Anerkennung: Anerkennung Pflegeberufe

Ist Deutschland bei ausländischen Fachkräften gefragt?

Eine aktuelle Verlautbarung aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF weist auf neue Zahlen bei der beruflichen Anerkennung ausländischer Abschlüsse hin und konstatiert ein großes Interesse an der Fachkräftezuwanderung. Insbesondere gäbe es starke Zuwächse in den Pflegeberufen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagt:

»Qualifizierte Fachkräfte haben ein großes Interesse an einer Beschäftigung in Deutschland, das zeigen die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das Anerkennungsverfahren zur Prüfung ausländischer Berufsqualifikationen ist dabei die verlässliche Orientierungshilfe für Fachkräfte und Betriebe. Es stellt sicher, dass die Qualifikationsanforderungen für eine Berufsausübung in Deutschland erfüllt sind. Gleichzeitig erleichtert es die rasche Integration von Zugewanderten in qualifizierte Beschäftigung und stärkt damit den Wirtschaftsstandort Deutschland. Weiterlesen

Susanne Krey im Interview über die Integration ausländischer Pflegefachkräfte: »Das Wichtigste ist die Liebe zu unserem Beruf.«

Susanne Krey, Pflegedirektorin des Heilig Geist-Krankenhauses Köln, auf dem Deutschen Pflegetag 2019 in Berlin

Susanne Krey, Pflegedirektorin des Heilig Geist-Krankenhauses Köln, auf dem Deutschen Pflegetag 2019 in Berlin

Susanne Krey gehört zu den Pflegedirektorinnen, die sich in Nordrhein-Westfalen besonders engagieren für die Integration ausländischer Pflegefachkräfte. Über die Louise von Marillac-Schule werden Pflegekräfte ausgebildet wie auch in weiteren katholischen Pflegeschulen. Von derzeit fünf auch mit Hilfe des Förderprogramms IQ / IQ Netzwerk NRW geförderten Pflegeprojekten sind allein vier in katholischer Trägerschaft in Köln, Dortmund, Wuppertal und Münster. Katholische Pflegedirektorinnen engagieren sich auch herausragend im Wissenschaftlichen Beirat des Programms IQuaMed. Zahlreiche weitere Projekte in Regelförderung entstehen zurzeit und bieten langfristige Angebote über das mibeg-Institut Medizin. Im Verbund mit vielen anderen Initiativen auch von Seiten der Universitätsklinika zeigt sich so in Nordrhein-Westfalen die Integrationsbereitschaft der Pflege.

anerkennung-medizin.de: Die Krankenhäuser der Cellitinnen haben eine lange Tradition in der Aufnahme ausländischer Pflegefachkräfte. Wie hoch ist im Heilig Geist-Krankenhaus der Anteil der Pflegefachkräfte mit Migrationshintergrund?

Susanne Krey: Die Cellitinnen haben in der Tat eine gute Tradition und viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Pflegefachkräften aus vielen Ländern. Es ist uns ein ganz besonderes Anliegen, die Kolleginnen und Kollegen gut auszubilden und ihnen langfristige Perspektiven zu bieten. In unserem Krankenhaus haben rund 40 Prozent der Pflegefachkräfte einen Migrationshintergrund. Weiterlesen

Drei Bundesminister beim Deutschen Pflegetag

Der Arbeitskatalog der Konzertierten Aktion Pflege wird derzeit abgearbeitet, und gleich drei Bundesminister stellen sich auf dem Deutschen Pflegetag den Fragen des Auditoriums. Der Deutsche Pflegetag ist das größte Forum bundesweit, auf dem Pflegefachkräfte sich zu inhaltlichen und berufspolitischen Belangen verständigen und Forderungen an die Politik stellen. Er findet vom 14. bis 16. März 2019 in Berlin statt.

Andreas Westerfellhaus über das Fachkräftezuwanderungsgesetz

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed, Quelle: DPR e.V

Aktuell wird das Fachkräftezuwanderungsgesetz diskutiert. Ein erster Entwurf liegt bereits vor. Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, äußerte sich hierzu bereits im September 2018 in einem Interview mit RP online.

Andreas Westerfellhaus betonte, dass ein solches Gesetz benötigt wird, aber in Bezug auf den Fachkräftebedarf nur einen Teil der Problemlösung darstellen könne. »Die Pflegekräfte, die kommen, müssen eine ausreichende sprachliche und fachliche Qualifikation haben. Wir müssen wiederum die Anerkennung der Abschlüsse der Fachkräfte aus dem Ausland vereinfachen. Wir haben dafür immer noch 16 Verfahren in den einzelnen Bundesländern. Das dauert viel zu lange für diejenigen, die kommen wollen. Unerlässlich ist auch die Bereitschaft der heimischen Belegschaft, die neuen Kollegen zu integrieren. Grundvoraussetzung ist zudem, dass sich vor allem die Rahmenbedingungen für die Pflegenden in Deutschland verbessern. Ansonsten wird auch die Zuwanderung von Fachkräften keine Lösung bringen.« Weiterlesen

Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege im Rahmen des BMG-Projekts

Saaris Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege

Saaris Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege

Einer Einladung von saaris, am Fachforum Best Practice mitzuwirken, das migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege vorstellt, folgten gleich drei Projekte aus Nordrhein-Westfalen gern. saaris ist durch das Bundesgesundheitsministerium beauftragt, im Rahmen eines Projekts die Optimierung der beruflichen Integration von Menschen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund als Beitrag zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen zu untersuchen, und veranstaltete hierzu ein besonderes Fachforum in Saarbrücken.

Die Eröffnungsansprache hielt Stephan Kolling, Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes. Weiterlesen