Anerkennung: Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Fachkräftemangel im Rettungsdienst: Notfallsanitäter gesucht

Qualifizierung für Klinik und Praxis: Praxisnah Medizin lernenAktuell weisen Hilfsorganisationen auf einen Fachkräftemangel im Rettungsdienst hin. Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen suchen dringend Notfallsanitäter.

Bereits 2014 wurde der Beruf des Notfallsanitäters neu geschaffen und löst damit langfristig den Beruf des Rettungsassistenten ab. Allerdings gab es, so das Deutsche Ärzteblatt, Verzögerungen bei der Ausbildung von Notfallsanitätern, da die Krankenkassen die Ausbildungskosten nicht zu 100 Prozent finanzieren wollen. Bis Ende 2020, so führt das Ärzteblatt aus, ist noch eine Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter möglich, mit der die bisherigen Rettungsassistenten sich auf den Abschluss Notfallsanitäter vorbereiten können. Die schwierige Ausbildungssituation erschwert auch die berufliche Einmündung von aus dem Ausland kommenden Fachkräften, die sich um eine Gleichwertigkeit bemühen.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS hofft auf eine schnelle Klärung der Problematik.

 

Überraschungsbesuch im mibeg-Institut Medizin

Überraschungsbesuch bei der IQuaMed-Projektleiterin Dr. med. Karin Gömann

Überraschungsbesuch bei der IQuaMed-Projektleiterin Dr. med. Karin Gömann

Ein spontaner Besuch einer Absolventin im mibeg-Institut Medizin bei Seminarleiterin Carina Schmidt erfreute auch die Dozentin und die Teilnehmer eines der laufenden Seminare, mit denen sich Ärztinnen und Ärzte auf die Fachsprach- und Kenntnisprüfung vorbereiten. Nasima Asgari-Rad hat ein Seminar der Reihe »Qualifizierung für Klinik und Praxis« erfolgreich absolviert und im Februar letzten Jahres abgeschlossen. Vor Seminarbeginn war sie nur drei Wochen in Deutschland. Sie hatte bereits in ihrem Herkunftsland Iran sehr gut Deutsch gelernt. Mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis bereitete sie sich gezielt auf die anstehenden Prüfungen vor, die sie vor Erteilung der Approbation bestehen musste.

Direkt nach Seminarabschluss, bereits im April 2018, legte sie ihre Fachsprachprüfung vor der Ärztekammer Nordrhein erfolgreich ab und arbeitete anschließend als Ärztin mit Berufserlaubnis nach § 10 der Bundesärzteordnung (BÄO). Nun stand die Kenntnisprüfung an der Universität Münster an, die sie im Januar 2019 ebenfalls mit Bravour gemeistert hat. Weiterlesen

Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« des mibeg-Instituts Medizin

Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«Zahlreiche Krankenpfleger/innen, Ärzt/innen, Apotheker/innen, Zahnärzt/innen und Physiotherapeut/innen nahmen heute wieder am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« teil, um sich genau zu informieren, welche Schritte sie zur Erlangung der beruflichen Anerkennung in Deutschland gehen müssen und welche Qualifizierungen des mibeg-Instituts Medizin und seiner Kooperationspartner sie sprachlich, fachsprachlich und fachlich auf die Anerkennungsprüfungen vorbereiten. Die hochmotivierten Teilnehmer, die in Deutschland arbeiten werden, erfahren mit diesem kostenfreien Seminar alles rund um die berufliche Anerkennung.

Regionalkonferenzen Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher eröffnet die Regionalkonferenz Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019 in Düsseldorf

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher eröffnet die Regionalkonferenz Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019 in Düsseldorf

Über den Fachkräftebedarf und die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen ist Nordrhein-Westfalen im Gespräch. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS lädt aktuell zu Regionalkonferenzen ein, die über die Entwicklungen in NRW unter Berücksichtigung der Regionen Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold und Arnsberg berichten und nicht nur die Pflegeberufe in der Kranken- und Altenpflege thematisieren, sondern auch die weiteren Therapieberufe und das Hebammenwesen mit einbeziehen.

Die Auftaktveranstaltung fand in der Bezirksregierung Düsseldorf statt. Das Grußwort vor den 150 Experten aus den Bereichen Pflege, Pflegeausbildung, Bildungsmanagement, den zuständigen Bezirksregierungen und Abteilungen der Ministerien sprach als Hausherrin die Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, die in ihrer Eröffnungsrede betonte, dass Pflege und die Weiterentwicklung der Pflegeberufe derzeit das zentrale Thema nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landesebene sei. Die für NRW geplante Pflegekammer, die weitere Akademisierung der Gesundheitsfachberufe und die Etablierung der generalistischen Pflegeausbildung in NRW seien große Aufgaben, die sich derzeit stellen und mit den zuständigen Pflegeexperten beraten und umgesetzt würden. Weiterlesen

NRW bekommt eine Pflegekammer

Eine überwältigende Mehrheit von 79 Prozent hat sich bei einer Umfrage unter 1500 Pflegefachkräften für die Etablierung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Mit der Einrichtung einer Pflegekammer in NRW erhalten die knapp 200.000 Pflegefachkräfte in Nordrhein-Westfalen eine klare Stimme, die für die beruflichen Belange und Qualitätsstandards eintreten kann. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll kurzfristig auf den Weg gebracht werden.

Die Pflegekammer wird Standards etablieren, Fortbildungsangebote sichern und berufsfachliche Prüfungen abnehmen. Die Mitgliedschaft für alle examinierten Pflegekräfte ist verbindlich. Damit wird zugleich eine starke Anwaltschaft nicht nur für die inländischen Pflegekräfte, sondern auch für aus dem Ausland kommende Fachkräfte in der Pflege ermöglicht. Die weitere Professionalisierung und Akademisierung werden zu den Themen genauso gehören wie das Einstehen für mehr Ressourcen und eine bessere Vergütung der pflegerischen Leistungen.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

NRW bekommt eine Pflegekammer: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Quelle: MAGS

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Wort gehalten. Er hat bereits seit Jahren Unterstützung zugesagt, damit die Pflegefachkräfte in NRW eine stärkere Stimme für ihre eigenen berufsständischen Belange erhalten. So sagte Minister Laumann zu RP online: »Die Kammer wird die Macht der Pflegekräfte stärken, in der deutschen Gesundheitspolitik wird zu oft über Pflege gesprochen, ohne dass die Pflege mit am Tisch sitzt.« Weiterlesen