedeutet heutzutage mehr als Personalgewinnung mit Bonussystem, sondern heißt Lösungen aufzuzeigen für flexible Personaleinsatzkonzepte und für dauerhafte Personalentlastung. Der Workshop stellt insbesondere empCARE  vor, ein empathiebasiertes Entlastungskonzept.

Vera Lux ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Weiterbildung Krankenhausmanagement am mibeg-Institut Medizin.

Kenntnisprüfung erfolgreich bestanden

Heute erreichten uns wieder Nachrichten von glücklichen Absolventen: Sie haben die anspruchsvollen Kenntnisprüfungen an nordrhein-westfälischen Universitäten mit Bravour bestanden.

Eine Ärztin schrieb uns: »Wir waren zu viert in der Prüfungsgruppe in Münster und stellten überraschend fest, dass drei von uns sich durch verschiedene Seminare des mibeg-Instituts auf die ärztliche Kenntnisprüfung vorbereitet haben. Und wir drei waren es eben auch, die alle bestanden haben. Deshalb möchten wir uns herzlich beim Team des mibeg-Instituts und allen Dozenten bedanken.«

Die angehende Neurologin, die ursprünglich aus Russland stammt, gehört dazu ebenso wie eine zukünftige Internistin und Kardiologin, die aus der Mongolei nach Deutschland gekommen ist. Ebenso zur Prüfungsgruppe gehörte ein Arzt aus Jordanien, der jetzt seine Facharztweiterbildung an einer Klinik in der Eifel absolviert.

Wir gratulieren unseren Absolventen sehr herzlich.

Während wir dies veröffentlichen,  erreicht uns die nächste erfreuliche Nachricht: Eine Absolventin aus Kolumbien teilt uns gerade mit, dass sie die Kenntnisprüfung bestanden hat und nun als Chirurgin arbeiten wird. Auch ihr gratulieren wir sehr herzlich und wünschen ihr und ihren Kolleg/innen für die weitere berufliche Karriere herzlich das Beste.

Der Weg zur ärztlichen Approbation in Deutschland

Plakat »Der Weg zur deutschen Approbation für ausländische Ärztinnen und Ärzte«
Das mibeg-Institut Medizin hat, unterstützt durch juristische Expertise, ein Poster erstellt, das aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten den Weg zur Approbation aufzeigt. Zahlreiche Arbeits- und Anerkennungsberater haben es seit Anfang 2017 angefordert und nutzen es. Das Plakat ist aktuell wieder verfügbar und kann kostenfrei in A1 und A4 von Arbeitsberater/innen und Anerkennungsberater/innen sowie von Krankenhäusern angefordert werden. Eine kurze E-Mail genügt.

This Poster is also available in English.

Fachsprachprüfung: Hohe Anforderungen, gute Vorbereitung wichtig

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, hat gegenüber den Aachener Nachrichten gesagt, dass die Fachsprachprüfung für aus dem Ausland kommende Ärzte ein »unverzichtbares Element der Qualitätssicherung« sei. »Wer da durchfällt, muss sich besser vorbereiten. Dafür gibt es spezielle Fachsprachkurse. Die Medizin ist leider sprachlich genauso kompliziert wie fachlich«, sagte Henke, der zugleich Vorsitzender des Marburger Bundes Bundesverband ist.

Präsident Henke wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr 1.078 ärztliche Fachsprachprüfungen durch die Ärztekammer Nordrhein durchgeführt wurden, von denen 524 bestanden wurden. Seit vier Jahren werden diese Fachsprachprüfungen angeboten und haben im Durchschnitt eine 50-prozentige Nichtbestehensquote.

Die Aachener Nachrichten verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf die Verlautbarung des Deutschen Patientenschutzbundes, der viele Rückmeldungen über wachsende Kommunikationsprobleme bekommt. Besonders dramatisch sei die Situation in Kur- und Rehakliniken, in denen manchmal laut Patientenschutzbund nur »mit Händen und Füßen gearbeitet« würde. Medizin aber »funktioniert nur über Gespräche«.

Gemeinsam mit dem Marburger Bund bietet das mibeg-Institut Medizin mit dem Intensivkurs Fachsprache Medizin eine gezielte Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung mit hohen Bestehensquoten unserer Absolventen an.

Der Pflegeberuf im internationalen Vergleich

Aktuell befassen wir uns gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern mit der Anerkennung und Integration ausländischer Pflegekräfte. Zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten für ausländische Pflegekräfte über modularisierte Anpassungslehrgänge und das Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung werden noch in diesem Jahr starten.

Da ist es immer gut, auch einen Blick über die Grenzen zu tun, um zu wissen, welches Verständnis von Pflege in anderen Ländern praktiziert wird. So schreibt Prof. Dr. Boris Augursky vom Rheinisch-westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) aktuell auf BibliomedManager: »Während in Deutschland am Verständnis der ärztlichen Delegation festgehalten wird, findet in anderen Ländern eine stärker partnerschaftlich angelegte, teamorientierte und gesetzlich legitimierte Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Pflegekräften statt, wie aktuell die Studie ›Aus anderen Ländern lernen‹ von Professor Ewers im Auftrag der Stiftung Münch feststellte. Beispielsweise leiten nördlich von Toronto sogenannte Nurse Practitioners Praxen für die gesundheitliche Primärversorgung. Sie übernehmen die Verantwortung für die Betreuung von Patienten, dürfen Rezepte ausstellen und Impfungen durchführen. Für die Bevölkerung in ländlich geprägten Gegenden ist dieses Angebot ein Segen. Aber auch innerhalb der Pflege ist der Qualifikationsmix in anderen Ländern weitaus breiter. Auf der einen Seite übernehmen akademisierte Pflegekräfte Verantwortung für ein ganzes Team, auf der anderen Seite üben Pflegehilfskräfte unter deren Anleitung einfachere Tätigkeiten aus. Dies erfordert eine stärkere Ausdifferenzierung der Tätigkeiten in der Pflege.«

Zugleich verbindet Boris Augursky diese Aussage mit einer scharfen Kritik am neuen Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG). Dieses Gesetz gehe den gegenteiligen Weg und schaffe mit der Selbstkostendeckung starke Anreize dafür, dass examinierte Pflegekräfte zukünftig möglicherweise für alle anfallenden Hilfstätigkeiten eingesetzt werden sollen.

Ein Anreizsystem, spezialisierte Pflegefachkräfte aus dem Ausland hierzulande zu binden, wird damit kaum geschaffen.