Anerkennung: Wissenschaftlicher Beirat des Programms IQuaMed

Hans-Albert Gehle ist der neue Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe

Die westfälische Ärzteschaft hat einen neuen Präsidenten gewählt: Dr. med. Hans-Albert Gehle, langjährig erfahrener Internist, Anästhesist und Intensivmediziner, vertritt schon seit vielen Jahren erfolgreich die Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen. Er ist Vorsitzender des Marburger Bund Landesverbandes Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz, er gehört dem Vorstand des Marburger Bund Bundesverbandes an und engagiert sich auch seit vielen Jahren bereits im Vorstand der Ärztekammer Westfalen-Lippe für die weitere Entwicklung der freien Ärzteschaft.

»Der Patient zuerst« ist Leitgedanke seines gesundheitspolitischen Handelns. Bei der Neugestaltung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen dürfe die Medizin nicht dem Diktat der Ökonomie unterliegen, Gesundheitspolitik müsse die ethischen vertretbaren Rahmenbedingungen ermöglichen, unter denen ärztliches Handeln geschieht. Ganz konkret arbeitet Hans-Albert Gehle an der Verbesserung der beruflichen Bedingungen von Ärztinnen und Ärzten in Kliniken und Praxen. Das betrifft die ärztliche Weiterbildung zum Facharzt wie auch die Arbeitszeiten, die im Krankenhaus ein bestimmtes Maß nicht überschreiten dürfen.

Das mibeg-Institut schätzt seine umfassende Erfahrung und sein ganz besonderes Engagement für eine gelingende und gute Integration der aus dem Ausland zu uns kommenden Ärztinnen und Ärzte. Er gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Programms IQuaMed an, das für die akademischen Heilberufe und für alle weiteren Gesundheitsfachkräfte Beratung und Qualifizierung zur beruflichen Anerkennung entwickelt und realisiert.

Wir gratulieren Dr. med. Hans-Albert Gehle sehr herzlich zum Präsidentenamt.

Neu, modern und vielfältig: Neue Pflegeausbildung startet 2020

Auftaktveranstaltung: Aktion für die neue Pflegeausbildung 2020 – Bundesministerin Franziska Giffey und Staatssekretär Andreas Westerfellhaus; Foto: Janine Schmitz/photothek.net für BMFSFJ

Auftaktveranstaltung: Aktion für die neue Pflegeausbildung 2020 – Bundesministerin Franziska Giffey und Staatssekretär Andreas Westerfellhaus; Foto: Janine Schmitz/photothek.net für BMFSFJ

Gleich drei Bundesministerien und der Pflegebeauftragte der Bundesregierung engagieren sich in der Öffentlichkeit für den Pflegeberuf und die 2020 beginnende neue Pflegeausbildung. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundearbeitsminister Hubertus Heil, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, zeigen die Karrierechancen auf, die sich durch eine Ausbildung in der Pflege ergeben. Die Kampagne ist Teil der Konzertierten Aktion Pflege, die mit einem Bündel an Maßnahmen für umfassende Verbesserungen in der Kranken- und Altenpflege sorgen will.

Andreas Westerfellhaus betont: »Damit der Start der neuen Pflegeausbildung ab 2020 gelingt, müssen alle an einem Strang ziehen – jetzt insbesondere die Länder und die Ausbildungsverantwortlichen vor Ort. Es ist eine große Herausforderung für alle, die viel Engagement verlangt, sich aber lohnt!«

Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Pflegeschulen können ein Starterpaket mit Materialien und Informationen beantragen, die auch über www.pflegeausbildung.net verfügbar sind.

Andreas Westerfellhaus: »Wir brauchen sich sinnvoll ergänzende Personalkonzepte in der Pflege, die sich nicht kannibalisieren«

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, hat ein eindeutiges Plädoyer zur Begrenzung der Leiharbeit in der Pflege abgegeben. Bezogen auf die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den Einsatz von Leiharbeit in der Pflege einzudämmen, führte Westerfellhaus aus: »Ich begrüße und unterstütze dieses Vorhaben. Der Einsatz von Leiharbeitnehmern sollte ursprünglich zur kurzfristigen Überbrückung von Arbeitsspitzen erfolgen. Davon sind wir aber schon weit entfernt. Wir brauchen wieder sich sinnvoll ergänzende Personalkonzepte, die sich nicht kannibalisieren und Unfrieden stiften.«

Ohne den gravierenden Fachkräftemangel würde das Geschäftsmodell der Leiharbeitsfirmen nicht funktionieren, führte Westerfellhaus aus und verdeutlichte, dass die jetzigen Modelle den Fachkräftemangel noch verschärfen. Ausdrücklich bezog Westerfellhaus in seinem Statement zur Begrenzung der Leiharbeit in der Pflege auch die Langzeitpflege- und die Rehaeinrichtungen mit ein: »Das Problem beschränkt sich ja nicht nur auf Krankenhäuser.« Weiterlesen

Minister Laumann zum Gutachten zur Krankenhauslandschaft in NRW: »Wer die Reform am meisten fürchten muss? Das sind die privaten Klinikträger.«

Von großer Bedeutung für die Krankenhäuser ist das durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales MAGS in Auftrag gegebene Gutachten zur Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen, das durch die PD-Berater der öffentlichen Hand GmbH, die Lohfert & Lohfert AG sowie die TU Berlin / Management im Gesundheitswesen, Prof. Reinhard Busse und Kollegen, erstellt wurde.

Am Donnerstag letzter Woche wurde das Gutachten durch Minister Karl-Josef Laumann und Abteilungsleiter Helmut Watzlawik der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie zu erwarten, nimmt das Gutachten Stellung zur weiteren Entwicklung in Ballungsgebieten wie in ländlichen Bereichen. Es fokussiert die künftige Krankenhausplanung des Landes NRW auf Leistung und Qualität sowie auf den Bedarf. Damit würde Nordrhein-Westfalen, wenn es denn an die praktische Umsetzung gehen sollte, mit diesem radikalen Zuschnitt Neuland betreten und innovativ das Gesundheitswesen gestalten.

Dass Neuland betreten werden soll und der Wille zur Umsetzung besteht, zeigte Minister Laumann direkt in seiner Gesprächsbereitschaft mit der Medizin. Einer seiner ersten Wege führte zur Hauptversammlung des Marburger Bundes Landesverband NRW / RLP.

Dr. med. Hans-Albdert Gehle im mibeg-Institut

Dr. med. Hans-Albert Gehle im mibeg-Institut

In einer mehrstündigen Diskussion, an der neben Minister Laumann auch Jochen Brink, Präsident der KGNW, teilnahm, wurde eine offene und lebhafte, aber auch kritische und konstruktive Debatte über die künftige Krankenhausplanung in NRW geführt, wie der Marburger Bund berichtet. Der Vorsitzende des MB-Landesverbandes, Dr. med. Hans-Albert Gehle, verdeutlichte, dass viele Kliniken in Nordrhein-Westfalen in einer äußerst kritischen Situation seien. Umso mehr bewertete er es positiv, dass Minister Laumann ausdrücklich den ärztlichen Sachverstand für die weiteren Planungsverfahren einfordere. Dr. Gehle: »Das haben wir so klar noch nie gehört.«

Der Gesundheitsminister machte deutlich, dass er aus dem »ruinösen Wettbewerb«, der in vielen Regionen stattfinde, herauskommen und das »angeschlagene« DRG-System zugunsten einer klaren Grundfinanzierung ablösen wolle, um viele Fehlanreize des DRG-Systems zu beseitigen.

Mit dem Gutachten kommt ein Prozess in Gang, der an klaren Daten entlang weiter fortgeschrieben werden soll. Einen Kahlschlag im ländlichen Raum, so der Minister, würde es mit ihm nicht geben, sondern eine Orientierung daran, dass die mehrheitlich christlichen Kliniken in NRW erhalten bleiben sollten. Trägervielfalt ist für den Minister sehr wichtig, dazu gehören auch klare Vorgaben für Universitätsklinika. Der Marburger Bund zitiert Karl-Josef Laumann: »Wer die Reform am meisten fürchten muss? Das sind die privaten Klinikträger.«

Dr. med. Hans-Albert Gehle bilanzierte: »Die Transparenz, die wir jetzt erleben, hat es in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht gegeben.«

Auf der Marburger Bund-Hauptversammlung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen / Rheinland Pfalz wurde auch der neue Vorstand gewählt. Wir gratulieren den gewählten Ärztinnen und Ärzten sehr herzlich.

Insbesondere dürfen wir dem neugewählten Vorsitzenden des Landesverbands, Dr. med. Hans-Albert Gehle, und Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger zur erneuten Wahl in den Vorstand herzlich gratulieren. Beide Ärzte engagieren sich für zahlreiche zentrale Themen der Ärzteschaft, sowohl im Marburger Bund als auch bei den Ärztekammern, und streiten für gute Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte, von der Arbeitszeit bis hin zur Vergütung, damit eine hochwertige medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten möglich wird.

Zudem engagieren sich Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger und Dr. med. Hans-Albert Gehle für die gelingende und nachhaltige Integration von aus dem Ausland kommenden Gesundheitsfachkräften.

Beide Ärzte gehören dem Wissenschaftlichen Beirat des Programms IQuaMed an, das ausgehend von Nordrhein-Westfalen Wege zur Anerkennung von Gesundheitsfachkräften in Deutschland aufzeigt und Qualifizierungen bereitstellt, um eine rasche und effektive Integration in das hiesige Gesundheitssystem zu ermöglichen.

Das Gutachten zur Krankenhauslandschaft in NRW in der Komplettfassung ist hier abrufbar, die Kurzfassung hier.

 

NRW bekommt eine Pflegekammer

Eine überwältigende Mehrheit von 79 Prozent hat sich bei einer Umfrage unter 1500 Pflegefachkräften für die Etablierung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Mit der Einrichtung einer Pflegekammer in NRW erhalten die knapp 200.000 Pflegefachkräfte in Nordrhein-Westfalen eine klare Stimme, die für die beruflichen Belange und Qualitätsstandards eintreten kann. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll kurzfristig auf den Weg gebracht werden.

Die Pflegekammer wird Standards etablieren, Fortbildungsangebote sichern und berufsfachliche Prüfungen abnehmen. Die Mitgliedschaft für alle examinierten Pflegekräfte ist verbindlich. Damit wird zugleich eine starke Anwaltschaft nicht nur für die inländischen Pflegekräfte, sondern auch für aus dem Ausland kommende Fachkräfte in der Pflege ermöglicht. Die weitere Professionalisierung und Akademisierung werden zu den Themen genauso gehören wie das Einstehen für mehr Ressourcen und eine bessere Vergütung der pflegerischen Leistungen.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

NRW bekommt eine Pflegekammer: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Quelle: MAGS

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Wort gehalten. Er hat bereits seit Jahren Unterstützung zugesagt, damit die Pflegefachkräfte in NRW eine stärkere Stimme für ihre eigenen berufsständischen Belange erhalten. So sagte Minister Laumann zu RP online: »Die Kammer wird die Macht der Pflegekräfte stärken, in der deutschen Gesundheitspolitik wird zu oft über Pflege gesprochen, ohne dass die Pflege mit am Tisch sitzt.« Weiterlesen