Anerkennung: Nordrhein-Westfalen

Staatliche Anerkennung als Physiotherapeut: Erfolgreich absolvierter Anpassungslehrgang im Programm IQuaMed

»Mein Anpassungslehrgang ist letzte Woche zum Ende gekommen und ich habe die Urkunde als staatlich anerkannter Physiotherapeut bekommen. Ich will mich herzlich bedanken für Ihre Unterstützung, alles Gute wünsche ich Ihnen«, schreibt uns heute ein Physiotherapeut, der wie viele seiner Kollegen erfolgreich mit einer anerkannten Schule für Physiotherapie seine Anerkennungsqualifizierung abgeschlossen hat. Ihm steht ein großer Arbeitsmarkt offen und er wird im Ruhrgebiet nun in einer Praxis für Physiotherapie vielen Patienten helfen können. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Schule und den Praxen und gratulieren unserem Teilnehmer Nikola J. sehr herzlich und wünschen ihm ebenso alles Gute für seine weitere Zukunft in Deutschland. Aus Serbien kommend hat der Absolvent nun in Gelsenkirchen ein Zuhause gefunden und wir freuen uns, dass er sich für Westfalen entschieden hat. Er hat sich zielgerichtet auf seinen Berufsstart hier vorbereitet und hält nun glücklich seine Berufszulassungsurkunde als Physiotherapeut in Händen.

Mehr als 5.000 ärztliche Fachsprachprüfungen in Westfalen-Lippe durchgeführt

Anfang 2014 hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe ärztliche Fachsprachprüfungen eingerichtet und seitdem kontinuierlich durchgeführt, um aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit zu bieten, ihre medizinischen Fachsprachkenntnisse darzulegen. Das erfolgreiche Prüfungsszenario umfasst sowohl mündliche als auch schriftliche Kommunikationsanteile und berücksichtigt das Gespräch mit dem Patienten gleichermaßen wie mit dem ärztlichen Fachkollegen.

Bis Anfang Juni 2019 sind seitdem 5.137 ärztliche Fachsprachprüfungen durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt worden. Dies berichtete Jürgen Herdt, Stabsstelle für Planung und Entwicklung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, kürzlich in einem Expertenseminar zum Approbationsrecht des mibeg-Instituts Medizin. Die Ärztekammer verfügt damit bei  Fachsprachenprüfungen über einen sehr großen Erfahrungsschatz. Die ärztliche Fachsprachprüfung in Nordrhein-Westfalen – in diesem Bundesland werden die Prüfungen von zwei Landesärztekammern abgenommen – gilt als etabliert, unabhängig und fachlich adäquat.

Durch die abnehmende Zahl der Krankenhäuser und die hohen Leistungsanforderungen der verbleibenden Kliniken entwickelt sich bei der Stellensuche die erfolgreich abgelegte Fachsprachprüfung vor einer anspruchsvollen Prüfungskommission zunehmend zum Bewerbungsvorteil: Es mehren sich Rückmeldungen, dass in Vorstellungsgesprächen gezielt gefragt wird: »In welchem Bundesland haben Sie Ihre Approbation erworben, und wo haben Sie Ihre Fachsprachprüfung abgelegt?«

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen«: Zeitschrift für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin ASU

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen« ASU 9 / 2018Gesundheitsberufe sind reglementiert. Aus dem Ausland kommende Gesundheitsfachkräfte benötigen daher zur Berufsausübung eine besondere Erlaubnis. Insbesondere für Geflüchtete ist es hilfreich, diese rasch zu erlangen. Über das Projekt IQuaMed hat das mibeg-Institut Medizin Wege nicht nur für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Pflegepersonal, sondern auch u. a. für Physiotherapeuten, Hebammen, Ergotherapeuten, Medizinisch-technische radiologische Assistenten und Pharmazeutisch-technische Assistenten erschlossen. Für die Modellregion NRW zeigt dieses Projekt, dass eine rasche, qualitativ hochwertige und kostengünstige Berufsanerkennung erreicht werden kann.

Der vollständige Aufsatz von Barbara Rosenthal ist erschienen in der Zeitschrift für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin ASU 9 / 2018.

Erfolgsquote 80 Prozent bei den Anerkennungsprüfungen unserer Absolventen

Die aktuellen Auswertungsdaten unserer letzten Evaluierung liegen jetzt vor, und wir freuen uns sehr über die Erfolge unserer Absolventinnen und Absolventen. 80 Prozent der im Projekt IQuaMed auf eine Anerkennungsprüfung vorbereiteten Ärzte, Apothekerinnen, Zahnärzte, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Ergotherapeuten und Angehörigen vieler anderer reglementierter Gesundheitsberufe mehr haben die Voraussetzungen zur Berufsanerkennung erfüllt. Herzlich willkommen in einem Arbeitsmarkt, der Gesundheitsfachkräften hervorragende Perspektiven bietet! Wir sagen herzlich Danke unserem Wissenschaftlichen Beirat, allen Kooperationspartnern und unseren Dozentinnen und Dozenten!

MTRA: Zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten in NRW

Wird sich der Beruf des Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten wie in Großbritannien wandeln? MTA-Dialog, die Fachzeitschrift für Medizinische Fachberufe, berichtet aktuell zum europäischen Ländervergleich Deutschland – Großbritannien. »Deutschland hat den Mangel an Radiologen, den wir hatten, nie erlebt. Dies war der Katalysator, um die Rolle und die Ausbildung von MTRA/Radiographer in Großbritannien zu verändern«.

Den interessanten europäischen Einblick in das Aufgabenspektrum eines in Großbritannien ausgebildeten Radiologie-Assistenten vermittelt der gebürtige Schotte Iain Christie. Der Biowissenschaftler, der über 15 Jahre in der Pharmaindustrie tätig war, hat eine Ausbildung zum MTRA (Radiographer) erfolgreich absolviert und hat anschließend sechs Monate in einer Nuklearmedizin-Abteilung einer Klinik in Deutschland gearbeitet. »Dennoch würde ein Hochschulabschluss die berufliche Stellung der MTRA in Deutschland verbessern und die Grundlage für die Stärkung ihres Images schaffen. Es lohnt sich auch, darauf hinzuweisen, dass viele andere EU-Länder einen Studiengang für die MTRA eingeführt haben. Ein solcher Schritt kann die Karriereoptionen von MTRA in anderen europäischen Ländern erweitern.

In Deutschland, speziell in Nordrhein-Westfalen, gibt es für aus dem Ausland kommende Bewerber zahlreiche Möglichkeiten, als MTRA zu arbeiten oder Ausbildungsstellen, um fehlende Berufsqualifikationen zu ergänzen, falls nicht direkt eine Anerkennung nach Antragstellung durch die Bezirksregierung erlangt werden kann. Während für EU-Bürger eine Anerkennung in ihrem im Herkunftsland bereits gelernten Spezialisierungsbereich (Nuklearmedizin, Strahlentherapie oder Radiologie) erreicht und damit auch eine entsprechende Berufstätigkeit aufgenommen werden kann, erfolgt für Antragssteller aus sogenannten Drittstaaten eine Anerkennung nur, wenn entsprechend der hiesigen Ausbildung wesentliche Kenntnisse in allen Bereichen nachgewiesen werden können. Ein Anpassungslehrgang vermittelt diese fehlenden Kenntnisse. Selbstverständlich kann eine solche Qualifizierung an jeder zugelassenen Ausbildungsstelle absolviert werden. Arbeitgeber übernehmen oft ganz oder teilweise die Ausbildungskosten.

Eine guten Überblick bietet die Suchfunktion von dvta.de/schulfinder unter dem Stichwort Nordrhein-Westfalen.

Das mibeg-Institut Medizin berät hierzu gern auf den regelmäßig stattfindenden und kostenfreien Seminaren »Wege zur Anerkennung«. Unterstützungen durch öffentliche Förderungen sind möglich; Seminargebühren, Hilfe zum Lebensunterhalt und Fahrtkosten können, wenn die persönlichen Voraussetzungen vorliegen, übernommen werden.