Anerkennung: Blog Anerkennung Gesundheitsberufe

Ärztliche Migration und Mobilität innerhalb Europas: Veranstaltung der Bundeskoordination Europäische Integration der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd)

Einer Einladung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland zum Thema Ärztliche Migration und Mobilität in Deutschland folgt das mibeg-Institut Medizin gern. Es referieren Prof. Dr. Ludger Pries, Lehrstuhlinhaber der Fakultät für Soziologie der Ruhr-Universität Bochum, zum Thema »Migration und Mobilität von Ärzten in Europa – zwischen brain drain, brain gain und brain circulation« und Barbara Rosenthal vom mibeg-Institut Medizin zum Thema »Der Weg zur deutschen Approbation: Anerkennungsverfahren und prüfungsvorbereitende Qualifizierungen«.

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) vertritt mehr als 90.000 Medizinstudierende in Deutschland und bildet den Zusammenschluss aller 38 medizinischen Fachschaften in Deutschland. Die dreitägige Tagung findet vom 19. bis 21. Oktober 2018 in der Ruhr-Universität Bochum statt und wird von der bvmd zusammen mit EMSA veranstaltet, der European Medical Student Association.

Foreign nursing professionals: repayment obligation of training costs only with valid contract

According to a recent judgement of the Arbeitsgericht (Labour Court) Siegburg (file number 1 Ca 1987/17 dated 02 August 2018), the repayment obligation of an employee’s training costs previously granted by the employer as a loan must be effectively contractually regulated. This is pointed out by the Press Service of the North Rhine-Westphalia Ministry of Justice in the context of the employment of foreign nursing professionals.

A Filipino national had been recruited as a nurse by a German company. The company operates a care facility. The foreign nurse first had to complete a German language course and a specialised nursing course. The costs for this, allegedly €12,900, were initially paid by the employer. They were to be repaid in monthly rates of €400, irrespective of the fact whether the nurse would actually get a job.

The nurse was given a job, but only for ten hours of work per week at a gross salary of €530. In addition, the nurse should perform »Schattendienste« (»shadow services«) in which he should accompany experienced nurses free of charge.

The foreign nurse now claimed the salary for a 40-hour week from the employer in a lawsuit, because in his opinion he had performed a full job over this period and not only, as suggested, was active for learning purposes. The employer denied this, filed a counterclaim and demanded repayment of the entire loan amount instead.

With the judgement of the Arbeitgericht Siegburg both claims were dismissed. The court pointed out that, on the one hand, the applicant could not provide exact evidence of the actual number of working hours and, on the other hand, the defendant could not submit an effective loan agreement.

»Such a contract unfairly disadvantages the employee if it does not correspond to the standards which the Bundesarbeitsgericht (Federal Labour Court) sets for repayment agreements on training and further training costs. Accordingly, a repayment agreement, which is also agreed in the case that the potential employer is unable or unwilling to offer the potential employee a job adequate for training, is generally invalid. In addition, in the opinion of the Court, the total amount to be paid of just under €12,900 was not broken down and the exact cost composition was not clear. Uncertainties about the amount to be repaid generally lead to the invalidity of such a repayment agreement. The judgement is not yet final. An appeal against the judgment may be lodged with the Landesarbeitsgericht (Regional Labour Court) in Cologne.«

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Erfolgreiche Integration ausländischer Pflegefachkräfte: Beispiel Universitätsklinikum Tübingen

»Qualität Leben«, die Zeitschrift des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands VUD berichtet über ein erfolgreiches Integrationsprojekt ausländischer Pflegekräfte in Baden-Württemberg. Die Universitätskliniken Tübingen engagieren sich mit bei der Integration ihrer aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen. Weiterlesen

Mediendienst Integration: Ärztemangel und Pflegenotstand: Ist Zuwanderung die Lösung?

Medientour Düsseldorf

Bei der Medien-Tour »Ärztemangel und Pflegenotstand: Ist Zuwanderung die Lösung?« referierten u.a. Tobias Maier, Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB, Moderator Carsten Janke, Mediendienst Integration, Dr. Shermineh Shahi, mibeg-Institut Medizin

Zahlreiche Journalisten nahmen an der aktuellen Medientour in Düsseldorf teil, die der Mediendienst Integration organisiert hat. Zentrales Thema der Veranstaltung am 12. September 2018 waren Fragen zu Ärztemangel und Pflegenotstand – Themen, die viel diskutiert werden, aber häufig ohne notwendige Fundierung durch Fakten. Hier hilft der Mediendienst Integration mit aktuellen Informationen und Kontakten zu Experten.

Die Auftaktveranstaltung erfolgte in der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen auf Einladung der Direktorin der Akademie, Dr. med. Ute Teichert. Die Expertenrunde wurde mit Hilfe des Bundesinstituts für Berufsbildung BIBB und eines Vertreters der Ärztekammer bestritten sowie durch das mibeg-Institut Medizin, das zahlreiche Qualifizierungsprogramme für aus dem Ausland kommende Ärzte und Pflegefachkräfte entwickelt hat. Hier zeigte Dr. Shermineh Shahi für das mibeg-Institut Medizin auf, welche Qualifizierungsprojekte bestehen, wie sie gefördert werden können, welche Standardisierungen bei Anerkennungsverfahren notwendig sind und welche Qualitätsanforderungen sich an Programme knüpfen.

Neben Projekten in der Altenpflege interessierten sich die Journalisten aus dem Print- und TV-Bereich vor allem für den Bereich der Gewinnung von Pflegefachkräften. Die Medientour führte ins Lukaskrankenhaus Neuss, wo Pflegedirektorin Andrea Albrecht detailliert die Fragen der Journalisten beantwortete und an innovativen Projekten im Lukaskrankenhaus aufzeigte, wie aus dem Ausland kommende Pflegekräfte gut aufgenommen und integriert werden können.

»Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.« – Uniklinik Münster engagiert sich für ausländische Pflegekräfte

Willkommenskultur wird an der Universität Münster immer schon großgeschrieben. »In der Universitätsmedizin, insbesondere in der Forschung, ist es eine gewisse Normalität, dass hier am UKM auch Mitarbeiter aus dem Ausland tätig sind«, sagt die UKM-Sprecherin Marion Zahr. Die Anwerbung von Pflegekräften aber sei ein eher neues Phänomen. »Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.«

Das Forum Migration online berichtet in einem Porträt zur Anerkennung über eine Initiative der Uniklinik Münster, die 200 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben hat. Seit 2013 werden Pflegefachkräfte aus Italien und Spanien, mittlerweile aber auch aus Brasilien, Kolumbien und Vietnam zur Mitarbeit eingeladen. Die Pflegefachkräfte weisen ihre Deutschkenntnisse mit einem B2-Zertifikat nach, dann folgt eine Fachsprachenprüfung nach mehreren Hospitationsmonaten.

Das Besondere am UKM-Projekt in Münster: Das UKM hat für die neuen Mitarbeiter Wohnungen angemietet, damit in der Studentenstadt Münster erst gar keine Probleme bei der Wohnungssuche entstehen. Ein intensives Mentoringprogramm begleitet die aus dem Ausland kommenden Krankenpfleger bis zur beruflichen Anerkennung. Nach einem Jahr, so die Uniklinik Münster, arbeiten die so gewonnenen Fachkräfte eigenverantwortlich auf den Klinikstationen.

Wie unterschiedlich selbst in einer Region wie Westfalen Personalbedarf gewertet wird, zeigt der nachfolgende Artikel über den Kreis Höxter. Für aus dem Ausland kommende Fachkräfte bedeutet dies, sich zuvor gut zu informieren, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet. Hierbei helfen die Anerkennungs- und Qualifizierungsberater, die über das Portal anerkennung-in-deutschland.de zu finden sind, und die Teilnahme am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig anbietet.