Anerkennung: Pflegefachkräfte

Ist Deutschland bei ausländischen Fachkräften gefragt?

Eine aktuelle Verlautbarung aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF weist auf neue Zahlen bei der beruflichen Anerkennung ausländischer Abschlüsse hin und konstatiert ein großes Interesse an der Fachkräftezuwanderung. Insbesondere gäbe es starke Zuwächse in den Pflegeberufen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagt:

»Qualifizierte Fachkräfte haben ein großes Interesse an einer Beschäftigung in Deutschland, das zeigen die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das Anerkennungsverfahren zur Prüfung ausländischer Berufsqualifikationen ist dabei die verlässliche Orientierungshilfe für Fachkräfte und Betriebe. Es stellt sicher, dass die Qualifikationsanforderungen für eine Berufsausübung in Deutschland erfüllt sind. Gleichzeitig erleichtert es die rasche Integration von Zugewanderten in qualifizierte Beschäftigung und stärkt damit den Wirtschaftsstandort Deutschland. Weiterlesen

Michaela Binnen: »Wir machen Tempo beim Gewinnen von Fachkräften«

Michaela Binnen bei der Eröffnung des Praxisseminars Pflege. Foto: Barbara Rosenthal

Michaela Binnen bei der Eröffnung des Praxisseminars Pflege. Foto: Barbara Rosenthal

Michaela Binnen ist Pflegedirektorin der Kliniken der Stadt Köln. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte Fachweiterbildungen in Intensivkrankenpflege sowie das Studium der Pflegepädagogik und des Gesundheitsmanagements / BWL. Sie war als Qualitätsmanagerin, Auditorin und EFQM-Assessorin sowie als leitende OP-Managerin einer Uniklinik tätig. Nach beruflichen Stationen als Pflegedirektorin in Tübingen und Essen verantwortet Michaela Binnen jetzt in den drei großen städtischen Kliniken in Köln den Bereich Pflege. Sie engagiert sich für die Profession Pflege und hat sich die Gewinnung qualifizierter Gesundheitsfachkräfte für die Kliniken Köln ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt.

Das vollständige Interview können Sie gern per Mail beim mibeg-Institut anfordern.

Kliniken der Stadt Köln und mibeg-Institut Medizin: Anerkennungsqualifizierungen für ausländische Pflegefachkräfte starten

Kliniken der Stadt Köln und mibeg-Institut Medizin: Anerkennungsqualifizierungen für Gesundheitsfachberufe im Programm IQuaMedIn Deutschland fehlen Pflegefachkräfte, in anderen Ländern werden diese über Bedarf ausgebildet. Vor einem Einsatz in Deutschland muss jedoch die im Ausland absolvierte Ausbildung oder das Studium anerkannt werden. Da es oft einer sprachlichen und fachlichen Qualifizierung bedarf, ist die Nachfrage nach einer solchen Qualifizierungsmöglichkeit hoch. In Köln starten daher die Kliniken der Stadt Köln und das mibeg-Institut Medizin ein spezielles Qualifizierungsprogramm und haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Erfahrene Pflegedienstleiter und Pflegepädagogen unterrichten ab dem 1. August 2019 die ausländischen Kollegen und bereiten sie auf die Abschlussprüfungen vor. Diese werden unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamts für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie abgenommen.

»Wir schaffen mit diesem Programm einen klaren und qualitativ guten Weg, gezielt ausländische Pflegefachkräfte auf die berufliche Anerkennung und eine langfristige Mitarbeit in unseren Kliniken vorzubereiten«, sagt Michaela Binnen, Pflegedirektorin der Kliniken der Stadt Köln, die sich für die Gewinnung gut qualifizierter Fachkräfte besonders engagiert. Pflegekräfte aus dem Ausland sind für die Kliniken Köln einer von mehreren Bausteinen zur Mitarbeitergewinnung.

»Ein kontinuierliches Qualifizierungsangebot«, so Barbara Rosenthal, Leiterin des mibeg-Instituts Medizin, »sichert die Gewinnung ausländischer Gesundheitsfachkräfte, da sie zielgerichtet zu einer Berufsanerkennung geführt werden. Nur gut ausgebildete Krankenpflegekräfte können auf Augenhöhe in den Pflegeteams arbeiten. Dies ist auch der Schlüssel zu einem langfristigen Integrationserfolg.« Barbara Rosenthal bezieht sich auf die Erfahrung des Instituts, das allein unter dem Programmtitel IQuaMed in den letzten vier Jahren über 2.000 Gesundheitsfachkräfte beraten und 800 aus dem Ausland kommende Fachkräfte bei der beruflichen Integration in Nordrhein-Westfalen begleitet hat. Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen die arbeitssuchenden Gesundheits- und Krankenpfleger bei der Anerkennung und fördern über Bildungsgutscheine die Anerkennungsqualifizierung.

Interessenten können sich ab sofort an das mibeg-Institut Medizin, Tel. 0221-33604 610, medizin@mibeg.de wenden.

Konzertierte Aktion Pflege: 111-Punkte-Programm startet auf Bundesebene

Gleich drei Bundesminister, zuständig für die Ressorts Gesundheit, Arbeit und Familie, haben das Programm »Konzertierte Aktion Pflege« vorgestellt. Das Familien-, Arbeits- sowie das Gesundheitsministerium wollen mit einem 111-Punkte-Programm mehr Menschen für Pflegeberufe gewinnen. Zentrale Punkte sind die Abschaffung des Schulgelds, die Vergütung für Auszubildende sowie über 5.000 Weiterbildungsmöglichkeiten für »Nachqualifizierung und Umschulung«, die einen leichteren Wechsel in den Beruf ermöglichen sollen.

Die Konzertierte Aktion Pflege wurde im Juli 2018 gestartet und bezieht viele Akteure ein, darunter Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbände, Pflege- und Krankenkassen, Verbände der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, die Bundesagentur für Arbeit, die Sozialpartner und weitere Experten, die dem Dachgremium angehören. Über die fünf Thermenschwerpunkte informiert übersichtlich die Website des Bevollmächtigten der Bundesregierung für die Pflege: Weiterlesen

Regionalkonferenzen Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher eröffnet die Regionalkonferenz Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019 in Düsseldorf

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher eröffnet die Regionalkonferenz Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2019 in Düsseldorf

Über den Fachkräftebedarf und die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen ist Nordrhein-Westfalen im Gespräch. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS lädt aktuell zu Regionalkonferenzen ein, die über die Entwicklungen in NRW unter Berücksichtigung der Regionen Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold und Arnsberg berichten und nicht nur die Pflegeberufe in der Kranken- und Altenpflege thematisieren, sondern auch die weiteren Therapieberufe und das Hebammenwesen mit einbeziehen.

Die Auftaktveranstaltung fand in der Bezirksregierung Düsseldorf statt. Das Grußwort vor den 150 Experten aus den Bereichen Pflege, Pflegeausbildung, Bildungsmanagement, den zuständigen Bezirksregierungen und Abteilungen der Ministerien sprach als Hausherrin die Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, die in ihrer Eröffnungsrede betonte, dass Pflege und die Weiterentwicklung der Pflegeberufe derzeit das zentrale Thema nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landesebene sei. Die für NRW geplante Pflegekammer, die weitere Akademisierung der Gesundheitsfachberufe und die Etablierung der generalistischen Pflegeausbildung in NRW seien große Aufgaben, die sich derzeit stellen und mit den zuständigen Pflegeexperten beraten und umgesetzt würden. Weiterlesen