Anerkennung: Anerkennung Pflegeberufe

Praxisseminar Pflege im Universitätsklinikum Düsseldorf bereitet auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Das dritte Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung, das gezielt in sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung führt, ist an den Start gegangen. Die fröhlich gestimmte Gruppe bereitet sich gezielt in drei Monaten Theorie und drei Monaten Praxis mit den Pflegeexperten des Universitätsklinikums Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor. Die Absolventen können in sechs Monaten als examinierte Krankenpflegekräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Das Praxisseminar Pflege ist als Modellprojekt durch das mibeg-Institut Medizin mit führenden Pflegeexperten entwickelt worden. Es bereitet aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger auf ihre berufliche Anerkennung vor. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer stellen sich am Ende der Fortbildung einer anspruchsvollen Kenntnisprüfung unter Vorsitz des Landesprüfungsamtes.

Mit dem Praxisseminar Pflege ist ein Anerkennungsweg geschaffen worden, der die oft langwierigen, bis zu 19 Monate dauernden Fortbildungen ablöst und eine rasche und strukturierte Qualifizierung darstellt. Der Termin der Kenntnisprüfung gegen Kursende bietet zugleich große Planungssicherheit für die berufliche Anerkennung. Zuvor mussten aus dem Ausland kommende Krankenpfleger, die sich einer Kenntnisprüfung stellen mussten, oft lange auf einen Prüfungstermin warten. Weiterlesen

»Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.« – Uniklinik Münster engagiert sich für ausländische Pflegekräfte

Willkommenskultur wird an der Universität Münster immer schon großgeschrieben. »In der Universitätsmedizin, insbesondere in der Forschung, ist es eine gewisse Normalität, dass hier am UKM auch Mitarbeiter aus dem Ausland tätig sind«, sagt die UKM-Sprecherin Marion Zahr. Die Anwerbung von Pflegekräften aber sei ein eher neues Phänomen. »Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.«

Das Forum Migration online berichtet in einem Porträt zur Anerkennung über eine Initiative der Uniklinik Münster, die 200 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben hat. Seit 2013 werden Pflegefachkräfte aus Italien und Spanien, mittlerweile aber auch aus Brasilien, Kolumbien und Vietnam zur Mitarbeit eingeladen. Die Pflegefachkräfte weisen ihre Deutschkenntnisse mit einem B2-Zertifikat nach, dann folgt eine Fachsprachenprüfung nach mehreren Hospitationsmonaten.

Das Besondere am UKM-Projekt in Münster: Das UKM hat für die neuen Mitarbeiter Wohnungen angemietet, damit in der Studentenstadt Münster erst gar keine Probleme bei der Wohnungssuche entstehen. Ein intensives Mentoringprogramm begleitet die aus dem Ausland kommenden Krankenpfleger bis zur beruflichen Anerkennung. Nach einem Jahr, so die Uniklinik Münster, arbeiten die so gewonnenen Fachkräfte eigenverantwortlich auf den Klinikstationen.

Wie unterschiedlich selbst in einer Region wie Westfalen Personalbedarf gewertet wird, zeigt der nachfolgende Artikel über den Kreis Höxter. Für aus dem Ausland kommende Fachkräfte bedeutet dies, sich zuvor gut zu informieren, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet. Hierbei helfen die Anerkennungs- und Qualifizierungsberater, die über das Portal anerkennung-in-deutschland.de zu finden sind, und die Teilnahme am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig anbietet.

Pflegenotstand: Wie gelingen Anerkennung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte?

In die aktuellen Diskussionen um den bundesweiten Pflegenotstand und die Möglichkeiten, ausländische Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, mischt sich aktuell die Süddeutsche Zeitung mit einer kritischen Berichterstattung ein. Unter dem Titel »Der Ansturm bleibt aus« schreibt Michaela Schwinn: »Auch Krankenhäuser sollen mehr Mitarbeiter einstellen. Doch woher sollen sie kommen? Auf Stellenanzeigen antwortet kaum noch jemand, zu den Infoständen auf Karrieremessen kommt fast niemand. Zu unattraktiv sind die Arbeitsbedingungen geworden. (…) Spricht man mit Menschen, die Pfleger aus anderen Ländern beschäftigen, stellt sich heraus, dass diese Fachkräfte zwar für einzelne Einrichtungen wichtig sind und dort über Engpässe hinweg helfen, der große Wurf im Kampf gegen den bundesweiten Notstand ist mit ihnen aber wohl nicht möglich.«

Die Süddeutsche Zeitung führt aus, dass insbesondere schnell gestrickte Projekte, mit denen bis zu 100 Menschen gleichzeitig angeworben wurden, fast immer gescheitert sind. Das Scheitern würde sich in der mangelnden Sprachkenntnis begründen, aber auch in unrealistischen beruflichen Erwartungen. Viele Pflegefachkräfte aus dem Ausland haben ein Studium absolviert. Sie waren in Bereichen der Gesundheitsversorgung tätig, die ihnen hier verwehrt sind, da diese Tätigkeiten hier Ärzten zugeordnet werden. Die in Deutschland praktizierte Grundpflege von Patienten ist ihnen häufig nicht vertraut, da in vielen Ländern diese Unterstützung über Angehörige gegeben wird. Weiterlesen

Praxisseminar Pflege: Bestnoten für die Pflegeschule des Universitätsklinikums Düsseldorf

Mit den Praxisseminaren Pflege bereiten sich zahlreiche aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen auf die Kenntnisprüfung vor. Erfahrene Pflegepädagog/innen, Pflegewissenschaftler/innen, Lehrer/innen für Pflegeberufe und Praxisanleiter/innen trainieren in sechs Monaten die Teilnehmer/innen theoretisch wie praktisch und bereiten sie auf ihre Berufsausübung in Deutschland vor.

Jeder einzelne Seminartag wird evaluiert, und heute zitieren wir aus dem Auswertungsbogen des Praxisseminars Pflege, das in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Fachbereich Pflege am Universitätsklinikum Düsseldorf durchgeführt wird. Unsere Teilnehmer hielten in den Auswertungsbögen extra fest, was ihnen besonders gut gefiel: Weiterlesen

Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung in der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen: »Wir werden das zusammen schaffen!«

Mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen ist ein exzellenter Kooperationspartner gefunden worden, mit dem sich aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen auf ihre Berufstätigkeit in Deutschland vorbereiten.

Die Katholische Schule Schule für Pflegeberufe Essen realisiert gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Projekt IQuaMed ein Seminar, das in Theorie und Praxis gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereitet. In sechs Monaten sind die teilnehmenden Gesundheits- und Krankenpfleger/innen fachlich und sprachlich gut vorbereitet, um in Kliniken in Nordrhein-Westfalen zu arbeiten.

Die Pädagogen des mibeg-Instituts Medizin, die das Projekt supervidieren, bekommen immer wieder sehr positive Rückmeldungen von den Teilnehmenden. »Wir werden das zusammen schaffen!«, fasste ein Teilnehmer das Auswertungsgespräch mit den Seminarleitern zusammen. Der Zusammenhalt in der Lerngruppe trägt dabei genauso zum Erfolg bei wie das Fachwissen der lehrenden Pflegefachkräfte. Im Feedbackgespräch teilten uns die teilnehmenden Pflegefachkräfte mit:

  • »Hilfreich waren die vielen Informationen über den Berufsalltag im Krankenhaus.«
  • »Ich habe viele fachsprachliche Begriffe kennengelernt.«
  • »Die Sprache ist eine Herausforderung, aber wir erhalten hier viel Unterstützung.«
  • »Ich habe viel zu Expertenstandards, zur Hygiene und zum Qualitätsmanagement gelernt. Die Lehrbücher sind für mich sehr wichtig.«
  • »Hier ist alles super.«
  • »Wir haben hier tolle Kollegen und super Dozenten.«

Das Praxisseminar Pflege, das durch die Katholische Pflegeschule Essen durchgeführt wird, ist »ein wichtiges Zukunftsprojekt, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert und eine sehr hohe Arbeitsplatzgarantie bietet. Die Gesundheits- und Pflegebranche ist in Essen der größte Arbeitgeber mit gut 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den nächsten 10 Jahren werden schätzungsweise rund 10.000 Fachkräfte in den Ruhestand gehen. Auch vor diesem Hintergrund sind Projekte wie dieses ein absolutes Muss«, sagt der Gesundheitsdezernent der Stadt Essen Peter Renzel, der die zukünftigen Pflegefachkräfte als Botschafter und Vorbilder in Essen willkommen hieß. An der Eröffnung des Seminars nahmen auch Reinhard Dummler, Schulleiter der Katholischen Schule für Pflegeberufe, und Martin Blasig, Geschäftsführer der Contilia Gruppe und Mitglied des Aufsichtsrates der Katholischen Schule für Pflegeberufe, teil.