Anerkennung: Bildungsgutschein

Programm IQuaMed: Anerkennungsqualifizierungen für Gesundheitsberufe 2020 starten

Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, müssen sich wie alle weiteren Angehörige reglementierter Gesundheitsberufe ihren Beruf anerkennen lassen. Zuvor müssen die fachsprachlichen Kenntnisse, teilweise aber auch die fachlichen Kenntnisse auf die Gleichwertigkeit hin geprüft und sogenannte Anerkennungsprüfungen absolviert werden. Das mibeg-Institut Medizin bereitet mit vielen Partnern aus dem Gesundheitswesen auf diese Anerkennung vor.

Ab dem 7. Januar starten wieder unsere Informationsseminare »Wege zur Anerkennung«. Hier beraten wir Interessentinnen und Interessenten, wie sie ihre berufliche Anerkennung erreichen können, welche Schritte erforderlich sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Auf diesen Informationsseminaren erfahren Sie zugleich, welche Qualifizierung für Sie richtig ist, um schnellstmöglich Ihre berufliche Anerkennung zu bekommen.

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Zugleich sagen wir allen Absolventinnen und Absolventen herzlichen Dank, die sich im letzten Jahr bei uns mit netten Mails oder persönlich gemeldet haben und gratulieren ganz herzlich allen, die bereits erfolgreich in ihrem Beruf arbeiten können.

Vorbereitung Kenntnisprüfung Pflege: Neue Kurse starten

Gesundheits- und Krankenpflege

Erfolgreiche Absolventin des Programms IQuaMed: Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin erreicht

Gemeinsam mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen (KKS) startet das mibeg-Institut fortlaufend Kurse. Die sechsmonatigen Seminare bereiten in Theorie und Praxis auf die Kenntnisprüfung vor, die zum Ende des Seminars unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamtes abgelegt wird. Das Ziel des Seminars ist die bestmögliche Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung Pflege und die Vorbereitung auf die Ausübung des Berufs als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.

Die KKS und das mibeg-Institut bieten allen Interessenten ein herzliches Willkommen. Die Pflegepädagogen der KKS Essen verfügen über viel Erfahrung bei der Integration der aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen und haben an der Entwicklung und erfolgreichen Etablierung des Seminars von Beginn an mitgewirkt.

Das Praxisseminar Pflege mit integrierter Kenntnisprüfung startet mehrmals pro Jahr. Interessenten können sich beim mibeg-Institut bewerben.

Folgende Bewerbungsunterlagen werden benötigt:

  • Aktueller, vollständiger und chronologischer Lebenslauf
  • Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder eines Studiums im Bereich Pflege im Herkunftsland
  • Bescheid der Bezirksregierung, dass Sie den Antrag auf Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin oder -pfleger gestellt haben, Feststellungsbescheid
  • ggf. Arbeitszeugnisse
  • Zertifikat über deutsche Sprachkenntnisse Level B2 eines anerkannten Sprachprüfungsinstituts (Goethe, TELC), ggf. Einzelgespräch vor Seminarbeginn im mibeg-Institut

Wir laden herzlich zur Teilnahme ein.

Wie geht es mit den Kenntnisprüfungen? BIBB-Anerkennungsmonitoring bei akademischen Heilberufen

BIBB-Fachbeitrag über Anerkennungsverfahren in den akademischen HeilberufenDas Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB hat ein Monitoring zur Kenntnisprüfung im Rahmen der Anerkennungsverfahren bei den akademischen Heilberufen durchgeführt und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Humanmedizin gelegt. Die Ergebnisse des Anerkennungsmonitorings zu diesem Thema haben Dr. Rebecca Atanassov, Dr. Jessica Erbe und Robert Koch als Autoren zusammengefasst. Das Ergebnis bezieht sich auf eine Erhebung, bei der die zuständigen Stellen zu den von ihnen durchgeführten Kenntnisprüfungen und Erfolgsquoten befragt wurden. Der Zeitraum umfasst die Jahre 2014 bis 2017.

Zunächst wird die amtliche Statistik zu den Kenntnisprüfungen referiert. Das Ergebnis ist ermutigend: In diesen Jahren konnte bei mehr als der Hälfte aller Gleichwertigkeitsprüfungen die volle Gleichwertigkeit bescheinigt werden, allerdings sank der Anteil der Bescheide auf volle Gleichwertigkeit von fast 80 Prozent im Jahr 2014 auf 60 Prozent 2017.

Bei den Anerkennungsverfahren im Jahr 2017 zum deutschen Referenzberuf Humanmedizin bei Drittstaatlern wurden insgesamt 4.287 Verfahren beschieden. Davon erreichten 60 Prozent die volle Gleichwertigkeit, davon wiederum 45 Prozent nach erfolgreicher Kenntnisprüfung und 55 Prozent nach ausschließlicher Dokumentenprüfung, besagt die amtliche Statistik.

Zum Verfahren: Grundlage für die Erstellung eines Bescheids ist die inhaltliche Dokumentenprüfung. Werden keine wesentlichen Unterschiede zwischen der ausländischen Berufsqualifikation und dem deutschen Referenzberuf festgestellt, kann die Gleichwertigkeit bescheinigt werden. Werden Unterschiede festgestellt, kann eine Ausgleichsmaßnahme erfolgen, bei Ärztinnen und Ärzten, die aus einem sog. Drittstaat kommen, ist dies regelmäßig das Absolvieren einer Kenntnisprüfung.

Die amtliche Statistik referiert keine Daten zu den Erfolgsquoten oder der Anzahl von benötigten Prüfungsversuchen für die Kenntnisprüfung. Hier setzt die Befragung im Rahmen des Anerkennungsmonitorings ein. Es ist von Interesse, ob Kenntnisprüfungen direkt bestanden werden oder erst nach mehrmaligem Versuch. Kenntnisprüfungen können der Regel nach maximal dreimal abgelegt werden. Allerdings gibt es immer noch einen »Approbationstourismus«, der dadurch möglich ist, dass Prüfungsversuche in anderen Bundesländern erneut gestartet werden. Es gibt kein einheitlich verbindliches System einer Registratur, in dem Approbationen oder Versuche, die Approbation zu erlangen, zentral geführt werden, sondern nur die gute Verwaltungspraxis zuständiger Stellen im Austausch. Die Antragsteller werden befragt und müssen Auskunft geben, ob sie ggf. schon in einem anderen Bundesland einen Antrag auf Approbation gestellt haben. Weiterlesen

Katholische Schule für Pflegeberufe Essen: Ausländische Pflegefachkräfte herzlich willkommen!

Ursula Busmann, Stellv. Pflegeschulleiterin, und Reinhard Dummler, Geschäftsführer und Schulleiter, Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Ursula Busmann, Stellv. Pflegeschulleiterin, und Reinhard Dummler, Geschäftsführer und Schulleiter, Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Die Kath. Schule für Pflegeberufe Essen zählt zu den größten Ausbildungszentren in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum bildet mehrere hundert Gesundheits- und Krankenpfleger/innen pro Jahr für ihren Einsatz in Kliniken, Versorgungszentren und Senioreneinrichtungen aus. Unter der Leitung von Reinhard Dummler steht ein erfahrenes Expertenteam von Pflegepädagogen und Pflegewissenschaftlern bereit, junge Menschen für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege zu begeistern und innovativ neue Ausbildungskonzepte zu etablieren.

Die Kath. Schule für Pflegeberufe ist Kooperationspartner des mibeg-Instituts bei der Entwicklung von Qualifizierungen, mit denen gezielt aus dem Ausland kommende Fachkräfte auf die berufliche Anerkennung vorbereitet werden. Schon im Modellprojekt, unterstützt durch das Förderprogramm IQ, war das Praxisseminar Pflege ein großer Erfolg: Nahezu alle Absolventen bestanden die ins Seminar integrierte Kenntnisprüfung auf Anhieb, die unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamts für Medizin, Pharmazie und Psychotherapie abgenommen wurde. Neben der fachlichen Expertise des Teams von Geschäftsführer Reinhard Dummler war das herzliche Engagement, das alle Mitwirkenden am Projekt den ausländischen Fachkräften entgegenbrachten, ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen bietet gemeinsam mit dem mibeg-Institut Anerkennungsqualifizierungen für Pflegefachkräfte an

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen bietet gemeinsam mit dem mibeg-Institut Anerkennungsqualifizierungen für Pflegefachkräfte an

»Die Katholische Schule für Pflegeberufe«, so Dummler, »hat sich zum Ziel gesetzt, für Anerkennungssuchende ein beständiger Ansprechpartner für Qualifizierungen zu sein, die rasch und effizient zur Berufszulassung im Bereich der Pflege führen. Für zahlreiche Versorgungseinrichtungen in Essen können wir eine praxisnahe Ausbildung bieten, und unsere Absolventen haben viele Möglichkeiten, in den weitgefächerten Arbeitsfeldern der Pflege beruflich durchzustarten. Wir werden zusammen mit dem mibeg-Institut fortlaufend das Praxisseminar Pflege anbieten, das allen Teilnehmenden umfangreiches Wissen vermittelt über die Berufspraxis der Gesundheits- und Krankenpflege in Deutschland. Unsere Absolventen kennen hiesige Pflegestandards und wissen über die rechtlichen Gegebenheiten genauso Bescheid wie über die praktischen Anforderungen, beispielsweise im Bereich der Hygiene. Ein besonderer Vorteil«, so Geschäftsführer Reinhard Dummler, »ist die ins Seminar integrierte Kenntnisprüfung. Unsere Kliniken wissen so genau, wann ihre zukünftigen Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen können.«

Die Kath. Schule für Pflegeberufe Essen hat einen Kooperationsvertrag mit dem mibeg-Institut Medizin abgeschlossen. Ab sofort können regelmäßig Kurse starten, die zu 100 Prozent öffentlich über Bildungsgutscheine gefördert werden. Die Anerkennungsexperten des mibeg-Instituts beraten und wählen die Teilnehmenden zusammen mit der Kath. Schule für Pflegeberufe aus und begleiten sie in den Theorie- und Praxisphasen des Kurses bis zum Abschluss. »Wir freuen uns sehr, mit der die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen einen Kooperationspartner an unserer Seite zu haben, der über eine hohe Kompetenz im Bereich der Ausbildung von Gesundheitsfachkräften verfügt«, so Barbara Rosenthal, Leiterin des mibeg-Instituts. »Zudem bieten die dem Verbund angehörenden Kliniken und Pflegeeinrichtungen der Schule eine Willkommenskultur, die eine herzliche Aufnahme ermöglicht.« Weiterlesen

Auf dem Weg zum 1.500sten Teilnehmer: Ärztinnen und Ärzte qualifizieren sich im mibeg-Institut

Prof. Dr. med. Ingo Flenker begrüßt Ärztinnen und Ärzte im mibeg-Institut

Prof. Dr. med. Ingo Flenker begrüßt Ärztinnen und Ärzte im mibeg-Institut

Prof. Dr. med. Ingo Flenker referierte in der Eröffnungseinheit des Intensivkurses Fachsprache Medizin, den das mibeg-Institut heute gemeinsam mit dem Marburger Bund startete. Eine zielgerichtete, kompakte und durch ärztliche Dozenten gestaltete Fortbildung bereitet die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte auf die Fachsprachprüfung vor ihrer Landesärztekammer vor.

Das Seminar gehört zum Programm IQuaMed, mit dem das mibeg-Institut Medizin seit 2015 Ärzte, Apotheker, Zahnärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Physiotherapeuten, MTRAs, MTLAs, Ergotherapeuten und Hebammen, also Angehörige aller reglementierten Gesundheitsberufe rasch und zielgerichtet auf ihre berufliche Anerkennung vorbereitet. 736 Absolventen haben sich dabei zunächst über das Förderprogramm IQ / IQ Netzwerk mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds in Kooperation mit dem Bundesbildungsministerium und der Bundesagentur für Arbeit, vorbereiten können. Bereits jetzt wird eine größere Zahl von Teilnehmern unterstützt über die Regelförderung der Bundesagentur für Arbeit durch Bildungsgutscheine. Damit wird nachhaltig das Ziel des Förderprogramms IQ / IQ Netzwerk erreicht: ein kontinuierliches Angebot für Anerkennungsqualifizierungen über Regelförderung. Weiterlesen